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Börse Frankfurt

EU-Fischer dürfen mehr Nordsee-Hering fangen

18.01.2013 18:24

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    BRÜSSEL/CLONAKILTY (dpa-AFX) - Europas Fischer dürfen im laufenden Jahr mehr
Hering, Scholle und Seelachs aus der Nordsee ziehen. Darauf einigten sich die EU
und Norwegen am Freitag nach Marathonverhandlungen in Irland. Beim
Nordsee-Hering gibt es ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr, für
Scholle und Seelachs stiegen die Nordsee-Fangmengen um 15 Prozent. Das teilte
die EU-Kommission in Brüssel mit.

    Die Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und dem
Nicht-Mitgliedsland Norwegen waren nötig, weil die beiden Partner mehrere
Bestände im Nordatlantik gemeinsam bewirtschaften.

    Im Dezember hatten die europäischen Fischereiminister bereits vorläufige
Quoten für die Fischer der EU-Länder beschlossen. Die Mengen waren zunächst
niedrig angesetzt, weil die Norwegen-Verhandlungen noch ausstanden.
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hatte bereits damals letztlich
steigende Quoten vorhergesagt.

    Wie viel deutsche Fischer genau fangen dürfen, steht wohl erst nach einigen
Wochen Rechnerei fest - dann wollen die EU-Staaten die nationalen Fangquoten
beschließen.

    Zwar gibt es noch Verhandlungen mit anderen Anrainern wie Russland. Diese
haben aber nach Angaben von Diplomaten kaum noch Einfluss auf die Quoten. Die
Gespräche mit Norwegen fanden in Irland statt, weil das Land derzeit den Vorsitz
der EU-Länder hat./hrz/DP/stb


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