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ROUNDUP: SAP weist Bericht über gekappte variable Vergütung zurück

17.01.2013 18:40

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    WALLDORF (dpa-AFX) - Der Softwareriese SAP  hat einen Medienbericht
zurückgewiesen, wonach sich seine Mitarbeiter zwangsläufig auf Einschnitte bei
ihrer variablen Vergütung für 2012 einstellen müssen. Zuvor hatte der
"Mannheimer Morgen" berichtet, dass die Boni für die Belegschaft trotz des
Rekordjahres deutlich sinken würden - nämlich auf 100 Prozent eines
Monatsgehalts, nach 130 Prozent im Vorjahr. Der Grund war dem Blatt zufolge das
knapp verpasste Ergebnisziel bei SAP.

    Ein Sprecher des Dax -Konzerns bezeichnete diese Darstellung am
Donnerstag als falsch. In dem Bericht seien verschiedene Bestandteile der
variablen Vergütung durcheinandergeraten. Außerdem gebe es seit kurzem weitere,
ganz neue Säulen in dem System, das die zusätzlichen Zahlungen und Leistungen
neben den festen Monatsgehältern regelt. Schon deswegen sei ein Vergleich
einzelner Leistungen ohne das neue Gesamtbild des geänderten Vergütungssystems
nicht mehr möglich. Es bestehe neben einer Erfolgsbeteiligung und den Boni, über
die auch individuelle Ziele entscheiden, zum Beispiel noch aus Aktienpaketen.

    Der "Mannheimer Morgen" erklärte auf Nachfrage, bei seiner Darstellung zu
bleiben. In einem Gespräch mit der SAP-Pressestelle seien entsprechende
Äußerungen gefallen. In dem Bericht stand unter anderem, dass der Bonus gemäß
einer internen Skala bei SAP eigentlich sogar unter 100 Prozent gefallen wäre,
das SAP-Management aber angesichts des Rekordjahres mit einem zusätzlichen Topf
von 100 Millionen Euro gegensteuerte. Dem Sprecher zufolge geht es bei diesem
Zuschuss jedoch nur um eine von mehreren Stellschrauben zur Bemessung der Boni.
Entscheidend für das Gesamtbild seien alle Säulen der variablen Vergütung. Und
dabei könne von Einschnitten keine Rede sein./ols/loh/DP/stb


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