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15.02.2017 13:10:35
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Kolumne

Marktstimmung: "Diesmal muss es klappen!"



Nicht nur die Aktienkurse, auch die bullishen Gewinnerwartungen haben deutlich zugelegt. Allerdings treiben die hiesigen Anleger nur teilweise den Markt und sie könnten die Erholung mit Gewinnmitnahmen schnell stoppen.
Zusammenfassung

15. Februar 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Einige mittelfristig orientierte institutionelle Investoren haben in den vergangenen Wochen ein recht glückliches Händchen bewiesen. So gelang es etwa einem Teil der Befragten, nicht nur die günstigsten Einstiegskurse für den DAX seit der vergangenen Stimmungserhebung zu erwischen, sondern auch das untere Ende einer möglichen neuen Konsolidierungszone zu markieren.



Das sich daraus vielleicht auch mehr als eine Seitwärtsbewegung entwickeln könnte, zeigt unsere heutige Umfrage, die mit einem Sentiment-Index von +18 Punkten - das bedeutet einen Zuwachs von 17 Punkten gegenüber der Vorwoche - den bislang größten Optimismus in diesem Jahr ausweist. Das Bullenlager ist um deutliche 16 Prozentpunkte angestiegen, wobei auffällt, dass sich dieser starke Zuwachs fast ausschließlich aus der Gruppe der vormals neutral eingestellten Akteure speist. Etwas Vergleichbares hat sich in unseren bis zum Jahr 2002 zurückreichenden Erhebungen äußerst selten ergeben, was den Schluss zulässt, dass es unter vormals anscheinend unbeteiligten Börsianern zu einem Umdenken gekommen sein muss. Offensichtlich hat man plötzlich eine dezidierte Meinung, nach dem Motto: Dieses Mal muss es (mit dem Aufwärtstrend) doch klappen!

Doch fällt es schwer zu glauben, dass dieser Meinungsumschwung auf ein stark verändertes ökonomisches Umfeld zurückzuführen ist. Zumal Konjunkturdaten in den vergangenen Wochen nur eine untergeordnete Rolle bei den Entscheidungen der Händler gespielt haben dürften. Denn zu stark wiegen (noch) die Nachrichten aus den USA, in erster Linie die umstrittenen Entscheidungen ihres Präsidenten Donald Trump. Vor allem in Hinblick auf etwaige markttreibende fiskalpolitische Maßnahmen in Gestalt einer Steuerreform oder Lockerungen von Regulierungen scheint keineswegs klar, wann diese tatsächlich greifen würden. So ergab die jüngste Umfrage von BofA Merrill Lynch, dass eine große Mehrheit der interviewten Fondsmanager nicht damit rechnet, dass diese Maßnahmen vor Ende dieses Jahres umgesetzt werden.

Aktien der Eurozone international beliebt

Die gleiche Umfrage hat jedoch auch noch Anderes zu Tage gefördert: die Vorliebe internationaler Investoren für europäische Aktien. Per Saldo sind 23 Prozent der Befragten in Aktien dieser Region übergewichtet, im Vormonat waren es nur 17 Prozent. Und das trotz der Sorgen über den Zustand der EU. Gut möglich, dass heimische Investoren von diesen Kapitalflüssen etwas mitbekommen haben und ihnen gefolgt sind.

Aber auch bei den Privatanlegern stellen wir eine deutliche Verschiebung in Richtung Optimismus fest. Denn der Börse Frankfurt Sentiment-Index ist in diesem Panel sogar um 21 Punkte auf einen Stand von +12 Punkte gestiegen. Allerdings ist diesem Zuwachs eine wesentlich skeptischere Haltung der Anleger im Vergleich zu ihren institutionellen Pendants vorausgegangen. Mit anderen Worten: Angesichts eines Zuwachses des DAX von 2,4 Prozent im Wochenvergleich haben vor allen Dingen vormals pessimistisch eingestellte Marktteilnehmer diszipliniert die Notbremse gezogen.

Im Ergebnis können wir also sowohl bei institutionellen als auch bei privaten Investoren eine insgesamt positive und hoffnungsvolle Stimmung konstatieren. Doch gilt das nur in der absoluten Betrachtung. Der Sechsmonatsvergleich relativiert die jüngsten Zahlen: Selbst der deutlichere Optimismus der institutionellen Akteuren ist so gesehen nur durchschnittlich. Immerhin muss das Börsenbarometer - wenn auch nicht in allzu großem Maße - von internationalen Kapitalzuflüssen profitieren, was zumindest dafür sorgt, dass der DAX trotz aller Bedenken seit Jahresanfang nicht unter 11.400 Zähler gefallen ist. Für die heimischen Optimisten ist auf der anderen Seite das Niveau von knapp 11.900 Punkten an der Oberseite der nächste Referenzpunkt, an dem sich entscheiden wird, ob der DAX tatsächlich das Zeug für einen Aufwärtstrend hat oder nur die Obergrenze einer neuen Konsolidierungszone ausbilden wird. Zumindest dürften Gewinnmitnahmen hiesiger Akteure ein nicht unbeträchtliches Hindernis an der Oberseite darstellen.

Ihre Meinung zählt: Markterwartungen von Investoren

Die Stimmen der professionellen Teilnehmer wurden bislang von privaten Anlegern ergänzt, die unter den aktivsten Tradern verschiedener Online-Broker rekrutiert wurden. Diesen Teil des Sentiment-Index stellt die Börse Frankfurt nun auf breitere Füße.

Alle interessierten Anleger sind aufgerufen mitzumachen. Es dauert nur 15 Sekunden. Sie bekommen jeden Dienstag eine E-Mail mit einem Umfrage-Link. Ein Klick und fertig. Dafür erhalten Sie die Ergebnisse der Analyse sofort per E-Mail zugesandt.

Möchten Sie teilnehmen? Dann schreiben Sie einfach eine E-Mail an sentiment@deutsche-boerse.com.



Börse Frankfurt Sentiment-Index





Institutionelle Anleger

BullishBearishNeutral
Total51%33%16%
ggü. letzter Erhebung+16%-1%-15%

DAX (Veränderung zu vergangener Woche): 11.830 (+280 Punkte)
Börse Frankfurt Sentiment-Index Institutionelle Anleger: +18 Punkt (Stand Vorwoche: +1 Punkte)

DAX-Entwicklung im betrachteten Zeitraum





Private Anleger

BullishBearishNeutral
Total49%37%14%
ggü. letzter Erhebung+12%-9%-3%

DAX (Veränderung zu vergangener Woche): 11.830 (+280 Punkte)
Börse Frankfurt Sentiment-Index Private Anleger: +12 Punkte (Stand Vorwoche: -9 Punkte)

von: Joachim Goldberg
15. Februar 2017, © Goldberg & Goldberg für boerse-frankfurt.de


Über den Börse Frankfurt Sentiment-Index

Der Börse Frankfurt Sentiment-Index bewegt sich zwischen -100 (totaler Pessimismus) und +100 (totaler Optimismus), der Übergang von positiven in negative Werte markiert die neutrale Linie. Die Werte des früheren Cognitrend Bull/Bear-Index sind auf die neue Skalierung umgerechnet worden.


Über den Börse Frankfurt Sentiment-Index

Der Börse Frankfurt Sentiment-Index bewegt sich zwischen -100 (totaler Pessimismus) und +100 (totaler Optimismus), der Übergang von positive in negative Werte markiert die neutrale Linie.

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