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Börse Frankfurt

PC-Flaute setzt Prozessoren-Primus Intel weiter zu

17.01.2013 22:29

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    SANTA CLARA (dpa-AFX) - Die schwachen Verkäufe klassischer Tischrechner und
Notebooks schlagen sich weiterhin auf den weltgrößten Halbleiter-Konzern Intel 
  durch. Im vierten Quartal sank der Umsatz um 3 Prozent auf
13,5 Milliarden US-Dollar (10,2 Mrd Euro). Der Gewinn schrumpfte im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum um 27 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar.

    Intel-Chef Paul Otellini sprach am Donnerstag von einem «herausfordernden
Umfeld". Intel dominiert mit seinen Prozessoren zwar den PC-Markt, doch schafft
es das Unternehmen aus dem kalifornischen Santa Clara seit Jahren nicht, im
boomenden Geschäft mit Smartphones und Tablets Fuß zu fassen.

2013 MODERATE ERHOLUNG ERWARTET

    Auch im Gesamtjahr fiel der Umsatz leicht. Für das laufende Jahr rechnet der
Branchenriese jedoch mit einer moderaten Erholung. Intel arbeitet daran, die
Lücke bei den mobilen Geräten zu schließen. Inzwischen gibt es erste Smartphones
auf dem Markt, die mit einem stromsparenden Atom-Chip von Intel laufen, etwa
Motorolas Razr-i. Im Laufe des Jahres ist mit weiteren Neuheiten zu rechnen.

    Mit dem Gewinn konnte Intel die tief hängenden Erwartungen der Analysten
übertreffen. Da die Geschäftszahlen ungewöhnlicherweise schon wenige Minuten vor
Börsenschluss in New York über die Ticker liefen, konnte die Aktie noch
reagieren: Im regulären Handel legte das Papier letztlich knapp 3 Prozent zu.
Nachbörslich bröckelte der Kurs aber wieder./das/DP/he


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