ROUNDUP 2: China rechnet mit 7,5 Prozent Wachstum - Exporte leicht erholt
10.11.2012 13:05
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PEKING (dpa-AFX) - China rechnet mit 7,5 Prozent Wachstum in diesem Jahr. In
der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt gebe es zunehmend "Zeichen der
Stabilisierung", sagte der Vorsitzende der mächtigen Reform- und
Entwicklungskommission (NDRC), Zhang Ping, am Samstag auf einer Pressekonferenz
am Rande des Parteitages der chinesischen Kommunisten in Peking. Im dritten
Quartal dieses Jahres war das Wachstum mit 7,4 Prozent auf den niedrigsten Stand
seit Anfang 2009 nach Ausbruch der globalen Finanzkrise gefallen.
Trotz einer leichten Erholung der Exporte im Oktober wird China seine
Außenhandelsziele für dieses Jahr aber nicht erreichen. Auch die Aussichten für
die nächsten Monate seien "vergleichsweise düster", sagte Handelsminister Chen
Deming. Die Exporte stiegen im Oktober etwas stärker als erwartet um 11,6
Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, während die Importe weiter schwach nur
mit 2,4 Prozent zulegten.
AUSSENHANDEL LEIDET
Nach weiteren Angaben des Statistikamtes in Peking wuchs der Außenhandel in
den ersten zehn Monaten des Jahres nur um 6,3 Prozent im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum. Das erklärte Ziel der Regierung, nach 22,5 Prozent Zuwachs im
Vorjahr in diesem Jahr zumindest zehn Prozent zu erreichen, kann damit nicht
mehr erreicht werden.
Der Handelsminister sagte, der Außenhandel leide unter der schwachen
Nachfrage wegen der globalen Wirtschaftsprobleme, den wachsenden
Produktionskosten in China selbst und dem zunehmenden Handelsprotektionismus. Im
nächsten Jahr werde es weiter "viele Schwierigkeiten" geben, sagte Chen Deming
mit Blick auf die Schuldenkrise in Europa und die Haushaltsprobleme in den USA.
WACHSTUM NAHE DER KRITISCHEN SCHWELLE
Im März hatte die Regierung ein Wachstumsziel von 7,5 Prozent vorgegeben. Es
war das erste Mal seit acht Jahren, dass weniger als acht Prozent angepeilt
worden waren. In der Vergangenheit wurde die gewöhnlich sehr vorsichtig
formulierte Vorgabe meist deutlich um ein oder zwei Prozentpunkte übertroffen.
Sieben Prozent klingen in Industrieländern viel, sind in einem Schwellenland
wie China wegen des großen Nachholbedarfs aber notwendig, um ausreichend
Arbeitsplätze zu schaffen und Entwicklungsprobleme zu lösen. Experten sehen die
kritische Schwelle bei sechs oder sieben Prozent./lw/DP/zb
