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12.10.2017 15:06:34
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Auslandsaktien: Ernährungstrends fordern Lebensmittelkonzerne



Immer mehr Menschen setzen auf eine ausgewogene Ernährung mit frischen Zutaten. Das stellt traditionelle Lebensmittel-Konzerne wie Kellogg, Kraft und Tyson vor besondere Herausforderungen.
12. Oktober 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Rekordverdächtige 7.400 Anbieter aus 107 Ländern stellen derzeit auf der Anuga in Köln ihre jüngsten Ideen darüber vor, was künftig auf den Tellern der Verbraucher landen soll. Allein in diesem Jahr ist die alle zwei Jahre stattfindende größte Lebensmittelmesse der Welt Schauplatz für 2.300 neue Produkte. Welche der Neuheiten sich womöglich dauerhaft am Markt etablieren und wie Hersteller darauf reagieren, stellten die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie und die GfK im Rahmen einer gemeinsamen Studie vor.

Klar scheint, dass sich Verbraucher zunehmend ausgewogen ernähren wollen. Dabei setzten junge Menschen eher auf zero, gluten- und lactosefreie Ernährung oder Nahrungsergänzung wie Protein. Möglichst viel Frisches wünschten sich Bürger jeden Alters - vorzugsweise mit Nachhaltigkeitsfaktor und gutem Geschmack. Während etablierte Trends wie Bio, Gourmet oder Convenience laut Studie nur noch im einstelligen Bereich zulegen, kämen Protein, Soja und Veggie-Produkte mittlerweile auf die höchsten Wachstumsraten. Eine Verdrängung finde aber nicht statt. So gut wie keine Akzeptanz erführen extreme Ernährungstrends wie paleo, vegan, Insektenfood oder in-Vitro Fleisch.

Schnell muss es gehen

Während das traditionelle, tägliche Kochen tendenziell zurückginge, steige die Anzahl derer, die unterwegs essen oder snacken. Wenn gekocht werde, lege insbesondere die jüngere Generation Wert auf hochwertige Mahlzeiten. Diese würden zunehmend mit Unterstützung digitaler Convenience wie smarter Küchengeräte, Koch-Apps oder Einkaufshelfer zubereitet.



 

Vor diesem Hintergrund sehen Analysten die geplante 13,7 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme von Whole Foods durch Amazon (WKN 906866) positiv. Mit dem Kauf der Bio-Supermarktkette könne das US-Unternehmen den Lieferdienst Amazon Fresh ausbauen und gleichzeitig die offline-Präsenz mit futuristischen Supermärkten vorantreiben, in denen Kunden beispielsweise nicht mehr an Kassen anstehen müssten. "Durch die Konkurrenz werden die Preise für Bioprodukte vermutlich unter Druck geraten", meint Roland Stadler von der Baader Bank.

StadlerStadler
 

Kellog’s Corn Flakes verlieren Anhänger

Die tendenzielle Abkehr von als ungesund geltenden zuckerhaltigen Produkten macht Unternehmen wie Kellogg (WKN 853265) das Leben schwerer, wie Walter Vorhauser beobachtet. "Die traditionellen Produkte des US-Konzerns sind nicht mehr so gefragt, Verbraucher greifen immer häufiger zu frischem Obst", meint der Händler der Oddo Seydler Bank.

Das drücke auf den Umsatz des US-Konzerns, der im zweiten Quartal um 2,5 Prozent auf 3,2 Milliarden US-Dollar zurückgegangen sei. Auch der Gewinn stagniere, und die Aktie habe mit einem Verlust von 70 auf 51,50 Euro in den vergangenen zwölf Monaten wenig überzeugt.

 

Vorhauser geht davon aus, dass Kellog mit Hilfe von Übernahmen wieder auf die Beine kommt. Mit dem Zukauf von Pringles sei das Traditionsunternehmen bereits zum weltweit zweitgrößten Anbieter von Keksen und Crackern, damit zum führenden nordamerikanischen Hersteller von Tiefkühlprodukten aufgestiegen. Die Reduzierung von Regalfläche für Kellogg-Produkte bei der US-amerikanischen Lebensmittelkette Kroger werde dennoch zunächst wehtun.

VorhauserVorhauser
 

Kraft setzt auf Kostenoptimierung

Unter dem Trend zu mehr frischer Kost leidet auch Kraft Food (WKN A14TU4). Die Aktie verlor auf Jahressicht von 83 auf 66 Euro. "Das entspricht einem Kursverlust von rund 20 Prozent", berechnet Stadler. Mit Blick auf die jüngsten Zahlen bestehe jedoch Hoffnung. Zudem werde der Abbau von Arbeitsplätzen und die Zusammenlegung von Fertigungskapazitäten Früchte tragen. Insgesamt würden bis Ende kommenden Jahres so die Kosten um rund 1,7 Milliarden US-Dollar gesenkt.

Tyson auf gutem Weg

Restrukturierungen und Entlassungen sollen bei Tyson Foods (WKN 870625) die Kosten um rund 70 Millionen US-Dollar drücken. "Die Restrukturierung und ein besser als erwarteter Ausblick sorgten in der vergangenen Woche für einen deutlichen Sprung der Aktie nach oben." Aktuell notiert der Wert um 59 Euro. Aufgrund der starken Nachfrage nach Rindfleisch rechne die Unternehmensleitung für das Gesamtjahr 2017 nun mit einem Gewinn von 5,20 bis 5,30 US-Dollar. "Vorher lag die Schätzung bei 4,95 bis 5,05 US-Dollar." Zudem würden sämtliche Ausgaben auf dem Prüfstand stehen.

Seven & i überrascht positiv

Einen um 7,2 Prozent höheren operativen Gewinn von 194,5 Milliarden Yen für das erste Halbjahr verkündete heute Seven & i (WKN A0F7DY), wie Stadler registriert. "Das lag über den Erwartungen." Insbesondere die 20.000 7-Eleven Geschäfte hätten mit stärkeren Absätzen zu dem Ergebnis beigetragen. Für das Gesamtjahr rechnen die Japaner nun mit einem Betriebsgewinn von 386,5 Milliarden Yen. "Das würde einem Anstieg von etwa 6,0 Prozent entsprechen." In den vergangenen zwölf Monaten verlor die Seven & i-Aktie von 37,50 auf etwa 34 Euro.

Übrigens: Kunden der comdirect handeln 33 US-Aktien ohne Volumenbegrenzung für 7,90 Euro. Darunter sind auch Lebensmittelkonzerne. Die Aktion läuft bis Ende November.

von: Iris Merker
12. Oktober 2017, © Deutsche Börse AG

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