Bitte warten...
Börse Frankfurt

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax geht schwächer in das Wochenende

18.01.2013 18:09

Anzeige

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach zuletzt zwei freundlichen Tagen hat sich der Dax
 am Freitag schwächer in das Wochenende verabschiedet. Angesichts
gemischter Unternehmenszahlen aus den USA und global ebenfalls nicht in eine
Richtung zeigender Wirtschaftssignale kam es zu Gewinnmitnahmen. Der deutsche
Leitindex fiel am Ende um 0,43 Prozent auf 7.702,23 Punkte. Auf Wochensicht hat
er damit zwar 0,17 Prozent verloren, seit Jahresbeginn aber immer noch um mehr
als ein Prozent zugelegt. Die übrigen Indizes schlugen sich besser: Der TecDax
 gab am Freitag nur knapp um 0,01 Prozent auf 871,56 Zähler nach. Der
MDax  dagegen stieg um 0,53 Prozent auf 12.547,73 Punkte.

    Gutes zu vermelden gab es aus China: Die weltweit zweitgrößte
Volkswirtschaft hatte im vierten Quartal die Talsohle hinter sich gelassen. Dem
stand aber gegenüber, dass sich das von der Universität Michigan ermittelte
US-Konsumklima im Januar überraschend eingetrübt hatte. Außerdem waren jüngste
Unternehmenszahlen aus den USA gemischt ausgefallen: Der Mischkonzern General
Electric   und die Großbank Morgan Stanley  
wussten mit ihren Zahlen positiv zu überraschen, während dem Chipkonzern Intel 
  im Schlussquartal weiterhin die schwachen Verkäufe
klassischer Computer und Notebooks zu schaffen gemacht hatten.
 
COMMERZBANK FÜHEND IM DAX - BERICHT: STELLENSTREICHUNGEN

   Führend im Dax waren die Aktien der Commerzbank . Sie stiegen um
1,75 Prozent, nachdem es in einem Pressebericht geheißen hatte, das Institut
erwäge in Deutschland den Abbau von 4.000 bis 6.500 Stellen. Equinet-Analyst
Philipp Häßler sagte, durch andere Maßnahmen ließen sich die von der Bank
angestrebten Kostensenkungen kaum realisieren. Titel der Deutschen Bank
 schlossen dagegen im Minus und profitierten somit nicht von starken
Zahlen des US-Wettbewerbers Morgan Stanley.

   Titel von ThyssenKrupp  ruderten nach dem Anstieg vom Vortag
postwendend zurück. Nach einem kritischen Bericht gehörten sie mit Abgaben von
1,82 Prozent zu den größten Verlierern. Laut "Handelsblatt" ist der Konzern
unzufrieden mit den Angeboten für seine amerikanischen Stahlwerke und "hat daher
die Interessenten aufgefordert, ihre Offerten nachzubessern", zitiert die
Zeitung aus Verhandlungskreisen. Dennoch zeigte sich Unternehmenschef Heinrich
Hiesinger auf der Hauptversammlung zuversichtlich, den geplanten Verkauf bis zum
Herbst abschließen zu können.

PUMA AN MDAX-SPITZE - GERÜCHT: PPR WILL ALLES

    Im MDax waren die Titel von Bilfinger  gefragt. Titel des
Baudienstleisters profitierten mit plus 1,60 Prozent von einer vermeldeten
Übernahme in den USA. Analyst Marc Nettelbeck von der DZ-Bank bezeichnete den
Kauf des Wassertechnik-Spezialisten Johnson Screens als attraktiv. Spitzenreiter
waren aber die Puma-Aktien , die am Nachmittag plötzlich nach oben
schossen und letztlich mehr als vier Prozent gewannen. Händler begründeten dies
mit dem Gerücht, dass der französische Mehrheitsaktionär PPR  
ein Gebot für die noch nicht ihm gehörenden Anteile abgeben wolle. 

   Der EuroStoxx 50  verlor 0,34 Prozent auf 2709,59 Punkte. In Paris
stand ebenfalls ein Minus auf der Kurstafel, während die Londoner Börse
freundlich aus dem Handel ging. In New York lag der Leitindex Dow Jones zum
Handelsschluss in Europa knapp im Minus.

BUND-FUTURE STEIGT DEUTLICH

   Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere
bei 1,29 Prozent. Der Bund-Future stieg um 0,36 Prozent auf 143,15 Punkte. Der
Kurs des Euro fiel bis zuletzt knapp unter die Marke von 1,33 US-Dollar. Die
Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3324
(Donnerstag: 1,3368) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7505
(0,7481) Euro./tih/he

    --- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---


Anzeige