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Anleihen – Anlage mit (meist) fester Verzinsung



Anleihen sind ein Klassiker unter den Wertpapieren und gehören in jedes Depot. Ein Investment in Anleihen ist auch für unsere Protagonisten Anna und Michael sehr interessant. In diesem Video erfahren Sie zusammen mit den Beiden, welche besonderen Eigenschaften Anleihen besitzen und worauf Sie bei der Anlage achten sollten.

Großes Angebot, feste Zinsen, Rückzahlung am Laufzeitende

Der Anleihen-Markt boomt: Fasst man die Finanzmärkte Europas und Nordamerikas zusammen, so wurden im Januar 2017 so viele Anleihen herausgegeben wie noch nie in einem Monat zuvor. Viele dieser Anleihen werden auch über die Börsen gehandelt.


Doch nochmal auf Anfang. Damit Sie wissen, was gemeint ist, wenn von Anleihen die Rede ist, hier eine Erklärung: Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere. Sie werden auch Renten, Bonds, Schuldverschreibungen oder Obligationen genannt. Herausgegeben – das Fremdwort dafür ist emittiert – werden sie z.B. von Kreditinstituten, Staaten, Gemeinden oder von Unternehmen. Sie dienen denjenigen, die Anleihe ausgeben, den Emittenten, zur langfristigen Beschaffung von Kapital.

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Wenn Sie eine Anleihe kaufen, leihen Sie dem Anbieter Geld, das Sie am Ende zurückbekommen und für das Sie eine Verzinsung bekommen, so die Regel. Anleihen sind eine Art Kredit und Sie als Inhaber der Anleihe Gläubiger. Das Recht auf Rückzahlung, Höhe und Turnus der Verzinsung sowie die Laufzeit werden neben anderen Merkmalen in den Emissionsbedingungen verbrieft.


Schwarz auf Weiß: Die wichtigsten Merkmale einer Anleihe

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Nennwert: Der Nennwert ist der auf der Anleihe vermerkte Geldbetrag. Er gibt die Höhe der Geldforderung an und bildet die Basis der Verzinsung. Ein anderes Wort dafür ist nominal.

Verzinsung: Die Zinsen auf eine Anleihe werden meist in Prozent angegeben und können jährlich, halbjährlich, vierteljährlich oder sogar monatlich gezahlt werden. In Deutschland sind jährliche Zinszahlungen üblich. Die Höhe der Verzinsung hängt von der Zahlungsfähigkeit eines Emittenten ab, der Bonität. Je schlechter die Bonität, desto höher ist das Risiko, dass die Anleihe nicht zurückgezahlt wird. Entsprechend erwarten die Käufer einer Anleihe eine höhere Verzinsung ihres eingesetzten Kapitals.

Laufzeit: Das ist der Zeitraum, in dem das Kapital in der Anleihe gebunden ist. Nach Ende der Laufzeit zahlen Emittenten Anleihen in der Regel zum Nennwert zurück. Während der Laufzeit können sie auch an der Börse verkauft werden, allerdings zum dann gültigen Kurs und der weicht meist vom Nennwert ab. Er kann darüber oder darunter liegen.

Tilgung: Üblicherweise werden Anleihen am Ende ihrer Laufzeit getilgt, also zurückgezahlt. Man unterscheidet bei sogenannten Tilgungsanleihen zwischen solchen mit endfälliger Tilgung, und solchen mit Raten- oder Annuitätentilgungen.

Die häufigste Art der Rückzahlung ist die endfällige Tilgung. Das bedeutet, dass Emittent den Gesamtbetrag der von ihnen ausgegebenen Anleihe am Ende der Laufzeit zurückzahlen. Raten- und Annuitätenanleihen werden bereits während der Laufzeit getilgt. Kommen Emittenten in Zahlungsschwierigkeiten oder fallen ganz aus, werden Anleihen nicht zurückgezahlt.

Ausgabekurs: Anleihen können bei der Emission zum Nennwert (zu pari), unter Nennwert (unter pari) oder über Nennwert (über pari) ausgegeben werden. Anleihen werden häufiger unter pari, also unter 100 Prozent vom Nominalbetrag, ausgegeben, aber zu 100 Prozent zum Laufzeitende getilgt. Dadurch wird ein Teil des eingesetzten Kapitals erst mit Laufzeitende verzinst.

Prozentnotierung: Die meisten Anleihen werden an der Börse gehandelt. Anders als Aktien, für die Anleger einen Eurobetrag je Aktie bezahlen, sind Anleihepreise in Prozent angegeben und können über oder unter dem Nennwert liegen.

Anleger zahlen also für einen bestimmten Nominalbetrag den prozentualen Preis in Euro. Notiert eine Anleihe bei 105 Prozent, muss für eine Anlage von 1.000 Euro nominal 1.050 Euro real gezahlt werden. Der Anleihekurs ergibt sich wie bei Aktien aus dem Angebot und der Nachfrage.

Stückzinsen: Werden Anleihen während der Laufzeit gekauft oder verkauft, zahlen die Käufer an die Verkäufer zusätzlich zu dem realen Kaufbetrag Stückzinsen. Seit dem vorherigen Zinstermin sind nämlich Zinszahlungen aufgelaufen, die beim nächsten Zinstermin an die neuen Inhaber der Anleihe gehen und mit den Stückzinsen den Altinhabern vergolten werden. Die veröffentlichten Anleihepreise sind meist ohne Stückzinsen, so dass diese noch zum angelegten Geld hinzukommen.

Mindestanlage und Stückelung: Die meisten Anleihen haben einen Mindestanlagebetrag, häufig 1.000 oder 100.000 Euro nominal. Außerdem können sie nur in bestimmten Nennwertschritten gekauft werden, der Stückelung. Aktien werden übrigens ab einem Stück gehandelt.

Wie sicher sind Anleihen?

Anders als bei einer Aktie, verfügen Sie als Besitzer einer Anleihe über keinerlei Eigentums- oder Aktionärsrechte an dem Emittenten der Anleihe. Anleger erhalten mit ihrem Investment lediglich ein Schuldrecht gegenüber dem Emittenten, dem sie ihr Geld überlassen. Anleihen sind also mit dem Risiko verbunden, dass die Emittenten die Zinsen nicht zahlen, bzw. im Extrem die Anleihe überhaupt nicht zurückzahlen können.

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Anleger müssen entscheiden, ob sie Emittenten zutrauen, dass diese die Anleihe am Ende der Laufzeit zurückzahlen kann können. Dazu ein historisches Beispiel: Im US-amerikanischen Bürgerkrieg (1861–1865) hatten die Südstaaten eine Anleihe zur Kriegsfinanzierung emittiert. Der Krieg war zu Ende, die Südstaaten besiegt und insolvent. Die Folge: Die Anleihe wurde nicht zurückgezahlt, die Anleger verloren ihr Geld.

Dennoch gelten Anleihen wegen ihrer verbrieften Verzinsung als weniger riskant gegenüber Aktien. Deswegen sind die Durchschnittsrenditen von Aktien, d.h. Dividenden und Kursgewinne höher als die Anleiherenditen – Kursgewinn und Verzinsung – vergleichbarer Emittenten mit entsprechendem Risiko.

Kriterien für Anleihen: Schuldenstand, Neuverschuldung, wirtschaftliche Beständigkeit

Die Sicherheit der Anlage, vor allem die Bonität der Emittenten, sollte im Vordergrund stehen, wenn Sie Anleihen kaufen möchten. Doch woran erkennen Sie, wie sicher eine Anleihe ist?

Falls Sie zum Beispiel in Staatsanleihen investieren möchten, sind folgende Kriterien für die Beurteilung der Kreditwürdigkeit entscheidend: der Schuldenstand im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Nettoneuverschuldung, das Wachstum der Volkswirtschaft und die politische Stabilität.

So gilt zum Beispiel eine Verschuldung von mehr als 60 Prozent des BIP als vergleichsweise hoch und überschreitet auch die Kriterien, die der Vertrag von Maastricht für die Mitglieder der Euro-Zone vorgibt. Für viele Anleger ist deswegen der Trend zur Neuverschuldung entscheidender als die absolute Verschuldung. Bei Schwellenländern kommt es dagegen darauf an, wie stabil die dortigen politischen Verhältnisse sind.

Wenn Sie Anleihen von Unternehmen zeichnen möchten, kommt es darauf an, ob das jeweilige Unternehmen auch wirtschaftlich schwierige Phasen meistern kann.

Hier finden Sie Informationen über die Kreditwürdigkeit von Staaten und Unternehmen

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Sie müssen nicht selbst mühselig nach der Kreditwürdigkeit von Staaten und Unternehmen recherchieren. Professionelle Rating-Agenturen bewerten die Kreditwürdigkeit von Schuldnern und fassen ihre Beurteilung in Noten von Dreifach A ("AAA") über C bis "D" zusammen. Diese Bewertungen finden Sie auf Finanzportalen im Internet und den jeweiligen Webseiten der einzelnen Agenturen. Boerse-frankfurt.de bietet eine Matrix mit einer Einordnung der verschiedenen Bonitätsnoten.

Die nachfolgenden Hinweise und Informationen wurden von der VOLTABOX AG (die  “Emittentin”) für die Zwecke der Veröffentlichung des Wertpapierprospekts der Emittentin erstellt. Die Deutsche Börse AG übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der von der Emittentin zur Verfügung gestellten Hinweise und Informationen.

 

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