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08.11.2018 20:35:23
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Börsen-Zeitung: Hängepartien / Kommentar zu Siemens von Michael Flämig

Frankfurt (ots) - Der Aktienmarkt weiß nicht so recht, was er von

Siemens halten soll. Pars pro toto steht dafür der Kursverlauf nach

der Präsentation der Jahresergebnisse: Das Aktienchart zeigt Auf-

und Abstiege, und zwar teils gegen die Bewegungsrichtung des

Deutschen Aktienindex. Aber auch längerfristig, und nur diese

Sichtweise ist relevant, gibt es Irritationen. Im Verhältnis zum

Leitindex entwickelte sich die Aktie im vergangenen Geschäftsjahr

unterdurchschnittlich. Dies lässt sich mit drei verschiedenen

Hängepartien begründen.

Siemens steht im Bann der Geopolitik. Der Münchner Konzern zielt

als Gigant der Kapitalgüterindustrie auf Aufträge von Regierungen. In

Zeiten jedoch, in denen die Ermordung eines Regimekritikers einen

20-Mrd.-Dollar-Auftrag wie in Saudi-Arabien ins Wanken bringen oder

die Intervention der US-Regierung einen wohl bereits mit dem Kunden

komplett vereinbarten Multi-Milliarden-Auftrag wie im Irak gefährden

kann, ist das Geschäftsmodell von Infrastrukturgüteranbietern

anfällig. Dies gilt übrigens auch für die Konkurrenz der Münchner.

Das Siemens-Management hat kurzfristig wenig Hebel zum

Gegensteuern, denn auf der Bühne der Weltpolitik walten Kräfte, die

auch den Multi überfordern. Die prononcierte Ankündigung, der Konzern

erwarte keine materiellen Auswirkungen auf seine Geschäfte durch

geopolitische Risiken, dokumentiert immerhin den Versuch, sich in

der Wahrnehmung der Investoren von der Weltpolitik abzukoppeln. Ob es

auch im geschäftlichen Alltag gelingt, wird sich weisen.

Der Aktienkurs leidet außerdem unter der Malaise der

Kraftwerkssparte, die einst mit dem Verkauf von Gasturbinen viel

Geld gescheffelt hat. Das Tal der Tränen ist noch nicht

durchschritten, und es ist nur ein eingeschränkter Trost, dass ein

Konkurrent wie General Electric in diesem Tal total unter Wasser

steht. Die Anleger aber warten im Fall von Siemens rationalerweise

ab, inwieweit der Markt sich erholt oder ein M&A-Befreiungsschlag

gelingt.

Der dritte Grund: Die Präsentation der neuen Strategie Vision

2020+ im August hat bisher nicht gezündet. So logisch die Philosophie

ist, es fehlen doch die konkreten Informationen über die

Veränderungen, die die einzelnen Sparten selbst erarbeiten sollen.

Sie werden erst auf einem Kapitalmarkttag im nächsten Jahr

präsentiert werden. Damit wird auch die Vision 2020+ zu einer

Hängepartie. Es bleibt abzuwarten, ob der Verzicht auf den Durchgriff

der Zentrale auch im operativen Alltag zu Verzögerungen führt.

OTS: Börsen-Zeitung

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