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12.02.2019 08:35:31
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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax lässt 11000 Punkte hinter sich


FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte sich am Dienstag etwas weiter von der umkämpften Marke von 11 000 Punkten absetzen. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte gut eine Stunde vor dem Handelsstart einem Aufschlag von 0,73 Prozent auf 11 095 Punkten. Der EuroStoxx 50 wird mit 0,5 Prozent im Plus erwartet.

In der Vorwoche war der Dax angesichts wieder verstärkter Sorgen um den Handelsstreit zwischen den USA und China bis auf 10 863 Punkte abgetaucht, bevor er sich zum Wochenauftakt wieder etwas stabilisierte. Asiens Handelsplätze machen Hoffnung auf eine weitere Erholung. So legten in China die Börsen, die sich tags zuvor sehr stark aus einer einwöchigen Feiertagspause zurückgemeldet hatten, weiter zu. Auch der Nikkei-225 ist nach dem durch einen Feiertag verlängerten Wochenende in Japan auf Erholungskurs Richtung 21 000 Punkte.

Während der Handelsstreit mit dem Besuch der hochrangigen US-Delegation in Peking in der zweiten Wochenhälfte wieder in den Fokus rückt, gibt es positive Signale zum US-Haushaltsstreit: Mehrere US-Medien berichteten unter Berufung auf die führenden Unterhändler über eine "grundsätzliche Einigung" zwischen Demokraten und Republikanern im US-Kongress. Dies sei ein positives Signal für die Wirtschaft und die Börse, kommentierte Experte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Zudem wird die britische Premierministerin Theresa May voraussichtlich am frühen Nachmittag eine Erklärung im Parlament über den Stand der Brexit-Verhandlungen abgeben. Es dürfte dabei nicht viel zu verkünden geben, glaubt Altmann. Der Brexit werde immer mehr zum Geduldspiel. Am Ende werde May wohl nichts anderes übrig bleiben, als den Brexit zu verschieben, womit sich die Unsicherheit weiter hinziehe.

Am deutschen Markt setzt sich am zweiten Handelstag der Woche die Berichtssaison mit Thyssenkrupp aus dem Dax sowie Metro AG und Scout24 aus dem MDax fort.

Der Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp verzeichnete zum Jahresauftakt ein schwächeres operatives Ergebnis. Dennoch halte der Konzern an der Prognose für das Gesamtjahr fest, womit der Markt nach den Gewinnwarnungen der Konkurrenz nicht gerechnet habe, sagte Analyst Milan Cutkovic vom Broker AxiTrader. Zudem dürfen die Investoren dank des Wachstums bei Auftragseingängen und Umsatz etwas aufatmen. Vorbörslich auf Tradegate standen die Papiere zum Xetra-Schluss höher.

Beim Handelskonzern Metro belasteten negative Währungseffekte sowie Preissenkungen in Russland das Ergebnis zum Jahresauftakt. Der Betreiber von Anzeigenportalen Scout24 veröffentlichte für 2018 zweistellige Wachstumszahlen bei Umsatz und Ergebnis. Vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate reagierten Scout24 mit Kursgewinnen.

Reger Handel fand zudem erneut bei Wirecard statt, die wegen behördlicher Untersuchungen in Singapur und hoher Kursschwankungen seit Tagen im Fokus stehen. Wegen der stark gestiegenen Volatilität senkte die HSBC ihr Kursziel von 240 auf 170 Euro, rät aber weiter zum Kauf. Auf Tradegate gewannen Wirecard mehr als 2 Prozent auf 105,70 Euro und stabilisierten sich damit weiter nach ihrem in der vergangenen Woche heftigen Kurssturz./ajx/fba

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