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Börsen-Zeitung: Auf dem Präsentierteller / Kommentar zur Entwicklung

bei Wirecard von Bernd Neubacher

Frankfurt (ots) - Wirecard lässt die Rekorde purzeln: Ende

September erst stieg der Zahlungsabwickler als erstes Fintech in den

Dax 30 auf - keine fünf Monate später ist er der erste

Einzelwert, für den die Bundesanstalt für

Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ein Leerverkaufsverbot verfügt.

In den Jahren 2008 und 2010 musste sich noch die Finanzkrise bzw. die

Staatsschuldenkrise ereignen, um mit Blick auf Finanzwerte und später

auch Staatsanleihen der Euro-Länder sowie entsprechende

Kreditausfallderivate ähnliche Eingriffe zu rechtfertigen. Gestern

reichten Aktivitäten von Shortsellern aus, damit Deutschlands und

auch Europas Marktaufsicht unisono "eine ernst zu nehmende Bedrohung

für das Marktvertrauen in Deutschland" diagnostizieren. Unterminieren

nicht eher die Aufseher das Vertrauen in den Markt und konkret in

Wirecard, wenn sie die Titel der Gesellschaft aus Aschheim als

einzige von einer gängigen Usance ausnehmen? Wäre dem öffentlichen

Interesse nicht eher gedient, wenn die Aufseher etwaige

Manipulationen im Handel mit Wirecard wie bei ähnlichen Attacken in

der Vergangenheit zügig zur Anzeige brächten und alles Weitere den

Strafverfolgungsbehörden überließen?

2008 und 2010 stand der Finanzsektor bzw. die Eurozone am Abgrund.

Im Fall Wirecard kann davon keine Rede sein. Allerdings bietet sich

der Dax-Neuling mit dem Unvermögen, sein Geschäftsmodell zu erklären,

und hoher Intransparenz Leerverkäufern auf den Präsentierteller an.

In keinem anderen der 30 Dax-Werte könnten daher die von der

"Financial Times" erhobenen Vorwürfe des Betrugs und der Geldwäsche

derartige Kurskapriolen nach sich ziehen. Auch dies lässt sich als

Signal des Marktes lesen. Demnach war das Marktvertrauen von

vornherein fragil, die Short-Attacken haben dies nur zutage gefördert

und das Misstrauen potenziert. "Wenn man sich dem Markt stellt,

entsteht ein wirklich starkes Unternehmen", sagte Wirecard-Chef

Markus Braun vor wenigen Wochen der Börsen-Zeitung. Nach dieser

Maxime sollte er auch handeln.

Die Fehde mit dem britischen Finanzblatt ist derweil so weit

fortgeschritten, dass eine der beiden Seiten das Gesicht verlieren

dürfte: die Zeitung, weil sie ihre Darstellung nicht

aufrechterhalten kann, oder das gegen das Blatt klagende Fintech,

weil die von ihm ausgemachten falschen Falschbehauptungen wahr sind.

Dann hätte sich der einzige verbliebene deutsche Börsenstar unter den

Finanzwerten ohne Not selbst entleibt, ohne dass die BaFin ihm würde

helfen können.

(Börsen-Zeitung, 19.02.2019)

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