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30.07.2018 09:30:55
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Börse Frankfurt News

Wochenausblick: Bremsspuren



Der Begeisterung über den "Deal" im Handelsstreit ist Ernüchterung gewichen. Auch an den US-Börsen ist Sand im Getriebe.
30. Juli 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Nach dem kräftigen Plus in der Vorwoche durch die Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und der EU sieht es zu Wochenbeginn eher schlecht aus. Hintergrund sind auch negative Vorgaben aus den USA: Die Wall Street schloss am Freitag mit Verlusten, besonders heftig fiel das Minus an der Technologiebörse Nasdaq aus. Nach dem Kurssturz von Facebook am Donnerstag sorgten am Freitag Quartalszahlen von Twitter und Intel für Enttäuschung. Der DAX liegt dennoch am Montagmorgen nur ganz leicht im Minus Punkten nach 12.860 zu Handelsschluss am Freitag.

Keine echte Begeisterung

Christian Schmidt von der Helaba äußert Skepsis bezüglich der von US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker angekündigten Gespräche über die Abschaffung von Zöllen zwischen den USA und der EU. "Die Vergangenheit hat bereits gezeigt, dass verschiedene Absichtserklärungen seitens des US-Präsidenten nur kurze Halbwertzeiten aufwiesen", erklärt der Analyst und erinnert an die "Kompromisse" zwischen den USA und China. Abgesehen davon zeige man sich auf politischer Ebene in Europa ebenfalls nicht restlos vom angedachten Deal überzeugt. "So bewertete beispielsweise Frankreichs Präsident Macron die Einigung kritisch. Ein großes Handelsabkommen zwischen den USA und der EU wurde als unpassend bezeichnet." Insofern werde sich zeigen müssen, ob und in wieweit es zu einer sinnvollen Einigung komme.

Vertrauen in Trump fehlt

"Im Hinblick auf die wieder deutlich verbesserte charttechnischen Situation des DAX sowie eine bisher sehr ordentlich verlaufene Berichtssaison insbesondere der US-Unternehmen könnte die aktuelle Kurserholung durchaus an Stabilität gewinnen und noch eine Weile anhalten", kommentiert unterdessen Thomas Metzger vom Bankhaus Bauer. Doch auch er ist vorsichtig: Die ganz große Euphorie werde angesichts eines weiter unberechenbar bleibenden US-Präsidenten nicht aufkommen. "Donald Trump hat in der Vergangenheit oft bewiesen, wie schnell sich seine Meinung ändert."



Charttechnik: Ausbruch nicht leicht
 

Auch die Charttechnik mahnt: Christian Schmidt weist darauf hin, dass sich der DAX am Freitag zwar erneut oberhalb der 200-Tagelinie bei 12.768 Punkten etablieren konnte. Zudem sei die obere Begrenzung der Ichimoku-Wolke überwunden und die Strukturprojektion bei 12.895 Zählern nahezu erreicht worden. "Auf Wochenbasis wurde ein sogenanntes ‚bullish engulfing pattern‘ ausgebildet, was grundsätzlich positiv zu beurteilen ist", stellt der Helaba-Analyst fest. Einschränkend anzuführen seien aber die fehlende Bewegungsdynamik, unterdurchschnittliche Umsätze bei steigenden Kursen sowie die negativen Signale seitens der Trendfolger im Wochen- und Monatschart. "Insofern scheint es fraglich, ob die Kraft des DAX ausreicht, um die nächste große Barriere bei 12.912 Zählern zu überwinden."

SchmidtSchmidt
 
 

Laut Christoph Geyer von der Commerzbank ist der DAX in der vergangenen Woche mit einer freundlichen Stimmung in den Widerstandsbereich gestiegen, der bereits im Herbst vergangenen Jahres für eine wichtige Unterstützung gesorgt hätte. "Damit ist der Bruch des kurzfristigen Aufwärtstrends abgearbeitet worden", erklärt der Charttechniker. Die Chance auf einen Ausbruch über diese Zone sei auch von der Indikatorenlage her durchaus gegeben. Gelinge dies, würde sich Aufwärtspotenzial bis in den Bereich von 13.200 Punkten eröffnen. "Da sich der DAX allerdings nur selten gegen die Tendenz der US-Märkte stellt, dürfte ein solcher Ausbruch zunächst schwer fallen."

GeyerGeyer
 
An Konjunkturdaten aus den USA und Europa fehlt es in dieser Woche nicht, außerdem geht die Quartalsberichtssaison weiter. Dazu kommen Notenbanksitzungen in den USA, Großbritannien und Japan.

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Dienstag, 30. Juli

Japan: Sitzung der japanischen Notenbank. Lange war am Markt von einem Festhalten der Bank of Japan an der expansiven Geldpolitik ausgegangenen worden. Zuletzt gab es aber Spekulationen, dass die Notenbanker eine Zinswende einläuten und den Zinskorridor für zehnjährige Staatsanleihen anheben könnten.

11.00 Uhr. Eurozone: BIP zweites Quartal. Die DekaBank rechnet für das zweite Quartal mit einem BIP-Wachstum von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Von den großen Ländern habe bislang nur Frankreich Wachstumsdaten veröffentlicht, das Land habe mit einem Plus von nur 0,2 Prozent enttäuscht.

11.00 Uhr. Eurozone: Verbraucherpreise Juli. Die Inflationsrate dürfte der Commerzbank zufolge im Juli - wie schon im Juni - bei 2 Prozent (Konsens: 2 Prozent) liegen. Für die Kernteuerungsrate ohne Energie, Nahrungs- und Genussmittel werden 0,9 Prozent (Konsens: 1 Prozent) prognostiziert.

Mittwoch, 1. August

20.00 Uhr. USA: Zinsentscheid der US-Notenbank. Am Markt wird noch mit keinem weiteren Zinsschritt gerechnet, erwartet wird die nächste Zinserhöhung im September. Ob im Dezember ein weiterer Schritt erfolgt, ist noch umstritten.
Donnerstag, 2. August

13.00 Uhr. Großbritannien: Zinsentscheid der Bank of England (BoE). Prognostiziert wird überwiegend ein Zinsanstieg um 25 Basispunkte auf 0,75 Prozent.

Freitag, 3. August

14.30 Uhr. USA: Arbeitslosenzahlen Juli. Nach Ansicht der DekaBank wird der US-Arbeitsmarktbericht für Juli ein nahezu unverändertes Bild zeichnen: Die Analysten prognostizieren einen Stellenaufbau von knapp 200.000 Personen und einen Rückgang der Arbeitslosenquote auf 3,9 Prozent. Spannend bleibe insbesondere aus geldpolitischer Sicht die Lohndynamik, hier deuteten die bis dato vorliegenden Frühindikatoren eine unveränderte Jahresrate an.

16.00 Uhr. USA: ISM-Index Juli. Die ISM-Indizes sollten der Commerzbank zufolge nur leicht zurückgehen, der zunehmende Protektionismus werde die US-Wirtschaft aber mittelfristig leicht belasten. Die regionalen Frühindikatoren zeigten, dass die US-Unternehmen auf Sicht von sechs Monaten weniger bereit seien zu investieren.

30. Juli 2018, © Deutsche Börse AG

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