Bitte warten...
Börse Frankfurt

Devisen: Euro sinkt im US-Handel unter 1,32 US-Dollar

21.12.2012 21:40

Anzeige

    NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro  ist am Freitag unter die Marke von
1,32 US-Dollar gefallen. Als Belastung sahen Experten den Stillstand im
US-Haushaltsstreit. Dazu kämen die Diskussion um einen Schuldenschnitt des
angeschlagenen Eurozonen-Mitglieds Zypern und der Rücktritt des italienischen
Regierungschefs Mario Monti. Zuletzt kostete der Euro in New Yorker Handel
1,3174 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor
noch auf 1,3209 (Donnerstag: 1,3246) Dollar festgesetzt. 

    US-Präsident Barack Obama und die Republikaner müssen bis zum 31. Dezember
einen Kompromiss finden. Sonst droht im neuen Jahr die sogenannte Fiskalklippe:
Steuererhöhungen gepaart mit automatischen Ausgabenkürzungen. Der
republikanische Verhandlungsführer John Boehner wollte im Abgeordnetenhaus über
einen eigenen Plan zu Steuererhöhungen für Reiche abstimmen lassen, hatte das
aber abblasen müssen, weil er im eigenen Lager keine Mehrheit dafür gefunden
hatte. Die republikanischen Abgeordneten gingen in die Weihnachtsferien. Boehner
sagte, sie würden aber zurückkehren, wenn es nötig sei. Die Republikaner würden
den Dialog fortsetzen, um eine Lösung zu finden.

    Und auch die europäische Schuldenkrise machte wieder neue
Negativ-Schlagzeilen: Bei der Rettung des angeschlagenen Eurostaats Zypern
zeichnet sich keine einfache Lösung ab. Der scheidende Eurogruppen-Chef
Jean-Claude Juncker und Zyperns Präsident Dimitris Christofias lehnten einen
Schuldenschnitt für das Land ab, während die Bundesregierung keine Position
beziehen wollte. Derweil kam der Rücktritt von Monti nicht unerwartet: Der
italienische Regierungschef hatte schon vor zwei Wochen angekündigt, dass er nur
noch das Budget 2013 durchbringen und dann abtreten wolle, weil er für seine
Reformpolitik keine Unterstützung mehr im Parlament habe. Am Freitagabend war es
dann soweit./gl/jha/


Anzeige