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Börse Frankfurt

AKTIE IM FOKUS 3: ThyssenKrupp schließt schwach - Steel Americas und HV im Fokus

18.01.2013 18:12

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    (neu: Schlusskurse, Analystenkommentare der Deutschen Bank und Credit
Suisse.)

    FRANKFURT (dpa-AFX) - ThyssenKrupp  haben am Freitag nach einem
Bericht über die Reaktion des Stahlkonzerns auf die Offerten für Steel Americas
schwach geschlossen. Daneben richtet sich der Blick auf die am Abend noch
andauernde Hauptversammlung des Stahlkonzerns, bei der verärgerte Aktionäre den
Aufsichtsrat um Chefkontrolleur Gerhard Cromme wegen Milliardenverlusten heftig
attackierten. Bis Handelsschluss fielen die Papiere um 1,82 Prozent auf 18,065
Euro und waren damit der zweitschwächste Wert im Dax . Dieser verlor
0,43 Prozent. 

    Laut "Handelsblatt" (HB) ist der Industrie- und Stahlkonzern unzufrieden mit
den Angeboten für seine amerikanischen Stahlwerke und "hat daher die
Interessenten aufgefordert, ihre Offerten nachzubessern", zitiert die Zeitung
aus Verhandlungskreisen. Die Essener wollen mit dem Verkauf mindestens den
Buchwert von 3,9 Milliarden Euro (rund 5,2 Milliarden US-Dollar) erlösen. Am
Vortag hatte das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf mit der
Angelegenheit vertraute Personen berichtet, dass ArcelorMittal 
 1,5 Milliarden Dollar für das Stahlwerk im US-Bundesstaat Alabama
bietet. Zudem habe der brasilianische Konzern CSN eine Offerte von 3,8
Milliarden Dollar für das US-Werk sowie für einen Mehrheitsanteil an dem
ThyssenKrupp-Werk in Brasilien abgegeben.

DEUTSCHE BANK BLEIBT BEI 'HOLD'

    Commerzbank-Analyst Ingo-Martin Schachel hält höhere Angebote durchaus für
möglich. Das gelte insbesondere, da die Finanzkraft von ArcelorMittal nach der
jüngsten Kapitalerhöhung gestiegen sei. Sollte ThyssenKrupp insgesamt vier
Milliarden Euro statt der von ihm geschätzten 3,5 Milliarden Euro erhalten,
könnte das Kursziel um einen Euro steigen. Das aktuelle Kursziel lautet 21,00
Euro und die Einstufung "Buy".

    Die Deutsche Bank hält nach den Presseberichten an ihrer "Hold"-Einstufung
mit einem Kursziel von 19,00 Euro fest. Das angebliche Gebot läge etwas höher
als von ihm geschätzt, schrieb Analyst Bastian Synagowitz in einer Studie
ThyssenKrupp dürfte demjenigen Bieter mit dem höheren Cash-Angebot den Vorzug
geben und das Werk komplett abstoßen, so der Experte. 

CREDIT SUISSE RÄT WEITER ZUM KAUF

    Auch Analyst Michael Shillaker von der Credit Suisse lässt seine
gegenwärtige Einstufung ("Outperform") und das Kursziel (25,00 Euro)
unverändert. Der Stahlkonzern habe nach dem offensichtlich vor dem Abschluss
stehenden Verkauf des Stahlgeschäfts in Amerika weitere Jahre voller
kurstreibender Veränderungen vor sich, schrieb er in einer Studie. In diesem
Jahr dürfte noch die für Mai erwartete Überprüfung des Geschäfts sowie die
wirtschaftliche Erholung den Kurs treiben. Darauf folgten dann die
wertsteigernde Wiederanlage der Einnahmen aus den Beteiligungsverkäufen sowie
die Transformation des Konzerns von einem Konglomerat hin zu einem
Technologieunternehmen./mis/rum/sf/he


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