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30.04.2018 09:10:37
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Börse Frankfurt News

Wochenausblick: Abwarten und Tee trinken



Im Raum stehende US-Strafzölle für Europa, ein stärkerer US-Dollar, nachlassende Stimmungsindikatoren und der Beginn einer traditionell schwächeren Aktienphase sorgen für Zurückhaltung am Aktienmarkt. Charttechnisch werden beim DAX die Weichen neu gestellt.
30. April 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Das Gemisch aus schwächerem Euro zum US-Dollar, fehlenden Fortschritten in Sachen Zollverhandlungen und höheren Ölpreisen lassen Anleger an den Aktien- und Rentenmärkten innehalten. "Weder erhielt der deutsche Aktienindex nennenswerte Impulse aus der laufenden Berichterstattung, noch konnten sich zehnjährige US-Treasuries über der psychologisch wichtigen Marke von 3 Prozent festigen", beschreibt Claudia Windt von der Helaba die aktuelle Situation.

Ein Ausbruch nach oben dürfte auch in dieser Woche eher schwerfallen, wie Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank meint. Aktien würden zwar aller Voraussicht nach wieder stärker von Konjunktur- und Unternehmensdaten getrieben. Die wichtigsten Veröffentlichungen stünden aufgrund der anstehenden Feiertage aber erst zum Wochenschluss an.

Am Montagmorgen eröffnet der DAX die Handelswoche erst einmal freundlich, deutsche Bluechips stehen bei 12.600 Punkten leicht im Plus. Morgen ist kurzer Zwischenstopp, denn Xetra und der Frankfurter Parketthandel bleiben wegen des Feiertags geschlossen.

Achtsamkeit ist angebracht

Derzeit stellten sich Anleger zudem die Frage, ob sie der alten Börsenregel "Sell in May and go away" in diesem Jahr folgen sollen. Statistische Werte sprechen laut Markus Reinwand dafür, sich mit Engagements weiterhin zurückzuhalten. Ähnlich wie bei vielen anderen Börsenbarometern belegten Rückrechnungen bis zum Jahr 1965 eine signifikant niedrigere DAX-Performance im Zeitraum von Mai bis Oktober im Vergleich zu den Monaten zwischen November und April. Der Durchschnitt liege bei plus 0,4 Prozent. In diesem Jahr hätten die meisten Aktienindizes zudem bereits im Januar ihr Hoch ausgebildet und korrigierten seitdem. Mit Blick auf ähnliche Schwächephasen in der Vergangenheit macht der Helaba-Analyst beim DAX in dieser Zeit eine im Mittel mit minus 6,7 Prozent deutlich schlechtere DAX-Performance aus.

Für Robert Halver muss die Börsenweisheit für die deutschen Aktienmärkte in diesem Jahr kaum gefürchtet werden. "Dazu fehlt der Kursgewinnpuffer", schätzt der Baader Bank-Analyst. Dieser habe sich in den ersten vier Monaten nicht aufgebaut. Im Sommer rechnet Halver vorerst mit einer Seitwärtsentwicklung im DAX, bis sich die Unsicherheit um die Zins- und Handelsangst verringert habe. Danach stehe vermutlich eine Erholung am Aktienmarkt an. "Aktiensparpläne bleiben daher attraktiv."

Stimmungsdämpfer

Nach Halvers Einschätzung sprechen Faktoren wie Zyklus, Bewertung und Stimmung ebenfalls für eine bis Spätsommer bzw. Herbst anhaltende Schwächephase am Aktienmarkt. Hierzulande hätten die wichtigsten konjunkturellen Frühindikatoren inzwischen mehrmals nachgegeben. Ebenso werde der zur Veröffentlichung anstehende US-Einkaufsmanager-Index des verarbeitenden Gewerbes den Gipfel hinter sich gelassen haben. In Deutschland bleiben die bislang vorgelegten Zahlen der DAX-Konzerne hinter den Prognosen zurück. Weltweit gebe es weniger Anhebungen der Gewinnprognosen.

Deutsche Wirtschaft weiterhin solide
 

Nachgebende deutsche Konjunkturindikatoren sieht Halver übrigens mit Gelassenheit. "Setzt man ifo-Geschäftserwartungen und -lage zueinander in Beziehung, hält die Boom-Phase an, wenn auch mit gebremster Dynamik." Immerhin erwarteten die deutschen Maschinenbauer 2018 ein Wachstum auf breiterer Basis und hätten jüngst gar ihre Produktionsprognosen erhöht. "Für einen scharfen Gewinneinbruch fehlen insofern die Zutaten."

HalverHalver
 

Richtungsentscheidung

Aus technischer Perspektive steht für den deutschen Aktienindex nach Auffassung von Franz-Georg Wenner zum Monatswechsel im Dunstfeld der 200-Tage-Linie eine Weichenstellung an. "Viele Investoren und auch Handelssysteme berücksichtigen stark den langfristigen Durchschnitt als Demarkationslinie zwischen einem Auf- und Abwärtstrend", begründet der Charttechniker vom Börsenbrief 'Index Radar'. "Eine Rückeroberung der Mittellinie würde daher neue Käufer in den Markt locken und dürfte den Weg bis in den Bereich der Rekordzone um 13.525 Punkte frei machen."

Zuvor stelle die Marke um 12.840 DAX-Punkte eine kleinere Hürde dar. Scheitere der hiesige Bluechip-Index erneut am Durchschnitt, dürften Wenner zufolge die Optimisten bald den Rückzug antreten. "Saisonal gesehen schließt sich allmählich das günstige Zeitfenster." Seit 1988 habe der Index nur in der Hälfte der Fälle zwischen Mai bis Ende September zugelegt. "Zu groß sind die Risiken aber nicht, bereits um 11.830 verläuft eine sehr gute Unterstützung." Erst darunter würde sich das Bild deutlich eintrüben.

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Dienstag, 1. Mai

U.a. Deutschland: Feiertag. Die Handelsplätze Xetra und Frankfurt bleiben geschlossen.

Mittwoch, 2. Mai

10.00 Uhr. Euroraum: Bruttoinlandsprodukt 1. Quartal. Nachdem die Euroländer mit 2,3 Prozent im vergangenen Jahr das höchste Wachstum seit zehn Jahren erreichten, deutet sich nach Ansicht der DekaBank im ersten Quartal eine Verlangsamung der Dynamik des Bruttoinlandsprodukts an. Insbesondere die Investitionen und der Konsum dürften demnach einen leicht gedämpften Jahresstart hingelegt haben. Von den vier großen Ländern der EWU hätten bereits zwei ihre Zahlen für die ersten drei Monate veröffentlicht. Während es in Frankreich erwartungsgemäß zu einer deutlichen Wachstumsverlangsamung auf 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal gekommen sei, gehe die spanische Wirtschaft wie im Vorquartal um gute 0,7 Prozent voran.

Donnerstag, 3. Mai

10.00 Uhr. Euroraum: Verbraucherpreise April. Die Inflation im Euroraum auf Basis des harmonisierten Verbraucherpreisindex HVPI dürfte laut DekaBank in diesem Monat nur geringfügig auf 1,4 Prozent zugenommen haben. Zwar hätten die Preise von Benzin, Diesel und Heizöl im Monatsvergleich einen deutlichen Schub getan. Auch wirkten saisonal übliche Preiserhöhungen bei Bekleidung, die im März den kalten Temperaturen zum Opfer gefallen waren, mittlerweile nach. Dies alles werde jedoch von den Effekten des in diesem Jahr frühen Osterfestes überlagert. Ferienbedingte Preiserhöhungen bei Pauschalreisen, Hotelübernachtungen und Flugtickets seien dadurch teilweise in den März gefallen. Dies erschwere die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr. Die Analysten der DekaBank rechnen dadurch mit einer temporär gefallenen Kerninflation auf 0,9 Prozent.

Von: Iris Merker
30. April 2018, © Deutsche Börse AG

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