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25.07.2018 13:40:42
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Kolumne

Marktstimmung: "Keine großen Trends aus heimischer Sicht"



Während die Profis teilweise zu Bären konvertiert sind, bleiben die Privatanleger, wo sie sind. Das lähmt nach Ansicht von Joachim Goldberg den Markt in beide Richtungen.



25. Juli 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Der Besuch in den USA gilt mancherorts als der wohl wichtigste Termin in seiner Amtszeit. Die Rede ist von Jean-Claude Juncker. Der EU-Kommissionschef weilt nämlich derzeit in Washington, um US-Präsident Donald Trump davon zu überzeugen, dass die Europäer die USA beim Handeln gar nicht übervorteilen. Doch ist nicht zu erwarten, dass Trump sich intensiv mit der Berechnung von Handelsbilanzen beschäftigen wird, seine Meinung steht ohnehin bereits fest. Und so sind die Erwartungen, dass es womöglich einen Durchbruch im Handelsstreit mit den USA aus EU-Sicht geben könnte, wohl relativ niedrig gesteckt.

Obgleich viel auf dem Spiel steht. Denn der Handelsstreit mit den USA, der bereits dazu geführt hat, dass Stahl und Aluminium aus der EU von den USA mit Strafzöllen belegt werden, droht zu eskalieren. Denn nun sind es auch noch europäische Autos, die beim Import in die USA mit Zöllen belegt werden sollen. Und rechnet man aus Sicht der Börsianer alles zusammen, sieht man auf der einen Seite die Europäer, die sich nicht einig sind, wie weit man auf den US-Präsidenten zugehen kann. Und auf der anderen Seite einen US-Präsidenten, dessen Strategie des Getöses in Handelsfragen bei den eigenen Wählern bislang gut ankommt (vgl. etwa die Zustimmungsrate von 70 Prozent der Republikaner laut CBS). Unter dem Strich ergibt das für die Gemüter der Börsianer hierzulande also mehr Negatives als Positives.

Dass die von uns befragten mittelfristig orientierten institutionellen Marktteilnehmer mit dem Kursverlauf des DAX in der vergangenen Woche nicht so richtig zufrieden gewesen sein dürften, zeigt sich abermals an der recht deutlichen Stimmungsveränderung im Vergleich zur Vorwoche. Denn der Börse Frankfurt Sentiment-Index ist um 16 Punkte auf einen Stand von -1 Punkt gefallen - das ist gemessen an einer Wochen-Bandbreite von 2,2 Prozent, die das Börsenbarometer zurückgelegt hat, auf den ersten Blick eine recht hohe Stimmungsverschiebung.

Wenn man jedoch bedenkt, dass der DAX seit unserer Erhebung vom vergangenen Mittwoch zeitweise um 1,7 Prozent an Wert verloren hatte, legt das die Vermutung nahe, dass sich wahrscheinlich die gerade erst in der vergangenen Woche optimistisch gestimmten Akteure angesichts dieses Fußbades wieder von ihren bullishen Engagements gelöst haben. Vermutlich haben sich die meisten von ihnen wieder direkt in die frühere risikoaverse Positionierung in Richtung Bärenlager orientiert. Hauptsache, kein Geld verloren, dürfte sich der eine oder andere Akteur gedacht haben.

Nicht tief genug gefallen

Bei den Privatanlegern ergibt sich indes ein anderes Bild. Deren Börse Frankfurt Sentiment-Index ist nämlich gegenüber der Vorwoche unverändert geblieben und weist somit nach wie vor einen Stand von +1 Punkt auf. Und tatsächlich könnte man meinen, dass die Privatanleger womöglich wegen der Urlaubszeit untätig geblieben sind. Tatsächlich hätte es indes aufgrund der bearishen Positionierungen aus den Vorwochen - wir berichteten darüber - Rückkäufe geben können. Allerdings ist der DAX nicht stark genug gefallen, um diese Anlegergruppe aus der Reserve und somit zu bullishen Engagements zu locken.

Per Saldo haben sich die Stimmungsbilder der Panels der institutionellen und der privaten Investoren bis auf 2 Punkte angenähert. In summa kann man also von einer absoluten neutralen Stimmung der heimischen Anleger sprechen. Und auch in der relativen Betrachtung ergeben sich aus heimischer Sicht wenig Anhaltspunkte für das Kursgeschehen. Auf Drei-Monats-Sicht handelt es sich nämlich bei den heutigen Stimmungswerten um ein leicht positives und in der Sechs-Monats-Betrachtung um ein leicht negatives Sentiment. Damit bleiben die Chancen für einen größeren Trend des DAX in die eine oder andere Richtung derzeit recht übersichtlich. Denn sollte sich das Börsenbarometer deutlicher abschwächen, erwarten wir steigende Nachfrage, während an der Oberseite steigendes Angebot aus den heimischen Positionen größere Fortschritte - über 2 Prozent bezogen auf den heutigen Erhebungskurs von 12.680 Zählern - des DAX deckeln würde.

Ihre Meinung zählt: Markterwartungen von Investoren

Alle interessierten Anleger sind aufgerufen mitzumachen. Es dauert nur 15 Sekunden. Sie bekommen jeden Dienstag eine E-Mail mit einem Umfrage-Link. Ein Klick und fertig. Dafür erhalten Sie die Ergebnisse der Analyse sofort per E-Mail zugesandt.



Video-Kommentar von Joachim Goldberg



Börse Frankfurt Sentiment-Index




Institutionelle Anleger

BullishBearishNeutral
Total35%36%29%
ggü. letzter Erhebung-9%+7%+2%

DAX (Veränderung zu vergangener Woche): 12.680 (-70 Pkt.)
Börse Frankfurt Sentiment-Index Institutionelle Anleger: -1 Punkte (Stand Vorwoche: +15 Punkte)

DAX-Entwicklung im betrachteten Zeitraum





Private Anleger

BullishBearishNeutral
Total37%36%27%
ggü. letzter Erhebung+0%+0%+0%

DAX (Veränderung zu vergangener Woche): 12.680 (-70 Pkt.)
Börse Frankfurt Sentiment-Index Private Anleger: +1 Punkte (Stand Vorwoche: +1 Punkte)

25. Juli 2018, © Goldberg & Goldberg für boerse-frankfurt.de


Über den Börse Frankfurt Sentiment-Index

Der Börse Frankfurt Sentiment-Index bewegt sich zwischen -100 (totaler Pessimismus) und +100 (totaler Optimismus), der Übergang von positiven in negative Werte markiert die neutrale Linie. Die Werte des früheren Cognitrend Bull/Bear-Index sind auf die neue Skalierung umgerechnet worden.

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