Bitte warten...
Börse Frankfurt

ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax kämpft sich in die Gewinnzone

04.01.2013 18:10

Anzeige

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem fulminanten Vorjahr hat der Dax  in
der ersten Handelswoche 2013 weiter zugelegt. Dank mehrheitlich guter US-Daten
kämpfte sich der deutsche Leitindex am Freitag in die Gewinnzone vor und schloss
0,26 Prozent höher bei 7.776,37 Punkten. Auf Wochensicht stieg er damit um 2,15
Prozent und knüpfte an sein Plus von 29 Prozent an, mit dem er 2012 die meisten
wichtigen Indizes weltweit ausgestochen hatte. Für den MDax  ging es
am Freitag um 0,47 Prozent auf 12.244,01 Punkte und damit auf einen Rekordstand
hoch. Der TecDax  gewann 0,14 Prozent auf 855,24 Punkte.

    Der jüngste monatliche US-Arbeitsmarktbericht belegt laut Volkswirten eine
Fortsetzung des moderaten Aufwärtstrends und der Konjunkturerholung. Zudem hat
sich die Stimmung der US-Dienstleister spürbar verbessert, wie der höchste Stand
des Einkaufsmanagerindex seit dem vergangenen Februar zeigte - Volkswirte hatten
hingegen eine leichte Eintrübung erwartet. Die Arbeitslosenquote, an welche die
US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik gekoppelt hat, verharrte im Dezember
allerdings bei 7,8 Prozent. 

AUTOTITEL UNEINHEITLICH NACH GUTEN US-ABSATZZAHLEN

    Zudem begrenzten Fed-Aussagen vom Vorabend über ein mögliches Ende ihrer
Anleihekäufe schon im laufenden Jahr die Börsengewinne. Beobachter fürchten, dem
Aktienmarkt könnte wieder ein Teil der Liquidität entzogen werden, die die Kurse
in den letzten Monaten so deutlich angetrieben hat. Zudem hatten die
Auftragseingänge der US-Industrie stagniert, während Experten auf einen
moderaten Anstieg gesetzt hatten. 

    Im Dax profitierten die Papiere der Autobauer mehrheitlich nur zum
Börsenstart von guten US-Absatzzahlen in den USA. Am besten hielten sich noch
Daimler , die 0,41 Prozent höher schlossen. BMW  verteuerten
sich lediglich um marktkonforme 0,25 Prozent und die Volkswagen
-Vorzüge gingen fast unverändert aus dem Handel. In der weltgrößten
Volkswirtschaft ist von einer Kaufzurückhaltung wie in Europa nichts zu spüren.

AUCH EUROPÄISCHE BÖRSEN SCHLIESSEN HÖHER

    Als zweitstärkster MDax-Wert stiegen die Aktien von Sky Deutschland
 nach Bekanntgabe einer Kooperation um knapp drei Prozent. Damit
knüpften die Titel des Bezahlsenders an ihre rasante Vorjahresentwicklung an,
die ihnen fast eine Verdreifachung des Kurses beschert hatte. Die Deutsche
Telekom  hatte sich nach dem Verlust der Bundesligarechte mit Sky auf
eine umfassende Zusammenarbeit geeinigt. Auch die T-Aktien profitierten mit fast
anderthalb Prozent Plus von der Meldung. Die Metro-Aktien  legten um
fast zweieinhalb Prozent zu, wofür laut Händlern überraschend gute deutsche
Einzelhandelsumsätze im November verantwortlich waren.

    Der EuroStoxx 50  schloss 0,30 Prozent höher bei 2.709,35 Punkten.
In Paris und London legten die nationalen Indizes ebenfalls zu. Der New Yorker
Leitindex Dow Jones Industrial  notierte zum europäischen Börsenschluss
hauchdünn im Plus. 

UMLAUFRENDITE STEIGT

    Am Anleihemarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere
von 1,16 Prozent am Vortag auf 1,25 Prozent. Der Rentenindex Rex  sank
um 0,34 Prozent auf 133,81 Punkte. Der Bund Future  sank um
0,51 Prozent auf 142,84 Punkte. Der Euro  notierte bei 1,3051
US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs auf 1,3012
(Donnerstag: 1,3102) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,7685 (0,7632)
Euro gekostet./gl/he

    --- Von Gerold Löhle, dpa-AFX --- 


Anzeige