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28.12.2015 11:05:06
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Börse Frankfurt News

Jahresrückblick: Richtungswechsel



Nach einem bewegten Jahr kommt der DAX immerhin auf ein Plus von knapp 10 Prozent. Ein Rückblick auf die einzelnen Stationen.
28. Dezember 2015. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Ein spannendes und facettenreiches Börsenjahr geht am Mittwoch um 14 Uhr zu Ende.

Themen wie die Ankündigung der geldpolitischen Lockerung durch die Europäische Zentralbank prägen die Hausse am deutschen Aktienmarkt in den ersten Monaten.

Mit dem Crash an den chinesischen Börsen folgt im Sommer die große Unsicherheit hinsichtlich des Zustandes der Weltwirtschaft und mit ihr der Abverkauf hiesiger und internationaler Aktien.



Ab Mitte September setzt wieder ein DAX-Aufwärtstrend ein, der Anfang Dezember abrupt endet. Die EZB hat die hohen Erwartungen an die Ausweitung der ultralockeren Geldpolitik nicht ganz erfüllt und damit zwischenzeitlich für lange Gesichter an den Kapitalmärkten gesorgt. Zusätzlich halten Fragen wie der VW-Skandal, die Ukraine-Krise oder auch der Flüchtlingsstrom die Anleger in Atem.

Entsprechend bewegungsfreudig zeigt sich der deutsche Aktienindex. Zwischen himmelhoch jauchzend - Allzeithoch von 12.390 Punkten im April - und zu Tode betrübt - Jahrestief von 9.325 Punkten im September. Insgesamt kann sich das Börsenjahr 2015 dennoch sehen lassen. Unterm Strich hat der DAX seit Jahresbeginn von 9.764 auf 10.727 Punkte zugelegt. Das entspricht einem Plus von knapp 10 Prozent.

Deutsche Unternehmen mit deutlichem Gewinnplus

Nicht nur die Geldpolitik, auch die soliden Ergebnisse deutscher Unternehmen tragen nach Ansicht der DekaBank zur positiven DAX-Entwicklung bei. Zwar hätten sich die Unternehmensgewinne im dritten Quartal tendenziell unterdurchschnittlich entwickelt. "Dies war aber einzelnen Sondereffekten zuzuschreiben." Für das Gesamtjahr 2015 könnten sich deutsche Konzerne mit einem Gewinnwachstum von knapp 15 Prozent spürbar von anderen Regionen absetzen.
 

Auch 2016 führt nach Ansicht von Robert Halver von der Baader Bank angesichts schwach verzinster Alternativen wenig an Aktien vorbei. Während nach den Zusammenbrüchen der Aktienmärkte 2001 bzw. 2008 zehnjährige deutsche Staatsanleihen durchschnittlich Renditen zwischen 4 und 5 Prozent brachten, müssten sich Investoren derzeit mit weniger als 0,5 Prozent zufrieden geben. Zudem spreche das fundamentale Umfeld für Aktien. Etwa stützten Konjunkturprogramme und niedrige Rohstoffpreise das Wirtschaftswachstum im Euroraum.

Robert HalverHalver
 

Europäische Firmen zieht es weiterhin an die Börse

Nach einem starken 2014 wagten sich in diesem Jahr weniger Unternehmen erstmals aufs Parkett. Weltweit ging die Zahl der Börsengänge nach einer Studie von Ernst & Young um 2 Prozent auf 1.218 IPOs zurück. Auch das Emissionsvolumen sei um rund ein Viertel auf 195 Milliarden US-Dollar gesunken. Dennoch war es nach Ansicht der Beratungsgesellschaft auch dank der Niedrigzinspolitik der Notenbanken ein gutes Jahr für Börsengänge. Insbesondere in Europa liege der Gesamtwert der Börsengänge mit 62,3 Milliarden US-Dollar leicht über dem Vorjahresniveau.

Mit 41 Prozent ist die IPO-Tätigkeit in den USA laut Ernst & Young stark zurückgegangen. Das Emissionsvolumen sei gar um 65 Prozent auf 33,34 Milliarden US-Dollar eingebrochen. China habe es trotz zwischenzeitlichem IPO-Stopp immerhin auf 344 Börsengänge und ein um 37 Prozent auf knapp 60 Milliarden US-Dollar gewachsenes Emissionsvolumen gebracht.

Machtverhältnisse verschieben sich
 

2015 trieben die Schwellenländer unter der Führung Chinas ihre Emanzipation vom Westen ein ganzes Stück weiter voran, wie Folker Hellmeyer feststellt. "So wurde die Asian Infrastructure Investment Bank als Alternative zur Weltbank aus der Taufe gehoben." Damit soll Asien mehr Geld für Infrastruktur bekommen. Gründungsmitglieder sind 57 Länder, darunter auch Deutschland als viertgrößter Anteilseigner nach China, Indien und Russland. Die AIIB wird sich laut chinesischer Regierung ab Januar zunächst auf die Finanzierung von Energie- und Transportprojekten konzentrieren.

Folker HellmeyerHellmeyer
 
Auch die Gründung der New Development Bank als Gegenstück zum Internationalen Währungsfonds sei erfolgreich verlaufen. Zudem habe die Volksrepublik im Oktober den Startschuss für das China International Payment System (CIPS) gegeben, über das Geschäfte in Renminbi einfacher, schneller und günstiger abgewickelt werden können.

"Indirekt wird durch die aufstrebenden Länder, die für etwa 58 Prozent der Weltwirtschaftsleistung und für 85 Prozent der Weltbevölkerung stehen, eine Machtfrage gestellt", meint Hellmeyer. Die Aufnahme des chinesischen Renminbi in den offiziellen IWF-Währungskorb ist für den Analysten der Bremer Landesbank ein Indiz dafür, dass der IWF das Tempo auf dem Weg zur Gleichberechtigung moderieren möchte.

Von Iris Merker, Deutsche Börse AG
© 28. Dezember 2015

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