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08.03.2018 12:15:24
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Aktien Frankfurt: Dax gibt nach jüngster Erholung wieder etwas nach


FRANKFURT (dpa-AFX) - Die jüngste Erholung des Dax ist am Donnerstag ins Stocken geraten. Der deutsche Leitindex gab nach einem verhaltenen Start etwas nach und fiel bis zum Mittag um 0,31 Prozent auf 12 207,38 Punkte. Seit Wochenbeginn hat sich das Börsenbarometer gleichwohl wieder um rund 2,5 Prozent nach vorn gearbeitet, obwohl es sich zwischenzeitlich auf dem tiefsten Stand seit Februar 2017 wiedergefunden hatte.

In der zweiten deutschen Börsenreihe ging es für den MDax am Donnerstag um 0,10 Prozent auf 25 809,72 Punkte nach unten. Der TecDax der Technologiewerte hingegen zog um 1,65 Prozent auf 2638,22 Punkte an. Hier half unter anderem ein Kurssprung bei den Aktien des Wirkstoffforschers Evotec. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wiederum trat nahezu auf der Stelle.

Vor dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Nachmittag agierten die Anleger vorsichtig, schrieb Marktanalyst David Madden vom Handelshaus CMC Markets UK. Die EZB befindet sich seit längerem im Zwiespalt: Auf der einen Seite spricht einiges für eine weniger lockere Geldpolitik, allen voran das robuste Wirtschaftswachstum im Euroraum. Auf der anderen Seite bereitet der Zentralbank die immer noch verhaltene Inflationsentwicklung Kopfzerbrechen.

Zudem will US-Präsident Donald Trump noch am Donnerstag die umstrittenen Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte verhängen. Dabei sollen jedoch die Nachbarn Mexiko und Kanada eine Schonfrist erhalten.

Ansonsten konzentrierten sich die Anleger erst einmal auf jüngste Analystenkommentare und die noch laufende Berichtssaison der Unternehmen. So fielen die Aktien der Merck KGaA am Dax-Ende um mehr als 5 Prozent auf 76,82 Euro. Das Pharma- und Chemieunternehmen stellte für 2018 ein lediglich moderates organisches Umsatzwachstum in Aussicht.

Unter den Spitzenreitern im Dax zogen die Anteilsscheine von Adidas um fast 2 Prozent an. Die US-Investmentbank Merrill Lynch hatte die Papiere zum Kauf empfohlen. Nach einer Periode starken Umsatzwachstums trete der Sportartikelkonzern nun in die Phase höherer Profitabilität ein, schrieb Analystin Sophie Park.

Am MDax-Ende brachen die Aktien von Axel Springer nach Ergebnissen für 2017 und Prognosen für 2018 überraschend um fast 10 Prozent ein. Ein Händler führte die hohen Einbußen darauf zurück, dass die Zahlen und der Ausblick der Mediengruppe die hohen Kursgewinne der vergangenen Monate nicht rechtfertigten. Zweitschwächster Wert waren die Anteilsscheine von Hugo Boss mit einem Abschlag von mehr als 4 Prozent. Die vom Modekonzern in Aussicht gestellte Spanne für den operativen Gewinn in diesem Jahr verfehlte die Markterwartung.

Derweil verzeichnete der Kraftwerksbetreiber Uniper im vergangenen Geschäftsjahr erneut einen Verlust, was die Aktien um rund 0,5 Prozent ins Minus drückte. Höhere Mieten und der Kauf weiterer Wohnungen trieben derweil den Immobilienkonzern LEG weiter an: Die Aktien gewannen knapp 1 Prozent.

Aktien des Baukonzerns Hochtief profitierten mit einem Plus von gut 4 Prozent von den Gesprächen seines spanischen Mutterkonzerns ACS und der italienischen Atlantia über eine Übernahme des spanischen Autobahnbetreibers Abertis. Sowohl Hochtief als auch Atlantia wollen Abertis übernehmen. Mit den Gesprächen könnte nun die Gefahr eines weiteren Bietergefechts um Abertis abgewendet werden. Möglicherweise teilen die beiden Bieter Abertis unter sich auf.

An der TecDax-Spitze schnellten die Anteilsscheine von Evotec um fast 7 Prozent in die Höhe. Der Wirkstoffforscher und der französische Pharmakonzern Sanofi loten eine gemeinsame Entwicklung von Medikamenten gegen Infektionskrankheiten aus./la/ag

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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