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06.12.2018 10:35:44
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OTS: AlixPartners / 2018 Global Anti-Money Laundering and Sanctions ...


2018 Global Anti-Money Laundering and Sanctions Compliance Survey:

Anti-Geldwäsche-Studie von AlixPartners - Viele Finanzinstitute sind

noch nicht ausreichend gerüstet

München (ots) -

- 75 Prozent der Befragten erwarten steigende Kosten für

Anti-Money-Laundering- (AML) und Sanktions-Compliance, jedoch

sind bei 59 Prozent die Budgets unzureichend. Ausgefeiltere

Methoden der Geldwäsche als Kostentreiber.

- Erfolgreiche Digitalisierung und effektive Systeme spielen

wichtige Rolle in der Bekämpfung der Geldwäsche.

- Kryptowährungen als neue Herausforderung für

Anti-Geldwäsche-Maßnahmen identifiziert, jedoch verfügen 72

Prozent der Emittenten über unzureichende Schulungen für

Vorstände.

Nach Panama Papers, Paradise Papers und der Danske-Untersuchung

rücken Risiken der Anti-Geldwäsche- (AML, Anti Money Laundering) und

Sanktions-Compliance noch stärker in den Fokus der deutschen und

Schweizer Finanzinstitute. Jedoch sind viele Institute in diesen

Bereichen nur unzureichend aufgestellt - und das trotz historischer

Rekordstrafen. Das ist ein Ergebnis einer weltweiten Studie von

AlixPartners. Die global agierende Beratung hat dazu

Compliance-Beauftragte, Unternehmensjuristen, Risikomanager und

Vorstände von 372 Finanzinstituten und

Finanzdienstleistungsunternehmen im Rahmen ihrer "2018 Global

Anti-Money Laundering and Sanctions Compliance Survey" befragt

(https://bit.ly/2E5KKgT).

Laut der Umfrage von AlixPartners sehen sich 69 Prozent der

befragten Finanzinstitute einer verstärkten regulatorischen Kontrolle

beziehungsweise Aufsicht ausgesetzt. Günter Degitz, Managing Director

Investigations bei AlixPartners, sagt: "Die Panama

Papers-Untersuchungen und der aktuelle Fall der Danske Bank zeigen,

dass Geldwäscheskandale immer weitere Kreise in der Finanzwelt ziehen

- nicht nur in Europa, sondern weltweit. Die Ergebnisse unserer

diesjährigen Studie liefern Erklärungen hierfür. Manche

Finanzinstitute überlassen die Bekämpfung von Geldwäsche den

mittleren und unteren Führungsebenen. Dabei ist es praktisch

unmöglich, eine wirkungsvolle Anti-Geldwäsche-Strategie ohne das

klare Bekenntnis des Top-Managements umzusetzen."

Steigende Kosten, unzureichende Budgets Laut AlixPartners bestand

im Jahr 2018 die bislang größte Herausforderung bei der Einhaltung

von AML- und Sanktions-Richtlinien darin, reale Geldwäsche-Risiken

effektiv zu identifizieren und zu managen. Die Monitoringsysteme

selbst nehmen - entgegen den Ergebnissen im letzten Jahr - nicht mehr

Platz Eins der wichtigsten Herausforderungen ein. Dabei sind

effektive Richtlinien und Kontrollen allein nicht ausreichend, da es

zusätzlich einer entsprechenden Umsetzung innerhalb der Institute

bedarf. Jedoch werden die Geldwäschemethoden immer ausgefeilter und

damit schwerer aufzudecken. Diese Aspekte bleiben weiterhin

entscheidende Kostentreiber für eine zeitgemäße Compliance-Struktur

gegen Geldwäsche.

Rund 75 Prozent der Befragten erwarten, dass sie künftig mehr Geld

in Anti-Geldwäsche- oder Sanktions-Compliance-Maßnahmen investieren

müssen. Gleichzeitig sagen 59 Prozent, dass ihr aktuelles Budget

hierfür entweder komplett unzureichend oder deutlich unzureichend

ist, verglichen mit 32 Prozent im Jahr 2017.

Dr. Veit Bütterlin, Geldwäsche-Experte bei AlixPartners, sagt:

"Auch wenn Banken bereits enormen Aufwand für die Aufarbeitung von

möglichen Verstößen betrieben haben, werden manche Kernprobleme noch

eine Weile bestehen bleiben. Für Banken ist entscheidend, wie sie mit

historischen Kundenstrukturen umgehen. Diese alten Kundendaten müssen

durchforstet und auf höchste sogenannte Know Your Customer- und

Monitoring-Qualitätsstandards angehoben werden. Der Digitalisierung

innerhalb der Banken wird dabei eine gewichtige Rolle zukommen."

Laut Studie vernachlässigen viele Banken zudem die regelmäßige

Revision ihrer AML- und Sanktions-Compliance-Maßnahmen. 41 Prozent

der Befragten geben an, dass sie keine jährlichen unabhängigen Audits

durch Dritte oder Benchmarking-Tests durchführen, um den

Effizienzgrad ihrer Instrumente festzustellen. Dadurch steigt das

Risiko, gegen regulatorische und interne Vorgaben zu verstoßen.

Das Investigations-Team von AlixPartners gibt Finanzinstituten

folgende Empfehlungen zur Sicherstellung von AML- und

Sanktions-Compliance:

- Das Top-Management sollte die Bedeutung von Integrität und

Compliance klar vermitteln.

- Geschäftsbereiche sollten verinnerlichen, dass sie die

Primärverantwortung von Compliance-Risiken tragen. Die

Compliance-Funktion muss einerseits beratend tätig sein, ohne

dabei die notwendige Unabhängigkeit für die Überwachung von

Geschäftsabläufen aufzugeben.

- Geeignete Prozesse und Standards für die Kundenidentifikation

und -prüfung sollten eine einheitliche Behandlung von Kunden und

eine konsistente Datenspeicherung gewährleisten.

- Harmonisierte IT-Systeme müssen eine risikoorientierte

automatisierte Überwachung von Zahlungen zur Aufdeckung

möglicher Geldwäscheverdachtsmomente ermöglichen.

Über die Studie

Für die AlixPartners-Studie "2018 Global Anti-Money Laundering and

Sanctions Compliance Survey" wurden weltweit Experten, Führungskräfte

und Vorstände von 372 Finanzinstituten und

Finanzdienstleistungsunternehmen im Zeitraum Februar bis September

online befragt. Darüber hinaus führte AlixPartners persönliche

Interviews mit den Umfrage-Teilnehmern. Weitere Informationen über

die Umfrage finden Sie unter diesem Link: https://bit.ly/2E5KKgT

Über AlixPartners

Die global agierende Beratung AlixPartners steht für die

ergebnisorientierte Unterstützung namhafter Mandanten bei

zeitkritischen und komplexen Transformations- und

Ertragssteigerungsprogrammen. Tiefgreifende Branchenexpertise und

funktionale Kompetenz sowie die Kenntnis der Hebel erfolgreicher

Restrukturierung ermöglichen es AlixPartners, den Wandel von Groß-

und mittelständischen Unternehmen zielgerichtet zu begleiten. Mit

etwa 1.900 Mitarbeitern ist AlixPartners weltweit in mehr als 25

Büros vertreten. AlixPartners-Berater arbeiten an herausfordernden

Projekten, die die Zukunft von Unternehmen maßgeblich beeinflussen,

oft in kritischen Situationen, bei denen viel auf dem Spiel steht -

When it really matters. www.alixpartners.com

Über das Beratungsangebot im Bereich Investigations

AlixPartners unterstützt Unternehmen bei der Aufklärung von

Wirtschaftskriminalität. Hierfür verbindet AlixPartners scheinbar

nicht zusammenhängende Daten, so dass kritische Vorgänge schnell

identifiziert werden. Anwälte und AlixPartners-Berater kommen so zu

einer zügigen und umfassenden Bewertung von Sachverhalten, gerade

auch im Kontext behördlicher Ermittlungen.

OTS: AlixPartners

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/58857

newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_58857.rss2

Pressekontakt:

Weitere Informationen

IWK GmbH

Communication Partner

Benedikt Nesselhauf

T +49 (0)89 2000 30-35

F +49 (0)89 2000 30-40

alixpartners@iwk-cp.com

www.iwk-cp.com

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