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Grundlagen: So funktioniert Börse

Marktplatzprinzip
So funktioniert Börse
Börse ist nicht so abstrakt, wie sie Neulingen erscheinen mag. Die Akteure nutzen eine Sprache, die zunächst vielleicht unverständlich klingt. Doch ist Börse nichts anderes als ein Marktplatz, wie z.B. ein Gemüsemarkt, auf dem Händler ihre Waren anbieten und Einzelhändler für ihre Kunden kaufen, was diese brauchen.

Am ehesten kann man eine Börse mit einem Großmarkt vergleichen. Ebenso wie an der Börse treffen dort die eigentlichen Endverbraucher und Verkäufer selten direkt aufeinander. Erzeuger verkaufen ihre Waren an Großhändler, bei diesen beschaffen sich etwa Gemüsehändler ihre Waren. Endverbraucher kaufen wiederum Gemüsehändlern ein.

Die Börse handelt selbst nicht, genausowenig wie der Betreiber eines Großmarkts dort einen Stand hat. Sie organisiert den Markt, kümmert sich um die Regeln, stellt die Infrastruktur wie z.B. das Handelssystem aber auch das Haus bereit, sorgt für die Aufsicht, macht Werbung für den Marktplatz.

Für den Handel selbst greift die Börse auf die Hilfe von Wertpapierhandelsbanken zurück, den Marktteilnehmer im engeren Sinne. Im weiteren Sinne schließt der Begriff 'Marktteilnehmer' auch Investoren mit ein.

Die Erzeuger an der Börse sind die Emittenten der Wertpapiere, bei Aktien und Anleihen handelt es sich dabei um Unternehmen, bei Derivaten sind das Banken.

Übrigens: Die Marktplätze der Frankfurter Börse, d.h. der Parketthandel und die Plattform Xetra, gehören zu den größten Marktplätzen weltweit.

Inzwischen werden die Geschäfte überwiegend vollelektronisch abgewickelt. Dabei treten auch die Börsenhändler nicht mehr direkt miteinander in Kontakt, sondern ein Computersystem gleicht die Kauf- und Verkaufswünsche ab.

© Mai 2016 - Deutsche Börse AG


Grundlagen: So funtioniert Börse