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13.12.2017 11:35:36
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Kolumne

Marktstimmung: "Ausgeblendete Risiken"



Profis kaufen zu, während Privatanleger kleine Gewinne mitnehmen. Doch trotz des steigenden Optimismus sieht Goldberg den Markt nicht in Not und setzt auf einen harmonischen Jahresausklang.
Zusammenfassung

13. Dezember 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Was die Notenbanksitzungen in dieser Woche angeht, scheinen sich die Börsianer keine allzu großen Sorgen zu machen. Angefangen von der US-Notenbank, die heute Abend mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Leitzinserhöhung von 25 Basispunkten verkünden wird. Tatsächlich werden sich die Akteure ohnehin eher auf die Inflation- und Zinsprognosen, die so genannten "Dot-Plots" der Mitglieder des Offenmarktausschusses der Fed, konzentrieren. Aber auch von diesem Gremium erwartet man anscheinend genauso wenig Ungemach für die Aktienmärkte wie von der Sitzung der Europäischen Zentralbank am morgigen Donnerstag.

Dies vermittelt auch die heutige Stimmungserhebung bei den mittelfristig orientierten institutionellen Anlegern, deren Optimismus im Vergleich zur Vorwoche wieder gestiegen ist. Gemessen am Börse Frankfurt Sentiment-Index beträgt dieser Zuwachs 9 Punkte, womit dieser auf einen Stand von +26 Punkte anzieht.

Diese jüngste Veränderung geht vor allen Dingen aufs Konto vormals pessimistisch eingestellter Akteure, die angesichts des nahenden Jahresendes ihre bisherige Haltung aufgegeben haben. Die ehemaligen Börsen-Bären (6 Prozent aller Befragten), die ihre Meinung geändert haben, verteilen sich nun gleichmäßig auf die Gruppen der Optimisten und der neutral eingestellten Akteure. Obwohl der DAX im Wochenvergleich um 1,9 Prozent angezogen hat, ist es kaum zu Gewinnmitnahmen gekommen. Selbst das Ergebnis der US-Senats-Nachwahl in Alabama, die der Demokrat Doug Jones mit knapper Mehrheit gegenüber seinem umstrittenen republikanischen Kontrahenten Roy Moore für sich entscheiden konnte, hat nicht für Bedenken bei Börsianern gesorgt. Denn die US-Steuerreform, die große Triebfeder für Börsengewinne vor allen Dingen jenseits des Atlantiks, sollte nun vor dem 26. Dezember abgeschlossen sein. Zwar herrscht vielerorts darüber kein Zweifel, aber nach diesem Datum ist die Mehrheit der Republikaner im Senat mit einem Stimmenverhältnis von 51 zu 49 derart knapp, dass man sich bei künftigen Abstimmungen nicht mehr als einen Abweichler leisten kann.

Weihnachten kann kommen

Bei den Privatanlegern ergab sich ein leicht gegenläufiges Stimmungsbild, weil dort der Börse Frankfurt Sentiment-Index gegenüber der Vorwoche um 3 Punkte auf einen Stand von +18 Punkte gefallen ist. In dieser Gruppe kam es zu überschaubaren Gewinnmitnahmen einer kleinen Gruppe vormals bullish eingestellter Akteure.

Der wieder aufgeflammte Optimismus der institutionellen Marktteilnehmern mag am Ende auch für den DAX-Anstieg gegenüber der Vorwoche maßgeblich gewesen sein - letzterer ist also hausgemacht. Auch wenn das Motiv für die jüngsten Aktienkäufe, wahrscheinlich auch in den steigenden Markt hinein, möglicherweise nur in der Hoffnung auf eine Jahresschlussrallye besteht, ist der damit verbundene Optimismus nicht als bedrohlich einzustufen. Denn diese Engagements dürften trotz der mancherorts ausgeblendeten Risiken zumindest die Weihnachtsfeiertage und die damit möglicherweise verbundenen Window-Dressing-Aktivitäten zum Jahreswechsel überstehen. Diese Notwendigkeit besteht für die Privatanleger naturgemäß nicht, weswegen es dort eben zu Gewinnmitnahmen gekommen ist. Tatsächlich ist deren Stimmung in den relativen Drei- und Sechs-Monatsbetrachtungen per Saldo sogar als neutral zu bezeichnen. Alles in allem bleibt damit das stimmungstechnische Umfeld für den DAX stabil, zumal bei erneuten Rücksetzern noch genügend Anschlussnachfrage vorhanden wäre.

Ihre Meinung zählt: Markterwartungen von Investoren

Die Stimmen der professionellen Teilnehmer wurden bislang von privaten Anlegern ergänzt, die unter den aktivsten Tradern verschiedener Online-Broker rekrutiert wurden. Diesen Teil des Sentiment-Index stellt die Börse Frankfurt nun auf breitere Füße.

Alle interessierten Anleger sind aufgerufen mitzumachen. Es dauert nur 15 Sekunden. Sie bekommen jeden Dienstag eine E-Mail mit einem Umfrage-Link. Ein Klick und fertig. Dafür erhalten Sie die Ergebnisse der Analyse sofort per E-Mail zugesandt.

Möchten Sie teilnehmen? Dann schreiben Sie einfach eine E-Mail an sentiment@deutsche-boerse.com.



Börse Frankfurt Sentiment-Index





Institutionelle Anleger

BullishBearishNeutral
Total48%22%30%
ggü. letzter Erhebung+3%-6%+3%

DAX (Veränderung zu vergangener Woche): 13.165 (+230 Pkt.)
Börse Frankfurt Sentiment-Index Institutionelle Anleger: +26 Punkte (Stand Vorwoche: +17 Punkte)

DAX-Entwicklung im betrachteten Zeitraum





Private Anleger

BullishBearishNeutral
Total46%28%26%
ggü. letzter Erhebung-3%+0%+3%

DAX 13.165 (Veränderung zu vergangener Woche): 13.165 (+230 Pkt.)
Börse Frankfurt Sentiment-Index Private Anleger: +21 Punkte (Stand Vorwoche: +38 Punkte)

13. Dezember 2017, © Goldberg & Goldberg für boerse-frankfurt.de




Über den Börse Frankfurt Sentiment-Index

Der Börse Frankfurt Sentiment-Index bewegt sich zwischen -100 (totaler Pessimismus) und +100 (totaler Optimismus), der Übergang von positive in negative Werte markiert die neutrale Linie.

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