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01.03.2017 11:13:54
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Kolumne

Marktstimmung: "Glaube an neue Allzeithochs scheint zu fehlen"



Die 12.000er Hürde bremst scheinbar nicht nur den DAX, sondern auch den Optimismus hiesiger Anleger. Für Joachim Goldberg birgt das große Chancen auf einen nachhaltigen Aufwärtstrend.
Zusammenfassung

1. März 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Rechtzeitig zu unserer heutigen Stimmungserhebung hat sich der DAX wieder erholt, nachdem er sich seit dem vergangenen Mittwoch fast nur unterhalb der 12.000er Marke bewegt hatte. Immerhin war der zwischenzeitliche Rücksetzer von mehr als 2 Prozent attraktiv genug, um unter den mittelfristig orientierten institutionellen Anlegern unseres Panels einige Käufer hervorzulocken. Allerdings sind diese Akteure nicht als neue Optimisten aufgetreten, sondern haben ihre Short-Engagements geschlossen und sich zu den neutral gestimmten Akteuren begeben. Mit anderen Worten: Der Anteil der Optimisten hat sich im Wochenvergleich kaum verändert, so dass sich der Börse Frankfurt Sentiment-Index der professionellen Anleger um 7 Punkte auf einen neuen Stand von +7 Punkte befestigt hat.

Oberflächlich betrachtet könnte man den Eindruck gewinnen, dass sich die Gruppe besonders kurzfristig handelnder, erfolgreicher Akteure abermals profitabel im Zuge der Korrektur des DAX während der vergangenen Tage als Rückkäufer betätigt hat. Allerdings ist im Vergleich zu den vorangegangenen Erhebungen nicht zu erkennen, dass diese Anleger sofort wieder auf die andere Seite des Marktes gewechselt sind, denn die Wetten der Vorwoche auf fallende Kurse wurden lediglich glattgestellt. So sieht es fast so aus, als ob sie dem DAX einen neuerlichen Sprung über die 12.000er Marke oder gar ein neues Allzeithoch nicht zutrauen.



Natürlich sind es vor allen Dingen politische Argumente, die derzeit für manche Investoren einen vorbehaltlosen Optimismus unmöglich machen. Sei es der Urnengang der Holländer Mitte März oder auch die französischen Präsidentschaftswahlen am 23. April und beim wahrscheinlich erforderlichen zweiten Wahlgang am 7. Mai - in allen diesen könnten sich bei entsprechendem Ausgang bedrohliche Szenarien für den Fortbestand der Eurozone ergeben. Möglicherweise dürfte zusätzlich auch die wachsende Zahl der Stimmen in den USA, die vor einem baldigen Ende des Aufwärtstrends am dortigen Aktienmarkt warnen, für eine gewisse Risikoaversion sorgen.

Späte Gewinnmitnahmen bei Privatanlegern

Bei den Privatanlegern hat es auf den ersten Blick eine entgegengesetzte Entwicklung gegeben, aber wie wir bereits in der vergangenen Woche vermuteten, sind viele Teilnehmer dieses Panels erst nach Überschreiten der 12.000er Linie aktiv geworden - ein Umstand, der sich daher eben auch erst heute in unseren Zahlen niederschlägt. Der Börse Frankfurt Sentiment-Index ist nämlich um 20 Punkte auf einen Stand von -4 Punkte gefallen, wobei sich über 80 Prozent der ehemaligen Optimisten direkt ins Bärenlager begeben haben - bei diesen Akteuren sind vermutlich recht ordentliche Gewinne angefallen, die nun festgeschrieben wurden. Darüber hinaus setzt man offenbar auf eine neuerliche Abwärtskorrektur des DAX.

Sowohl der recht schwach ausgeprägte Optimismus der institutionellen Akteure - in der relativen Betrachtung der vergangenen Monate muss man immer noch eher von Pessimismus sprechen - als auch der Pessimismus der privaten Investoren sind gute Voraussetzungen dafür, dass der DAX möglicherweise schon in den kommenden Tagen nicht nur die 12.000er Linie deutlich hinter sich lassen, sondern sogar ein neues Allzeithoch markieren könnte. Zumindest stünden einer neuerlichen Kaufwelle, die möglicherweise durch langfristiges Kapital losgetreten wird, keine großen Hindernisse entgegen. Mehr noch ist jenseits des Allzeithochs (oberhalb von rund 12.400 DAX-Zählern) aus heutiger Sicht sogar mit einer gewissen Kaufpanik zu rechnen. Zumindest sähe es nicht gut aus und wäre vielerorts auch nicht zu rechtfertigen, dann noch gegen einen derart offensichtlichen Aufwärtstrend zu halten.

Ihre Meinung zählt: Markterwartungen von Investoren

Die Stimmen der professionellen Teilnehmer wurden bislang von privaten Anlegern ergänzt, die unter den aktivsten Tradern verschiedener Online-Broker rekrutiert wurden. Diesen Teil des Sentiment-Index stellt die Börse Frankfurt nun auf breitere Füße.

Alle interessierten Anleger sind aufgerufen mitzumachen. Es dauert nur 15 Sekunden. Sie bekommen jeden Dienstag eine E-Mail mit einem Umfrage-Link. Ein Klick und fertig. Dafür erhalten Sie die Ergebnisse der Analyse sofort per E-Mail zugesandt.

Möchten Sie teilnehmen? Dann schreiben Sie einfach eine E-Mail an sentiment@deutsche-boerse.com.



Börse Frankfurt Sentiment-Index





Institutionelle Anleger

BullishBearishNeutral
Total41%34%25%
ggü. letzter Erhebung+1%-6%+5%

DAX (Veränderung zu vergangener Woche): 11.970 (-30 Punkte)
Börse Frankfurt Sentiment-Index Institutionelle Anleger: +7 Punkte (Stand Vorwoche: +/-0 Punkte)

DAX-Entwicklung im betrachteten Zeitraum





Private Anleger

BullishBearishNeutral
Total40%44%16%
ggü. letzter Erhebung-11%+9%+2%

DAX (Veränderung zu vergangener Woche): 11.970 (-30 Punkte)
Börse Frankfurt Sentiment-Index Private Anleger: -4 Punkte (Stand Vorwoche: +16 Punkte)

von: Joachim Goldberg
1. März 2017, © Goldberg & Goldberg für boerse-frankfurt.de


Über den Börse Frankfurt Sentiment-Index

Der Börse Frankfurt Sentiment-Index bewegt sich zwischen -100 (totaler Pessimismus) und +100 (totaler Optimismus), der Übergang von positiven in negative Werte markiert die neutrale Linie. Die Werte des früheren Cognitrend Bull/Bear-Index sind auf die neue Skalierung umgerechnet worden.


Über den Börse Frankfurt Sentiment-Index

Der Börse Frankfurt Sentiment-Index bewegt sich zwischen -100 (totaler Pessimismus) und +100 (totaler Optimismus), der Übergang von positive in negative Werte markiert die neutrale Linie.

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