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08.03.2018 15:15:23
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Aktien Frankfurt: Dax gibt nach - EZB bereitet Anleger auf Ende der Geldflut vor


FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine leicht schärfere Tonart der Europäischen Zentralbank (EZB) in puncto Geldpolitik hat den Dax am Donnerstag im Minus gehalten. Der deutsche Leitindex gab bis zum frühen Nachmittag um 0,39 Prozent auf 12 197,31 Punkte nach. Seit Wochenbeginn hat sich das Börsenbarometer gleichwohl wieder um gut 2 Prozent nach vorn gearbeitet, obwohl es sich zwischenzeitlich auf dem tiefsten Stand seit Februar 2017 wiedergefunden hatte.

In der zweiten deutschen Börsenreihe ging es für den MDax am Donnerstag um 0,19 Prozent auf 25 786,82 Punkte nach unten. Der TecDax der Technologiewerte hingegen zog um 1,43 Prozent auf 2632,58 Punkte an. Hier half unter anderem ein Kurssprung bei den Aktien des Wirkstoffforschers Evotec. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wiederum legte nur leicht zu.

Europas Währungshüter tasten sich an einen Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik heran. Bei ihrer Zinsentscheidung verzichtete die EZB auf die zuletzt übliche Formulierung, dass die Notenbank ihre milliardenschweren Anleihenkäufe zur Stützung der Konjunktur ausweiten könnte, sollten sich die Rahmenbedingungen verschlechtern.

Volkswirte werten das als Signal zur Vorbereitung der Finanzmärkte auf ein Ende der Geldflut, welche die Aktienmärkte bereits seit Jahren antreibt. Den Leitzins im Euroraum beließ der EZB-Rat wie erwartet auf dem Rekordtief von 0 Prozent. Zudem müssen Geschäftsbanken, die Geld bei der Notenbank parken, dafür weiterhin 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen.

Darüber hinaus will US-Präsident Donald Trump noch am Donnerstag die umstrittenen Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte verhängen. Dabei sollen jedoch die Nachbarn Mexiko und Kanada eine Schonfrist erhalten.

Ansonsten konzentrierten sich die Anleger auf die noch laufende Berichtssaison der Unternehmen. So fielen die Aktien der Merck KGaA am Dax-Ende um fast 5 Prozent auf 77,10 Euro. Das Pharma- und Spezialchemieunternehmen stellte für 2018 ein lediglich moderates organisches Umsatzwachstum in Aussicht. Der Auto- und Motorradbauer BMW kann dank steigender weltweiter Verkäufe die Sorgen um den Dieselantrieb weitgehend abstreifen. Die Papiere der Münchener lagen nur minimal im Minus.

Am MDax-Ende brachen die Aktien von Axel Springer nach Ergebnissen für 2017 und Prognosen für 2018 überraschend um mehr als 8 Prozent ein. Ein Händler führte die hohen Einbußen darauf zurück, dass die Zahlen und der Ausblick der Mediengruppe die hohen Kursgewinne der vergangenen Monate nicht rechtfertigten. Zweitschwächster Wert waren die Anteilsscheine von Hugo Boss mit einem Abschlag von fast 7 Prozent. Die vom Modekonzern in Aussicht gestellte Spanne für den operativen Gewinn in diesem Jahr verfehlte die Markterwartung.

An der MDax-Spitze profitierten die Papiere des Baukonzerns Hochtief mit einem Plus von fast 8 Prozent von den Gesprächen seines spanischen Mutterkonzerns ACS und der italienischen Atlantia über eine Übernahme des spanischen Autobahnbetreibers Abertis. Sowohl Hochtief als auch Atlantia wollen Abertis kaufen. Mit den Gesprächen könnte nun die Gefahr eines weiteren Bietergefechts um Abertis abgewendet werden. Möglicherweise teilen die beiden Bieter Abertis unter sich auf.

An der TecDax-Spitze schnellten die Anteilsscheine von Evotec um fast 10 Prozent in die Höhe. Der Wirkstoffforscher und der französische Pharmakonzern Sanofi loten eine gemeinsame Entwicklung von Medikamenten gegen Infektionskrankheiten aus. Der spanische Telekomkonzern Telefonica schließlich spielt einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge einen Ausstieg bei seiner deutschen Tochter Telefonica Deutschland (O2) durch. Deren Aktien gewannen gut 2 Prozent.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,46 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,01 Prozent auf 139,29 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,20 Prozent auf 156,34 Punkte nach. Der Euro notierte zuletzt bei 1,2437 US-Dollar. Der Dollar kostete damit 0,8041 Euro. Die EZB hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,2417 (Dienstag: 1,2411) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8054 (0,8057) Euro kostet./la/jha/

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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