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IWF begrüßt G20-Beschlüsse - Lagarde: Keine 'Währungskriege'

16.02.2013 15:59

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    WASHINGTON/MOSKAU (dpa-AFX) - Die Chefin des Internationalen Währungsfonds
(IWF), Christine Lagarde, hat die Ergebnisse des G20-Treffens der Finanzminister
am Samstag in Moskau begrüßt. "Ich begrüße die Entschlossenheit der G20, durch
gemeinsame Aktionen einen dauerhaften Abbau globaler Unausgewogenheiten zu
erreichen, um anhaltende falsche Wechselkurs-Ausrichtungen zu vermeiden", heißt
es in einer schriftlichen Erklärung. Die Finanzminister der führenden
Industriestaaten und Schwellenländer hatten sich zuvor gegen einen
Abwertungswettlauf der Währungen ausgesprochen.

    Lagarde teilte mit, die G20 hätten sich dazu verpflichtet, "sich
Protektionismus in allen Formen zu erwehren und die Märkte offen zu halten". Es
sei "ermutigend", dass die Gruppe ihre Entschlossenheit bekräftigt habe, sich
rascher auf ein stärker vom Markt bestimmtes Wechselkurs-System und
Wechselkurs-Flexibilität zuzubewegen.

    "Wir halten es für überzogen, von Währungskriegen zu sprechen", fuhr Lagarde
fort. Es gehe um Währungsbesorgnisse. "Die gute Nachricht ist, dass die G20
heute mit Kooperation reagiert haben anstatt mit Konflikt."

    Einem im Moskau verabschiedeten Kommuniqué zufolge sollen G20-Staaten ihre
Währungen nicht künstlich abwerten können, um wirtschaftlich konkurrenzfähig zu
bleiben. Die Geldpolitik eines Landes soll dem Papier zufolge auf stabile Preise
auf dem Binnenmarkt gerichtet sein sowie auf eine Stimulierung des
wirtschaftlichen Wachstums./ch/DP/zb


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