Bitte warten...

11.01.2019 20:35:23
A A | Drucken

OTS: Börsen-Zeitung / Börsen-Zeitung: Klare Ansagen der Fed, Marktkommentar ...


Börsen-Zeitung: Klare Ansagen der Fed, Marktkommentar von Kai

Johannsen

Frankfurt (ots) - Die Signale seitens der US-Zentralbank Fed in

Sachen künftiger Gangart in der Zinspolitik werden immer deutlicher.

Immer mehr zeichnet sich ab, dass die Marktteilnehmer nicht mehr

allzu viel bei den Zinserhöhungen zu erwarten haben und somit nun das

Ende der Fahnenstange in greifbare Nähe gerückt ist, wenn es nicht

schon erreicht ist. Dieser Tage kann man fast schon den Eindruck

gewinnen, dass die Fed es ein wenig eilig damit hat, ihre Geduld auf

dem Weg zu höheren Zinsen zu signalisieren.

Viele Teilnehmer des Offenmarktausschusses, der die Zinsbeschlüsse

fasst, sind laut dem in der abgelaufenen Woche vorgelegten Protokoll

der Meinung, dass die Fed nun Geduld bei der weiteren Zinsstraffung

aufbringen sollte. Das war zur Wochenmitte bereits ein klares Signal.

Am Donnerstag wurde die Ansage dann noch ein wenig deutlicher. Trotz

des Booms am US-Jobmarkt, auf diesen weisen Befürworter weiterer

Zinserhöhungen ja allzu gern hin, sieht nun auch Fed-Chef Jerome

Powell keinen Grund zur Eile bei weiteren Zinserhöhungen. Sein Haus

könnte in Anbetracht des geringen Inflationsdrucks durchaus geduldig

sein, erklärte er in Washington. Die Notenbank sei nicht auf zwei

Zinserhöhungen für dieses Jahr festgelegt, das sei kein Plan der Fed.

Zwei Erhöhungen für 2019 gelten derzeit als die Prognose der

Währungshüter.

Nur kurze Zeit später meldete sich dann James Bullard, Präsident

der Federal Reserve von St. Louis, zu Wort. Er wurde noch deutlicher

als Powell. Er bezeichnete den Zinsschritt vom Dezember bereits als

"überzogen". Er habe dagegen argumentiert. Bullard vertrat die

Ansicht, dass die Fed keine weiteren Zinserhöhungen mehr projizieren

sollte. Und schließlich findet Bullard auch, dass die US-Notenbank

mit Blick auf Zinsanhebungen "am Ende der Straße" angekommen sei. Die

Fed müsste seiner Meinung nach nun aufpassen, nicht zu aggressiv zu

werden und damit womöglich die Inversion der US-Zinskurve

herbeizuführen. Eine Inversion gilt als Signal für eine aufziehende

Rezession.

Das ist schon starker Tobak, der da aus der US-Zentralbank kommt.

Als die Fed mit ihren Zinserhöhungen vor gut drei Jahren im Dezember

2015 begann, prognostizierten viele Marktteilnehmer schon recht hohe

Zinsniveaus, wenn die Fed denn mal am Ende des Zyklus angekommen sein

sollte. Mitunter war von knapp unter 4 Prozent beim US-Leitzins (Fed

Funds) die Rede. Da war wohl oftmals der Wunsch Vater des Gedankens

nach Jahren des Null- und Negativzinses an den Märkten. Nach dem

Zinsschritt im Dezember 2018 ist die Fed mit der aktuellen Spanne

beim Zielsatz für US-Tagesgeld von derartigen Niveaus immer noch ein

gutes Stück entfernt. Vielleicht ist dieses Niveau auch der Endstand

des laufenden Zyklus, und die Marktteilnehmer sollten sich von

weiteren Steigerungen gänzlich verabschieden und damit eben auch von

den zwei für dieses Jahr erwarteten Anhebungen.

Denn von den Finanzmärkten, aber auch aus der Wirtschaft kommen

klare Signale, die die Fed vielleicht mit zu ihren klaren Ansagen

motiviert haben könnten. Die US-Industrie hat jüngst deutlich an

Schwungkraft verloren. Nach den guten Jahren - immerhin zehn an der

Zahl - könnten sich nun magere Jahre einstellen. Ein wenig Pulver hat

sich die Fed mit ihren Zinserhöhungen bereitgelegt, wenn sie der

Wirtschaft bei einem Abschwung, der sich immer mehr andeutet, wieder

stützend unter die Arme greifen muss. Ob dieses Niveau beim Leitzins,

das deutlich unter den Niveaus vergangener Zinszyklen liegt, dafür

ausreichend sein wird, muss sich dann erst noch herausstellen. Es

wird davon abhängig sein, wie tief und lang die Rezession in den USA

ausfallen wird.

Solche Signale in Richtung Rezession kommen aber nicht nur von der

Wirtschaft, sondern auch vom Bondmarkt. Dort ist die Kurve im Verlauf

des vergangenen Jahres immer stärker abgeflacht. Gegen Ende 2018 kam

es dann zur Inversion, allerdings bislang nur im kurz- bis

mittelfristigen Laufzeitenbereich. Das ist auch aktuell noch so: Am

Freitag der abgelaufenen Woche lagen die zweijährigen

Staatsanleiherenditen mit 2,55 Prozent über den fünfjährigen

Anleiherenditen. Ein großer Abstand zu den zehnjährigen Sätzen

besteht auch nicht mehr. Zehnjährige US-Staatsanleihepapiere

rentieren mit gut 2,7 Prozent - sie sind jüngst kräftig

zurückgefallen. Das ist auch bei der Fed alles nicht unbemerkt

geblieben, wie die jüngsten Äußerungen zeigen. Man sollte sich besser

darauf einstellen, dass die Fed die Wende nach unten vorbereitet.

OTS: Börsen-Zeitung

newsroom: http://www.presseportal.de/nr/30377

newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_30377.rss2

Pressekontakt:

Börsen-Zeitung

Redaktion

Telefon: 069--2732-0

www.boersen-zeitung.de

Anmeldung notwendig

Benutzername oder E-Mail:
Passwort:

Um diese Funktionalität nutzen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Falls Sie noch kein Benutzerkonto bei boerse-frankfurt.de besitzen, können Sie sich hier kostenlos registrieren.

Eintrag hinzufügen

pagehit

Die nachfolgenden Hinweise und Informationen wurden von der VOLTABOX AG (die  “Emittentin”) für die Zwecke der Veröffentlichung des Wertpapierprospekts der Emittentin erstellt. Die Deutsche Börse AG übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der von der Emittentin zur Verfügung gestellten Hinweise und Informationen.

 

Wichtiger Hinweis



Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen sind ausschließlich für Personen bestimmt, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland („Deutschland“) oder im Großherzogtum Luxemburg („Luxemburg“) haben. Die nachfolgenden Informationen stellen weder ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren dar. Ein öffentliches Angebot von Wertpapieren der Emittentin außerhalb Deutschlands und Luxemburgs findet nicht statt und ist auch nicht geplant. Das Angebot in Deutschland und Luxemburg erfolgt ausschließlich auf der Grundlage des von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligten und auf der Website der Emittentin veröffentlichten Wertpapierprospekts (einschließlich etwaiger Nachträge dazu). Eine Anlageentscheidung hinsichtlich der öffentlich angebotenen Wertpapiere der Emittentin sollte nur auf Grundlage des Wertpapierprospekts erfolgen. Der Wertpapierprospekt ist bei der Emittentin (Artegastraße 1, 33129 Delbrück, Deutschland; Tel.: +49 (0)5250 9930-900; Fax: +49 (0)5250 9762-102) und auf der Website der Emittentin (www.voltabox.ag) kostenfrei erhältlich.

Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen stellen kein Angebot zum Verkauf oder eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf für Wertpapiere in den Vereinigten Staaten von Amerika („Vereinigte Staaten“), Kanada, Australien oder Japan dar. Die Aktien der Emittentin sowie die Wertpapiere, die Gegenstand des Angebots sind, sind und werden nicht gemäß dem U.S. Securities Act von 1933 in der derzeit gültigen Fassung (der „Securities Act“) oder bei der Wertpapieraufsichtsbehörde eines US-Bundesstaates oder einer anderen Rechtsordnung der Vereinigten Staaten registriert und dürfen in den Vereinigten Staaten nur aufgrund einer Ausnahmeregelung von der Registrierungspflicht gemäß dem Securities Act oder anwendbarer Wertpapierrechte von US-Bundesstaaten oder in einer Transaktion verkauft oder zum Kauf angeboten oder geliefert werden, die diesen Bestimmungen nicht unterfällt. Die Emittentin beabsichtigt nicht, das Angebot oder einen Teil davon in den USA zu registrieren oder ein öffentliches Angebot von Wertpapieren in den USA, Kanada, Australien oder Japan durchzuführen.

Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen sind nicht zur Weitergabe an Personen in bzw. innerhalb der USA, Kanada, Australien oder Japan oder anderen Ländern vorgesehen, in denen kein öffentliches Angebot stattfindet. Jede Verletzung dieser Beschränkung kann einen Verstoß gegen wertpapierrechtliche Bestimmungen dieser Länder begründen. Das Kopieren, Weiterleiten oder sonstige Übermitteln der auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen ist nicht gestattet.

Durch Drücken des „Ich stimme zu“-Buttons versichern Sie, dass Sie (i) diesen Hinweis und die darin enthaltenen Beschränkungen vollständig gelesen und akzeptiert haben, (ii) sich Ihr Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland oder Luxemburg befindet, und (iii) dass Sie die auf diesen Internetseiten enthaltenen Informationen nicht an Personen übermitteln oder weiterleiten, deren Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt sich nicht in Deutschland oder Luxemburg befindet.


Wir bedauern, dass wir Ihnen aufgrund gesetzlicher Beschränkungen keinen Zugang zu den nachfolgenden Internetseiten gewähren können.