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13.09.2018 12:59:44
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Börse Frankfurt News

Auslandsaktien: Autobranche unter Druck



Neben den etablierten Autoherstellern müssen nun auch Elektroautobauer an der Börse Federn lassen - siehe Tesla. Viele Anhänger hat die Branche derzeit nicht.
13. September 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die Autoindustrie, schon lange im Umbruch, steht an einer neuen Wegscheide: Der ehemalige Börsenliebling Tesla ist abgestürzt, der chinesische Tesla-Rivale Nio blieb bei seinem Börsengang am gestrigen Mittwoch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Gehofft hatte Nio angeblich auf einen Marktwert von bis zu 20 Milliarden US-Dollar, es wurden aber nur 6,4 Milliarden.

Von Tesla wenden sich immer mehr der bisherigen Anhänger ab. "Tesla kämpft schon länger darum, die Produktionsziele für sein angeblich massentaugliches Model 3 zu erreichen", stellt Walter Vorhauser von Oddo Seydler fest. Dazu kamen weitere Probleme: Für Aufruhr sorgte die Ankündigung von Tesla-Gründer Elon Musk, sein Unternehmen von der Börse zu nehmen, was er dann kurz darauf widerrief. Zuletzt gab es einen Aderlass hochrangiger Manager und peinliche öffentliche Auftritte von Musk. Die Tesla-Aktie (WKN A1CX3T), die Anfang August noch 321 Euro kostete, fiel auf 225 Euro. Aktuell sind es 247 Euro - gegenüber dem Allzeithoch vom Sommer 2017 immer noch ein Minus von 27 Prozent.

Doch auch die europäischen Autoaktien haben - gemessen am Stoxx Europe Automobiles & Parts - kräftig verloren. Seit Jahresanfang kommen sie auf ein Minus von 14 Prozent, beim marktbreiten Stoxx Europe 600 sind es hingegen nur minus 3 Prozent. Die Handelsstreitigkeiten mit den USA mit drohenden Zöllen sowie, immer noch, der Dieselskandal machen den Autowerten zu schaffen - ganz abgesehen vom Wandel zur Elektromobilität.



Für die schlechte Performance des europäischen Branchenindex sind auch nicht nur die deutschen Autobauer verantwortlich. Kursverluste hinnehmen mussten auch andere Unternehmen wie Renault (WKN 893113), Fiat Chrysler (WKN A12CBU) und Zulieferer wie Faurecia (WKN 867025) und Michelin (WKN 850739).

Peugeot als Ausreißer nach oben
 

Eine der wenigen Ausnahmen bildet Peugeot (WKN 852363), wie Roland Stadler von der Baader Bank feststellt. Die Aktie kostete Ende 2017 noch knapp 17 Euro, jetzt sind es 23,90 Euro ¬¬- ein Zehnjahreshoch. Für Peugeot läuft es gut im Moment: Im ersten Halbjahr konnte der Konzern seinen Umsatz um über 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern, der Nettogewinn erhöhte sich auf 1,7 Milliarden Euro, ein Plus von 242 Millionen Euro. PSA profitierte von Sparmaßnahmen und teureren Geländewagen. Generell gut an kommt die Arbeit von Konzernchef Carlos Tavares und der schnelle Turnaround bei Opel. Opel hatte mit einem positiven operativen Ergebnis in Höhe von 502 Millionen Euro im ersten Halbjahr überrascht.

Stadler Stadler
 

Chinas Autobauer leiden noch mehr

Chinas Wirtschaft und auch die Aktienmärkte leiden schon jetzt unter höheren US-Zöllen. So hat sich der Kurs von Great Wall Motors (WKN A0M4X0), einem der größten chinesischen Autobauer, an der Börse Frankfurt in diesem Jahr halbiert, wie Stadler bemerkt. Aktuell kostet die Aktie 0,47 Euro, in der Spitze im April 2015 waren es sogar fast 3,50 Euro. Vorhauser verweist auf die Aktie des chinesisches Autobauers Geely (WKN A0CACX), zu dem auch Volvo gehört. Die hat sich ebenfalls seit Jahresanfang fast halbiert.

Autoaktien zu billig?

Derzeit ist die Frage, ob die etablierten Autobauer nicht doch aufholen - und ihre überwiegend schwache Bewertung an der Börse wieder wettmachen können. Sie haben zuletzt ordentlich aufgerüstet und wollen in den nächsten Monaten neue, attraktive Elektromodelle auf den Markt bringen. Analysten weisen darauf hin, dass es eben doch nicht so leicht ist, sich als neuer Autobauer zu etablieren - dafür brauche es viel Zeit und sehr viel Geld. Bislang sind Aktienanalysten allerdings noch skeptisch: Für europäische Autobauer wie BMW, Daimler, Renault und Peugeot gibt es jedenfalls derzeit überwiegend "Halten"- und "Verkaufen"-Empfehlungen, nur wenige Aktienanalysten stufen die Titel auf "Kaufen".

von: Anna-Maria Borse
13. September 2018, © Deutsche Börse AG

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