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28.05.2018 08:57:12
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Börse Frankfurt News

Wochenausblick: Es bleibt unübersichtlich



Ob und wann der DAX an die Aufwärtsbewegung vom März anknüpfen kann, machen Analysten an politischen Entwicklungen fest. Auch charttechnisch ist noch nichts entschieden.
28. Mai 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Vor dem Hintergrund einer verqueren politischen Gemengelage verabschieden sich Anleger tendenziell von risikoreicheren Investment und setzen stattdessen vermehrt auf als sicher geltende. Der DAX hielt sich vergangene Woche mit einem Verlust von etwas über 1 Prozent dennoch recht wacker und verabschiedete sich ins Wochenende bei einem Stand von knapp unter 13.000 Punkten. Heute steht der Index kurz nach Handelsstart knapp über 13.000 Punkten 0,7 Prozent im Plus.

Nach Auffassung von Chris-Oliver Schickentanz werden sich die Aktienmärkte im aktuellen Umfeld schwertun, den Ende März begonnenen Aufwärtstrend wieder aufzunehmen. Themen wie das wieder offene Treffen zwischen Donald Trump und Kim Jong-un werden laut dem Analysten der Commerzbank zwar vermutlich in den Hintergrund rücken. Das Hin und Her in Sachen Straffzölle auf US-Importe reiße aber ebenso wenig ab wie Diskussionen über die Regierungsbildung in Italien. "Auch die Währungskrise in der Türkei ist noch nicht ausgestanden."

Nicht per se kurze Beine

Claudia Windt beurteilt die Lage ähnlich und stellt in Aussicht, dass politische Börsen diesmal womöglich keine kurzen Beine haben könnten. Auch die Helaba-Analystin sieht den Handelskonflikt weiterhin präsent. Vordergründig sei im Streit mit China zwar eine Einigung erzielt worden. Es gebe aber noch viele offene Fragen, weshalb dieser Konflikt durchaus noch Eskalationspotenzial besitze. "Weder wird klar, wie die Wende in der bilateralen Handelsbilanz von 200 Milliarden US-Dollar erreicht werden soll, noch werden die zentralen Kritikpunkte hinsichtlich des Verhaltens chinesischer Unternehmen und Behörden angesprochen." Vor den Zwischenwahlen im Herbst wolle der US-Präsident zudem sein Versprechen umsetzen, die Industrie gegen "unfaire Handelspraktiken" zu schützen. "Wohl auch deshalb hat er ein neues Konfliktfeld mit den Europäern um Autozölle aufgemacht."



Reaktion der Finanzmärkte ausschlaggebend

Die gescheiterte Regierungsbildung in Italien samt Aussicht auf einen langen und schwierigen Prozess mit Neuwahlen erreicht natürlich auch die Finanzmärkte. Eine mögliche Abkopplung vom bisherigen Spar- und Reformkurs inklusive Finanzierung von Mehrausgaben über neue Schulden dürfte Investoren weiter beschäftigen, wie Sintje Boie von der HSH Nordbank schätzt. Das werde die Spreads beispielsweise zwischen italienischen und deutschen Staatsanleihen auseinander treiben.

Gegen eine zusätzliche Verschuldung Italiens könne die Europäische Union nach Ansicht der DekaBank zunächst nichts ausrichten. Wie die gesamte Eurokrise und insbesondere die Erfahrungen mit Griechenland gezeigt hätten, säßen EU und Zentralbank nur dann am längeren Hebel, wenn der Druck von Seiten der Finanzmärkte extrem zunehme. In diesem Fall könnten sie Staaten zum Preis wirtschaftspolitischer Zugeständnisse etwa mit Hilfskrediten unter die Arme greifen.

Vorzeichen unentschieden
 

Aus technischer Perspektive sei dem DAX laut Karen Szola nach der jüngsten Aufwärtswelle bis zur Marke von 13.200 Zählern die Luft ausgegangen. "Mit dem Abprall wird der Bereich erneut als Widerstand gefestigt, der bereits im November und Dezember vergangenen Jahres von sich reden machte", urteilt die Charttechnikerin von Euro am Sonntag und Börse Online.

Karin SzolaSzola
 
Auf der Unterseite gelte es für den deutschen Bluechip-Index nun, die wichtige 200-Tage-Linie bei aktuell 12.720 Punkten zu verteidigen, die etwas darunter bei 12.600 Zählern durch eine horizontale Unterstützung verstärkt werde. "Sollte diese massive Haltezone unterschritten werden, würde eine stärkere Korrekturphase eingeleitet." Die nächsten Abwärtskursziele lägen in dem Fall um 12.400 und 12.200 Punkte. Darunter könne dann das noch offene Gap von Anfang April Begehrlichkeiten wecken.

"Die aktuelle Konsolidierung wäre beendet, wenn das 13.200er-Bollwerk nachhaltig nach oben geknackt wird." Dann stünde einer Kletterpartie bis zum Allzeithoch vom Januar nicht viel im Wege.

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Donnerstag 31. Mai

Deutschland: Feiertagshandel. Xetra und das Frankfurter Parkett sind regulär geöffnet.

3.00 Uhr. China: Einkaufsmanagerindizes CFLP, Mai. Während in Europa die Einkaufsmanagerindizes in den vergangenen Monaten deutlich rückläufig waren, hielten sie sich laut DekaBank in China weitgehend stabil. Die Sorgen vor einer Zuspitzung des Handelskonflikts mit den USA seien bislang an den Stimmungsindizes kaum ablesbar. Einige Daten deuteten die erwartete Konjunkturverlangsamung Chinas zwar an, doch dürfe dieser Prozess sehr moderat verlaufen. Die DekaBank-Analysten erwarten, dass der Index für das verarbeitende Gewerbe im Mai ganz leicht von 51,4 auf 51,2 Punkte zurückgegangen ist. Er bleibe damit im historischen Vergleich auf einem Niveau, das ein solides Wachstumstempo signalisiere.

10.00 Uhr. Euroraum: Verbraucherpreise Mai. Die Inflationsrate im Euroraum dürfte laut DekaBank im Mai deutlich auf 1,8 Prozent zugenommen haben. Ein offensichtlicher Grund hierfür sei die Verteuerung von Rohöl, die sich in den Verbraucherpreisen von Benzin, Diesel und Heizöl niederschlage. Zudem seien saisonbedingte Störeinflüsse im Zusammenhang mit dem in diesem Jahr frühen Osterfest weitgehend verschwunden. Dies habe zur Folge, dass die Preise unter anderem von Pauschalreisen, Hotelübernachtungen und Flugtickets wieder spürbar stärkere Anstiege im Jahresvergleich zeigten. Die Kerninflation - ohne Lebensmittel und Energie - sehen die Analysten der DekaBank nur auf 0,9 Prozent, also weiterhin unter den Niveaus vom Jahresanfang. Dies erschwere es der EZB, von einem nach oben gerichteten Trend zu sprechen.

Freitag, 1. Juni

9.00 Uhr. Börsengang: STS Group

Von: Iris Merker
28. Mai 2018, © Deutsche Börse AG

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