Bitte warten...
Börse Frankfurt

Ölpreise rutschen nach Italien-Wahl - Gute US-Daten beeinflussen kaum

26.02.2013 17:56

Anzeige

    NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag mit der
Unsicherheit über die politische Zukunft des Euro-Krisenlandes Italien
abgerutscht. Unerwartet gute Konjunkturdaten aus den USA konnten dagegen nicht
für gute Llaune am Ölmarkt sorgen. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159
Liter) der Nordseesorte Brent zur April-Lieferung 113,22 US-Dollar. Das waren
1,22 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West
Texas Intermediate (WTI) sank um 49 Cent auf 92,62 Dollar.

    Die Aussicht auf politischen Stillstand in Italien hat die Finanzmärkte
insgesamt stark belastet und auch die Ölpreise auf Talfahrt geschickt. Die
Pattsituation bei den Parlamentswahlen in Italien laste auf den Rohstoffpreisen,
hieß es in einer Einschätzung der Commerzbank. Allerdings dürfte der Wahlausgang
die Märkte schon bald nicht mehr interessieren. Dass derzeit vor allem die
Angstszenarien in Bezug auf Italien die Schlagzeilen beherrschen, sei
verständlich. "Wir gehen davon aus, dass die Rohstoffe nach einer
Verschnaufpause ihre Erholung fortsetzen", hieß es weiter bei der Commerzbank.

	Immerhin war die Sorge der Investoren vor der politischen Unsicherheit in
Italien so stark, dass eine Reihe von unerwartet guten Konjunkturdaten aus den
USA kaum Auswirkungen auf die Ölpreise zeigte. In der größten Volkswirtschaft
der Welt wurden am Nachmittag überraschend gute Daten vom Immobilienmarkt
veröffentlicht. Außerdem hatte sich die Stimmung von Verbrauchern zuletzt
unerwartet stark aufgehellt.  

    Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec)
legte zuletzt etwas zu. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag
kostete ein Barrel (159 Liter) am Montag im Durchschnitt 111,20 Dollar. Das
waren 26 Cent mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis auf Basis
von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jkr/he


Anzeige