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08.06.2018 14:54:20
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Börse Frankfurt News

Bezugsrechte an der Börse handeln - Beispiel Kapitalerhöhung der Bayer AG



Wenn Unternehmen wie jetzt die Bayer AG eine Kapitalerhöhung machen und neue Aktien ausgeben, mindert das den Anteil der Altaktionäre am Unternehmen, er "verwässert". Deswegen erhalten die bisherigen Aktieninhaber Bezugsrechte, die sie gegen neue Aktien tauschen oder aber an der Börse verkaufen können.
8. Juni 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Seit 6. Juni ist das Bezugsrecht der Bayer AG für Altaktionäre im Handel, die Aktie von Bayer startete am Mittwochmorgen mit einem Kursabschlag von 1,608 Euro. Das ist der rechnerische Wert des Bezugsrechts. Was vielen nicht bewusst ist: Die Veränderung zum Vortag bezieht sich auf den Schlusskurs vom 5. Juni ohne diesen Abschlag. Was für die bisherigen Aktionäre nur eine optische Bedeutung hat, schließlich besitzen sie Bezugsrechte.

Wie der Handel mit Bezugsrechten funktioniert

Ein Bezugsrecht bezeichnet das den Aktionären zustehende Recht, bei einer Kapitalerhöhung mit neuen Aktien bedacht zu werden, und zwar im Verhältnis ihres bisherigen Anteils am Grundkapital zum Zeitpunkt der Erhöhung. Wird z.B. das Kapital von 5 Millionen auf 6 Millionen Euro heraufgesetzt, können die Altaktionäre auf fünf 'alte' eine 'neue/junge' Aktie zu dem festgelegten Kurs beziehen. Das Bezugsverhältnis beträgt in diesem Falle 5 zu 1.

Bei der Kapitalerhöhung von Bayer erhalten Altaktionäre je 23 Aktien Bezugsrechte, für zwei Aktien für 81 Euro. Das Verhältnis beträgt also 23 zu 2.



Möchten Altaktionäre von dem Angebot keinen Gebrauch machen, können sie ihre Bezugsrechte über die Börse verkaufen. Der Wert der Bezugsrechte entschädigt für den Kursverlust, den die Altaktionäre durch die Ausgabe neuer Aktien erleiden. Vom aktuellen Kurs wird nämlich am Tag der Ausgabe der errechnete Wert des Aktienkurses abgezogen. Dieser so genannte Bezugsrechtabschlag begründet sich mit der Verteilung des Unternehmenswerts auf eine größere Anzahl Aktien. Damit geht eine Schmälerung der Rendite am Gewinn pro Aktie einher, der Anteil am Gewinn wird quasi verwässert.

Rechnerisch ermittelt man das Bezugsrecht nach dieser Formel: (Kurs der alten Aktie - Bezugskurs der jungen Aktie): (Bezugsverhältnis + 1). Üblicherweise wird der Handel mit Bezugsrechten auf zwei Wochen begrenzt und schließt direkt mit der Emission der neuen Aktien ab.

Beispiel Bayer AG

Bei der Kapitalerhöhung der Bayer AG wird das Grundkapital des Unternehmens von knapp 858 Millionen Aktien um 74,6 Millionen neue Aktien erhöht. Den Aktionären bietet Bayer neue Aktien im Verhältnis von 23 zu 2 an.

Konkret bedeutet dies für den Wert des Bezugsrechts: 101,10 (Schlusskurs der alten Aktie am 5. Juni auf Xetra) - 81 (Bezugskurs der jungen Aktie) : 23/2 +1 (Bezugsverhältnis) = 1,608 Euro. Entsprechend ging die Bayer-Aktie zum Start der Bezugsfrist mit 99,49 Euro in den Xetra-Handel. Das ist aber nicht unbedingt der erste Preis, dieser wird auf Basis der Orderbuchlage in der ersten Auktion ermittelt wie sonst auch.

Das Bayer-Bezugsrecht ist auf Xetra und dem Frankfurter Parkett handelbar. Der Abschlag am Tag der Herausgabe des Bezugsrechts bezieht sich auf den Schlusspreis ab Vortag des jeweiligen Handelsplatzes. Der Tag mit Preisabschlag heißt auch Ex-Tag - Ex kennzeichnet einen Kursabschlag durch eine Kapitalmaßnahme, z.B. Ex-Dividende oder eben Ex-Bezugsrecht.

Inzwischen wurden auf beiden Marktplätzen rund 35 Millionen Bayer-Bezugsrechte umgesetzt. Ihr Kurs liegt am Freitagnachmittag bei rund 1,50 Euro.

Ordergrößen 1 und 0,1

Für den Handel von Bezugsrechten auf Xetra gilt beim Bayer-Bezugsrechts eine Mindestordergröße von 1 Stück und auf dem Frankfurter Parkett 0,1 Stück. Jede Ordergröße über der Mindestordergröße ist zulässig.

Es gelten alle Ordertypen und Orderrestriktionen des Handels. Der fortlaufende Handel wird vom ersten bis zum vorletzten Tag angeboten. Der erste Handelstag beginnt mit einer IPO-Auktion, die gleichzeitig zur Auktion auf dem Parkett der Börse Frankfurt durchgeführt wird. Ab dem zweiten Handelstag bis zum vorletzten Handelstag folgt der Handelsablauf den Handelszeiten der Basis-Aktie mit Ausnahme der Eröffnungsauktion, die einige Minuten später als bei der Aktie angesetzt ist.

Sonderfall letzter Handelstag am 15. Juni

Am Ende des vorletzten Handelstages werden alle offenen Orders sowohl auf Xetra als auch im Orderbuch des Spezialisten auf dem Parkett gelöscht. Sie müssen am letzten Handelstag bei Bedarf neu eingestellt werden.

Der letzte Handelstag endet auf Xetra mit einer Schlussauktion ab 11.45 Uhr und auf dem Parkett mit einer Auktion ab 12 Uhr.



Von Edda Vogt,
© 8. Juni 2018, Deutsche Börse AG

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