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25.04.2018 14:45:15
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Börse Frankfurt News

Auslandsaktien: In China boomen die Stromer



Mit Beginn der Beijing Motor Show steht ab heute die internationale Automobilwelt stärker im Rampenlicht. Im größten PKW-Markt der Welt profitieren Großkonzerne wie Geely und BYD von politisch vorgegebenen Quoten für E-Autos.
25. April 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Anlässlich der beginnenden Motor-Show in Peking beschäftigt sich die internationale Automobilbranche besonders intensiv mit den Entwicklungen der E-Mobilität. Überraschen kann das nicht. Ist und bleibt doch das Gastgeberland der größte Markt für elektrisch betriebene Fahrzeuge. Laut den jüngsten Zahlen des Brancheninstituts CAM wurde in China im ersten Quartal mit Verkäufen von 142.445 E-Autos im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Anstieg um 154 Prozent erreicht. Damit habe sich der Marktanteil an den Neuzulassungen von 0,8 auf 2 Prozent erhöht, Tendenz weiter steigend. "Bereits für kommendes Jahr gibt Peking eine Quote vor", erinnert Walter Vorhauser von der Oddo Seydler Bank. Dann müssten 10 Prozent der verkauften Fahrzeuge eines Herstellers Elektroantrieb haben. 2020 steige der geforderte Anteil auf 12 Prozent.

In Reich der Mitte spielt die Musik

Auch im Gesamtmarkt stehe China weltweit an der Spitze. Vom Januar bis März 2018 wurden im Land der Mitte laut hiesigem Branchenverband VDA sechs Millionen Neuwagen abgesetzt. Das entspreche einem Plus von 4,0 Prozent. Gleichzeitig komme Europa mit 4,3 Millionen verkauften Autos auf einen Anstieg von 1,0 Prozent und markiere damit einen neuen Absatzrekord. In den USA sei mit dem Verkauf von sechs Millionen KFZ das stärkste Ergebnis seit 2001 erreicht worden.

Im Markt für Elektro- und Hybridfahrzeuge verliert Europa allerdings an Dynamik, wie die Unternehmensberatung PwC in ihrem jüngsten "E-Mobility Sales Review" feststellt. Die Zahl der neu zugelassenen Batterie-Elektrofahrzeuge stieg demnach in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien lediglich um knapp 4.000 auf etwas unter 22.000.



Aktien im Seitwärtsmodus

Die Automobilbranche boomt, dennoch kommen viele Aktien aus dem Sektor seit Jahresbeginn unterm Strich kaum vom Fleck. "Es fehlen die Impulse", meint Roland Stadler von der Baader Bank. Etwa notiere Great Wall Motor (WKN A0M4X0) derzeit um 80 Cent und damit rund 20 Prozent niedriger als Anfang Januar. Die vor wenigen Wochen angekündigte Partnerschaft mit BMW zur gemeinsamen Produktion eines Strom-Minis würden die Münchner trotz angekündigter Regeländerung weiterverfolgen. Bislang konnten Autobauer in China nur gemeinsam mit einem örtlichen Partner produzieren und durften nicht mehr als 50 Prozent des Joint Ventures halten. "Bei Elektroautos soll die Regel bereits in diesem Jahr gekippt werden", weiß Vorhauser. Die klassische Autoindustrie sei nach bisheriger Planung 2022 an der Reihe.

Tesla wird eigenem Anspruch nicht gerecht

Als Vorreiter für E-Autos konnte die Aktie von Tesla (WKN A1CX3T) von den Liberalisierungsaussichten bisher nicht profitieren, wie Vorhauser anmerkt. Der Wert des US-Unternehmens befinde sich seit Mitte vergangenen Jahres im Konsolidierungsmodus und hat seitdem von 342 auf 230 Euro nachgegeben. Ein Ende der Schwäche ist für den Händler nicht erkennbar. "Zumal das Unternehmen bis dato noch keine Gewinne eingefahren hat." Langsam werde es eng. Eine Orientierung für Anleger lieferten auch Banken kaum. Analysten lägen mit Kurszielen für die Tesla-Aktie zwischen 100 bis 400 US-Dollar weit auseinander.

"Elon Musk scheint mit dem Model 3 für den Massenmarkt überfordert", meint Vorhauser. Die bislang 400.000 Bestellungen für diese Ausführung könne der Firmengründer auch mit einer Produktion rund um die Uhr und der Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter kaum stemmen. Wenn alles aufgehe wie geplant, würden 6.000 Model 3 pro Woche vom Band laufen. "Vielleicht hätte Tesla besser daran getan, zunächst in der Oberklasse zu bleiben", schätzt der Händler.

BYD-Schwäche nur vorübergehend
 

Dem Negativtrend der Branche kann sich auch die BYD-Aktie (WKN A0M4W9) nicht entziehen. Seit Januar büßte der Wert des Anbieters von Batterien, Elektroautos und -bussen von 7,30 auf 6,11 Euro ein. "Die Power ist ein wenig raus", urteilt Stadler von der Baader Bank, der davon ausgeht, dass Build Your Dreams (BYD) mit seinen rund 180.000 Mitarbeitern thematisch bedingt immer wieder ins Gespräch kommt. Immerhin verkaufe BYB mehr Elektroautos als jeder andere Fahrzeugbauer. In diesem Jahr werde zudem die Batterie- und Batteriezellenfertigung von 16 auf 29 Gigawattstunden ausgebaut.

Stadler Stadler
 

Geely gut aufgestellt

Mit Blick auf Geely Automobile (WKN A0CACX) bleibt Vorhauser optimistisch gestimmt, wenngleich die Aktie des Unternehmens seit Januar von 3,0 auf 2,20 Euro gefallen ist. "Der chinesische Automobilkonzern steigerte seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 73 Prozent und die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 63 Prozent", meint Vorhauser. Der Gewinn sei um 50 Prozent auf umgerechnet 1,4 Milliarden Euro geklettert. In den kommenden Jahren plane Geely die Einführung von 20 neuen Elektro- und Hybridfahrzeugen. Noch produziere das Unternehmen fast ausschließlich für den Heimatmarkt. Mit den Übernahmen von Volvo, London Taxi, Lotus und der LKW-Sparte von Volvo sowie dem Einstieg bei Daimler hat sich Firmenchef Li Shufu nach Ansicht von Vorhauser Potenzial für eine Expansion außerhalb Chinas eröffnet.

Von: Iris Merker
25. April 2018, © Deutsche Börse AG

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