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06.09.2018 09:30:06
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Kolumne

Grüner Fisher: "2018 - Eine echte Hängepartie"



Obwohl das Börsenjahr bislang eher holprig verläuft, ruft Grüner dazu auf die positiven Nachrichten nicht aus den Augen zu verlieren.
06. September 2018. FRANKFURT (Grüner Fisher). Aus Sicht der deutschen Anleger verläuft der Start in den Börsenmonat September bisher ziemlich holprig: Das deutsche Schwergewicht Bayer gerät in Turbulenzen, der Leitindex DAX fällt in Richtung 12.000 Punkte. Sorgen um die Währungsstabilität der Schwellenländer, italienische Haushaltsprobleme und der allgegenwärtige Handelsstreit runden das skeptische Umfeld ab. Im Börsenjahr 2018 somit nichts Neues, denn schon die kräftige Korrektur im ersten Quartal hatte bewirkt, dass zaghafter Optimismus erneut einen unmittelbaren Rückschlag hinnehmen musste.

In den USA ist die Stimmung besser: Im Leitindex S&P 500 ist der längste Bullenmarkt aller Zeiten zu vermelden, der Technologie-Sektor glänzt, die Wirtschaft boomt. Doch selbst beim Blick über den großen Teich muss man feststellen, dass viele Anleger mehr argwöhnisch als sorglos in die nahe Zukunft blicken. Wie ist der Marktverlauf 2018 in diesen Kontext einzuordnen?

Euphorie und Keulenschlag

Einige Marktteilnehmer vermuten in der zähen Seitwärtsphase in Europa die Vorboten eines großen Crashs. Jedoch spricht das robuste fundamentale Umfeld klar gegen ein abruptes Ende der laufenden Hausse. Das politische Umfeld ist von Pattsituationen geprägt und sorgt für angenehme Rahmenbedingungen - letztendlich werden Märkte das geringe legislative Risiko honorieren, Donald Trump hin oder her.



Somit setzt das Börsenjahr 2018 aus europäischer Sicht die Hängepartie der letzten Jahre nahtlos fort. Negative Nachrichten stehen im Vordergrund, positive Nachrichten werden auf negative Komponenten abgeklopft. Gefährlich wird es genau dann, wenn positive Nachrichten in den Vordergrund drängen und warnende Stimmen, basierend auf fundamentaler Schwäche, auf die leichte Schulter genommen werden. Aktuell ist also das exakte Gegenteil einer typisch euphorischen Marktstimmung zu beobachten. Bullenmärkte sterben auf zwei Arten: Durch Euphorie oder einen unerwarteten Keulenschlag. Wer aktuelle Problemstellungen nach diesem Prinzip durchleuchtet, kann kurzfristige Abwärtsbewegungen rational einschätzen. Die Marktstimmung bleibt äußerst verhalten und keine der aktuellen Problemstellungen besitzt eine signifikante Wahrscheinlichkeit, um das globale Wirtschaftswachstum schlagartig abzuwürgen.

Zeit für positive Nachrichten

Was können Anleger dagegen tun, um angesichts der ausbleibenden Dynamik in 2018 nicht zermürbt zu werden? Es ist an der Zeit, positive Nachrichten in den Vordergrund zu rücken, die noch nicht weitreichend diskutiert wurden. Im November finden in den USA die Zwischenwahlen statt. Aktuell verfügt Trump in beiden Kammern über eine knappe Mehrheit. Traditionell hat es die regierende Partei bei Zwischenwahlen schwer, andererseits strotzen auch die Demokraten im bisherigen Wahlkampf nicht vor Stärke. Große Verschiebungen sind jedenfalls sehr unwahrscheinlich und die politische Pattsituation in den USA scheint gesichert. Und das drohende Amtsenthebungsverfahren für Trump? Dazu ist eine Zweidrittelmehrheit im Senat erforderlich - praktisch außer Reichweite. Für die Märkte bleibt festzuhalten: US-Aktien steigen in 87 Prozent aller vierten Quartale in einem Zwischenwahljahr, ebenso wie in 87 Prozent der beiden Folgequartale.

Fazit

Die Hängepartie geht aufgrund der schwachen Marktentwicklung Anfang September aus europäischer Sicht weiter. Man hangelt sich weiter von einem Störfeuer zum nächsten - und kann sich nach wie vor im laufenden Bullenmarkt darauf verlassen, dass das fundamentale und politische Umfeld weiterhin eine starke Basis legt. Wagen Sie den Blick auf positive Nachrichten!

von Thomas Grüner
06. September 2018 © Grüner Fisher

Über den Autor

Thomas Grüner ist Gründer und Vice Chairman der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments. Sein Partner Ken Fisher ist seit über 30 Jahren "Forbes"-Kolumnist und warnte im März 2000 rechtzeitig vor dem Platzen der New-Economy-Blase. Ken Fisher zählt zu den 400 reichsten US-Amerikanern und belegt auf der aktuellen "Forbes"-Rangliste Platz 211. Fisher Investments verwaltet momentan mehr als 65 Milliarden US-Dollar.

Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder, nicht die der Redaktion von boerse-frankfurt.de. Sein Inhalt ist die alleinige Verantwortung des Autors.

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Thomas Grüner ist Gründer und Vice Chairman der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments. Sein Partner Ken Fisher ist seit über 30 Jahren „Forbes“-Kolumnist und warnte im März 2000 rechtzeitig vor dem Platzen der New-Economy-Blase. Ken Fisher zählt zu den 400 reichsten US-Amerikanern und belegt auf der aktuellen „Forbes“-Rangliste Platz 211. Fisher Investments verwaltet momentan mehr als 65 Milliarden US-Dollar.

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