Bitte warten...

21.04.2019 14:35:39
A A | Drucken

Streit um Zukunft der AOKs


MÜNCHEN (dpa-AFX) - Einen "knallharten Preiswettbewerb" erwartet die Vorstandschefin der AOK Bayern, Irmgard Stippler, angesichts der Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zur Öffnung regionaler Krankenkassen für Versicherte in ganz Deutschland. Spahn will, dass AOK-Versicherte nicht nur zu bundesweiten Kassen wie Techniker oder Barmer wechseln können. Sie sollen auch andere AOKs wählen können, die vor allem in Ostdeutschland vergleichsweise niedrige Beitragssätze haben. Wer beispielsweise 4000 Euro brutto im Monat verdient, zahlt etwa bei der AOK Sachsen-Anhalt gemeinsam mit dem Arbeitgeber 384 Euro im Jahr weniger als bei der AOK Bayern.

"Ein Wettbewerb nur über den Preis schadet aber der Versorgung", warnt die Chefin der AOK Bayern. Unterstützung bekommt sie von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns. Deren Vorstandschef Wolfgang Krombholz sieht bei der Landes-AOK ein "regionales Know-how", über das andere Kassen nicht verfügen. Außerdem sei die AOK Bayern bislang Vorreiterin gewesen, wenn es darum ging, die Versorgung auf dem Land sicherzustellen, etwa durch eine bessere Bezahlung von Hausbesuchen.

Auch aus der Wissenschaft gibt es Warnungen vor einer Ausweitung des Kassenwettbewerbs. Jürgen Wasem, der an der Uni Duisburg-Essen einen Lehrstuhl für Medizinmanagement hat, findet: "Mit ihrem hohen Marktanteil hat eine AOK viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten in einer bestimmten Region als eine bundesweit tätige Krankenkasse." Die AOK Bayern etwa hat mit rund 4,5 Millionen Versicherten einen Marktanteil von 40 Prozent.

Gesundheitsminister Spahn hatte Ende März bei der Vorstellung seiner Pläne unter der Überschrift "Faire Kassenwahl" allerdings klargemacht, dass er genau diese starke Stellung skeptisch sieht. Seiner Ansicht nach nutzen AOKs ihre Position, um "Bedingungen in der Versorgung diktieren zu können".

Der CDU-Politiker bekommt jedoch immer stärkeren Gegenwind auch aus der großen Koalition. Die SPD werde bei den Plänen "so nicht mitmachen", sagte kürzlich der Vizechef der SPD-Bundestagsfraktion und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Ebenso aus der CSU gibt es Widerstand. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml will verhindern, dass die Landes-AOKs geschwächt werden. "Wir brauchen sie für die Versorgung der Menschen vor Ort", erklärt sie.

Vor wenigen Tagen war zudem ein Brief von Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bekanntgeworden, in dem er betont, eine bundesweite Ausdehnung der Kassenöffnung und die Beschneidung von Länderkompetenzen könnten "nicht mitgetragen werden". Weder Bürger noch die Kassen würden von der angestrebten Zentralisierung profitieren.

Unterstützung bekommt Spahn hingegen von vielen bundesweit geöffneten Kassen. In einer gemeinsamen Stellungnahme schreiben Ersatzkassen, BKKs und IKKs, es sei "unseriös und eine geschäftsschädigende Unterstellung" zu behaupten, dass nur die regionalen Krankenkassen eine gute Versorgung in der Fläche gewährleisten können./fm/DP/he

Anmeldung notwendig

Benutzername oder E-Mail:
Passwort:

Um diese Funktionalität nutzen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Falls Sie noch kein Benutzerkonto bei boerse-frankfurt.de besitzen, können Sie sich hier kostenlos registrieren.

Eintrag hinzufügen

pagehit

Die nachfolgenden Hinweise und Informationen wurden von der VOLTABOX AG (die  “Emittentin”) für die Zwecke der Veröffentlichung des Wertpapierprospekts der Emittentin erstellt. Die Deutsche Börse AG übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der von der Emittentin zur Verfügung gestellten Hinweise und Informationen.

 

Wichtiger Hinweis



Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen sind ausschließlich für Personen bestimmt, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland („Deutschland“) oder im Großherzogtum Luxemburg („Luxemburg“) haben. Die nachfolgenden Informationen stellen weder ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren dar. Ein öffentliches Angebot von Wertpapieren der Emittentin außerhalb Deutschlands und Luxemburgs findet nicht statt und ist auch nicht geplant. Das Angebot in Deutschland und Luxemburg erfolgt ausschließlich auf der Grundlage des von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligten und auf der Website der Emittentin veröffentlichten Wertpapierprospekts (einschließlich etwaiger Nachträge dazu). Eine Anlageentscheidung hinsichtlich der öffentlich angebotenen Wertpapiere der Emittentin sollte nur auf Grundlage des Wertpapierprospekts erfolgen. Der Wertpapierprospekt ist bei der Emittentin (Artegastraße 1, 33129 Delbrück, Deutschland; Tel.: +49 (0)5250 9930-900; Fax: +49 (0)5250 9762-102) und auf der Website der Emittentin (www.voltabox.ag) kostenfrei erhältlich.

Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen stellen kein Angebot zum Verkauf oder eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf für Wertpapiere in den Vereinigten Staaten von Amerika („Vereinigte Staaten“), Kanada, Australien oder Japan dar. Die Aktien der Emittentin sowie die Wertpapiere, die Gegenstand des Angebots sind, sind und werden nicht gemäß dem U.S. Securities Act von 1933 in der derzeit gültigen Fassung (der „Securities Act“) oder bei der Wertpapieraufsichtsbehörde eines US-Bundesstaates oder einer anderen Rechtsordnung der Vereinigten Staaten registriert und dürfen in den Vereinigten Staaten nur aufgrund einer Ausnahmeregelung von der Registrierungspflicht gemäß dem Securities Act oder anwendbarer Wertpapierrechte von US-Bundesstaaten oder in einer Transaktion verkauft oder zum Kauf angeboten oder geliefert werden, die diesen Bestimmungen nicht unterfällt. Die Emittentin beabsichtigt nicht, das Angebot oder einen Teil davon in den USA zu registrieren oder ein öffentliches Angebot von Wertpapieren in den USA, Kanada, Australien oder Japan durchzuführen.

Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen sind nicht zur Weitergabe an Personen in bzw. innerhalb der USA, Kanada, Australien oder Japan oder anderen Ländern vorgesehen, in denen kein öffentliches Angebot stattfindet. Jede Verletzung dieser Beschränkung kann einen Verstoß gegen wertpapierrechtliche Bestimmungen dieser Länder begründen. Das Kopieren, Weiterleiten oder sonstige Übermitteln der auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen ist nicht gestattet.

Durch Drücken des „Ich stimme zu“-Buttons versichern Sie, dass Sie (i) diesen Hinweis und die darin enthaltenen Beschränkungen vollständig gelesen und akzeptiert haben, (ii) sich Ihr Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland oder Luxemburg befindet, und (iii) dass Sie die auf diesen Internetseiten enthaltenen Informationen nicht an Personen übermitteln oder weiterleiten, deren Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt sich nicht in Deutschland oder Luxemburg befindet.


Wir bedauern, dass wir Ihnen aufgrund gesetzlicher Beschränkungen keinen Zugang zu den nachfolgenden Internetseiten gewähren können.