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Kolumne

Grüner Fisher: "Sind die goldenen Zeiten vorbei?"



Grüner meint der Einfluss der Anleger selbst sei in der Phase des reifen Bullenmarkts wichtiger als sonstige wirtschaftliche Einwirkungen.
13. September 2018. FRANKFURT (Grüner Fisher). Selbst kritische Marktbeobachter räumen ein, dass das fundamentale Umfeld für eine robuste Entwicklung der Kapitalmärkte spricht. Ein neuerlicher Beleg der fundamentalen Stärke sind die Einkaufsmanagerindizes zum August 2018, die auf breiter Ebene einen Expansionskurs in den Industrieländern anzeigen. Insbesondere die wirtschaftliche Aktivität im Dienstleistungssektor verspricht einiges. In den USA sind Rekordstände zu vermelden und selbst die Brexit-gebeutelten Briten blicken auf eine positive Entwicklung bei den Auftragseingängen.

Ist die Marktstimmung eher skeptisch statt euphorisch, gibt es jedoch immer etwas zu kritisieren. Viele Anleger nehmen die guten Fundamentaldaten zur Kenntnis, stellen sich im Anschluss aber die Frage nach dem verbliebenen Potential. Denn viele "Frühwarn-Signale" oder "Bärenmarkt-Indikatoren" sind natürlich nach dem Prinzip aufgebaut, dass verschiedene Einflussfaktoren genau dann Risiko ausstrahlen, wenn sie ein "hohes Niveau" erreicht haben. Sicher ist: Auch der laufende Zyklus wird irgendwann in einen globalen Bärenmarkt übergehen. Aber sind die aktuellen Krisenherde tatsächlich so gewichtig, dass man dem laufenden Bullenmarkt fehlendes Aufwärtspotential bescheinigen kann?

Kritische Analyse

Im reifen Stadium eines Bullenmarkts ist es angeraten, Risikofaktoren sorgfältig zu untersuchen, selbst wenn die Euphorie noch in weiter Ferne scheint. Euphorie würde im Jahr 2018 wohl so aussehen: Wer sich kritisch über Shiller-KGV, Handelskonflikt und politische Risiken äußert, wird als ewiger Schwarzseher bezeichnet, der zurecht die große Rendite verpasst. Aktuell sind die Stimmungslage und die Berichterstattung definitiv anders ausgerichtet. Dennoch sollten Risikofaktoren stets auf ihre Durchschlagskraft hin untersucht werden, ob sie fähig sind, das globale Wirtschaftswachstum schlagartig abzuwürgen.



Fazit

Ist das Wirtschaftswachstum irgendwie begrenzt? Hier ist es in der Tat bedenklich, dass der Arbeitsmarkt praktisch leergefegt ist. Gerade in speziellen Bereichen wie der Baubranche ist kein großes Potential für Umsatzsteigerungen mehr gegeben. Anspruchsdenken unter der arbeitenden Bevölkerung macht sich breit, die Quittung könnte in der Tat bald folgen. Was heißt das für die Aktienmärkte? Zum Glück sind hier keine unmittelbaren Folgen zu befürchten. Denn selbst wenn die fundamentale Dynamik nachlässt, sind die Anleger selbst immer noch ein wichtiger Faktor für die dynamische Phase im reifen Bullenmarkt - die in der Regel nicht von bahnbrechenden Fundamentaldaten getragen wird, sondern von einer erhöhten Nachfrage nach Aktien durch eine verbesserte Marktstimmung.

von Thomas Grüner
13. September 2018 © Grüner Fisher

Über den Autor

Thomas Grüner ist Gründer und Vice Chairman der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments. Sein Partner Ken Fisher ist seit über 30 Jahren "Forbes"-Kolumnist und warnte im März 2000 rechtzeitig vor dem Platzen der New-Economy-Blase. Ken Fisher zählt zu den 400 reichsten US-Amerikanern und belegt auf der aktuellen "Forbes"-Rangliste Platz 211. Fisher Investments verwaltet momentan mehr als 65 Milliarden US-Dollar.

Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder, nicht die der Redaktion von boerse-frankfurt.de. Sein Inhalt ist die alleinige Verantwortung des Autors.

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Thomas Grüner ist Gründer und Vice Chairman der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments. Sein Partner Ken Fisher ist seit über 30 Jahren „Forbes“-Kolumnist und warnte im März 2000 rechtzeitig vor dem Platzen der New-Economy-Blase. Ken Fisher zählt zu den 400 reichsten US-Amerikanern und belegt auf der aktuellen „Forbes“-Rangliste Platz 211. Fisher Investments verwaltet momentan mehr als 65 Milliarden US-Dollar.

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