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06.08.2018 08:30:29
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Börse Frankfurt News

Wochenausblick: Konzernergebnisse rücken nach vorn



Kurzfristig profitieren deutsche Aktien von guten Vorgaben aus den USA, doch die Handelsstreitigkeiten bereiten weiterhin Kopfschmerzen. Den weiteren Kurs könnten die Quartalsberichte der DAX-Konzerne vorgeben. Technisch bleibt der deutsche Aktienindex im Seitwärtsband gefangen.
6. August 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Nach den Juli-Gewinnen geriet vergangene Woche die DAX-Rally mit einem Rückgang von 1,9 Prozent erst ins Stocken, konnte am Freitagnachmittag einen Teil der Verluste aber wieder auffangen. Als Auslöser für die Verkäufe sehen Analysten neue US-Zollandrohungen in Höhe von 25 statt der bislang angedachten 10 Prozent auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar. Dennoch setzte der DAX seine Erholung am Morgen fort und startete mit Gewinnen in den Handel.

"Immerhin signalisieren die derzeit geführten informellen Handelsgespräche zwischen China und Amerika Verhandlungsbereitschaft", meint Robert Halver, der vor der Kongresswahl am 6. November aber kaum Chancen auf eine Lösung sieht. Auf das Thema Außenhandel wolle Trump im Wahlkampf nicht verzichten. Danach werden sich nach Meinung des Baader Bank-Analysten die Wogen glätten. Denn auf günstige Vorprodukte aus China und kaufkräftige, auch landwirtschaftliche Absatzmärkte im Reich der Mitte werde die Trump-Administration kaum verzichten.

"Grundsätzlich zeichnet sich der Aktienmarkt durch Steherqualitäten aus", ist Halver überzeugt und sieht Aktien den Sommer über im Seitwärtstrend. Auf der Stimmungsebene habe sich die Skepsis hinsichtlich der künftigen Aktienmarktentwicklung etwas gelegt. Sollte die Krise die Weltkonjunktur und das Finanzsystem nachhaltig schädigen, rechneten Anleger mit einer Besänftigung vonseiten der Geldpolitik.



Quartalszahlen geben den Ausschlag

Bleibt es bezüglich der Handelskonflikte ruhig, könnten Investoren laut Chris-Oliver Schickentanz mit Blick auf die Berichtssaison für Auftriebskraft am Markt sorgen. Diese habe zwar in den USA ihren Zenit überschritten. In Deutschland präsentierten aber insgesamt zehn DAX-Konzerne ihre Ergebnisse. Die Quartalszahlen wurden dem Analysten der Commerzbank zufolge bisher nur in Einzelfällen entsprechend gewürdigt.

USA sticht Europa

Fundamental sieht Claudia Windt die Vereinigten Staaten gegenüber Europa im Vorteil. Die Staatengemeinschaft könne mit einem aufs Jahr hoch gerechneten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von etwa 1,25 Prozent mit der US-Rate von über 4 Prozent nicht mithalten. "Die Trumpschen Handelsdiskussionen haben bislang der US-Wirtschaft keinen Schaden zugefügt, vielmehr scheint sie stärker als erwartet von der Fiskalpolitik zu profitieren", schätzt die Helaba-Analystin. Die transatlantischen Wachstumsdifferenzen würden bis in den Herbst hinein anhalten - dies zumindest stellten die Stimmungsindikatoren in Aussicht.

DAX gefangen im Sommerloch
 

Mit einer Juli-Performance von plus 4,1 Prozent kommt das deutsche Aktienbarometer laut Karen Szola auf den bislang zweitbesten Monat des Jahres. Doch gleich mit dem Start in den August verschlechterten sich nach Auffassung der technischen Analystin von Euro am Sonntag und Börse Online die Aussichten. Binnen zwei Handelstagen seien die Hälfte der Juli-Gewinne wieder abgegeben worden. Charttechnisch sei der DAX vergangene Woche unter seine wichtige 200-Tage-Linie gerutscht, die aktuell bei 12.762 Punkten liegt. "Die Dynamik war so hoch, dass eine Abwärtskurslücke entstand, die bisher noch nicht wieder vollständig geschlossen wurde."

SzolaSzola
 
Unterm Strich habe sich der deutsche Bluechip-Index auf seinem derzeitigen Niveau seit Monaten kaum von der Stelle bewegt. Der DAX notiere regelmäßig seit Februar auf dem aktuellen Kurslevel und befinde sich damit in neutralem Chartgefilde.

"Beachtenswert sind beim DAX jetzt zwei gegenläufige Trendlinien", meint Szola. Einerseits entwickele sich nach dem Allzeithoch vom Januar ein Abwärtstrend, der zurzeit zusammen mit einer horizontalen Barriere um 13.000 DAX-Zähler für Widerstand sorge. Andererseits gelte es den vom März-Tief entspringenden Aufwärtstrend im Auge zu behalten, der leicht unterhalb der 12.300er-Marke liege.

Ein mittelfristiges Handelssignal in Ausbruchsrichtung erhielten Anleger, wenn der DAX eine der genannten Trendlinien nachhaltig hinter sich lasse. Überwinde der Index besagten Abwärtstrend um 13.000 Punkte, eröffne sich mittelfristig für den deutschen Bluechip-Index Aufwärtsspielraum bis zum nächsten Widerstand um 13.200 Zähler und möglicherweise später erneut bis auf Gipfelniveau. Ein Bruch des Aufwärtstrends löse dagegen Folgeverluste bis in den Bereich um 11.800 Punkte aus.

Es fehlt die Kursfantasie
 

Nachdem der DAX von Mittwoch auf Donnerstag vergangener Woche nach seinem vorherigen kräftigen Anstieg noch einmal deutlich auf die Unterstützungszone zwischen etwa 12.500 und 12.600 Punkten zurückgefallen sei, prallte der deutsche Aktienindex am Freitag laut Gregor Bauer von dieser Unterstützung ein Stück weit nach oben ab.

BauerBauer
 
Eigentlich sind die Unternehmenszahlen in den USA und Deutschland nach Ansicht des unabhängigen technischen Analysten gar nicht so schlecht. Anlegern fehle aber wohl die weitere Kursfantasie. Investoren hätten zunächst Gewinne mitgenommen, da sie befürchteten, dass die guten Konzernergebnisse in den aktuellen Kursen bereits eingepreist seien. "Einen konkreten, konjunkturell bedingten Verkaufsgrund gab es nicht" urteilt Bauer. Das hätten auch die Schnäppchenjäger an der Wall Street erkannt. "Am Freitag übernahmen wieder die Käufer das Ruder." Den nächsten Widerstand macht der Charttechniker nun im Bereich der oberen Umkehr vom Ende Juli bei etwa 12.900 DAX-Punkten aus, gefolgt von einer Hürde um 13.200 Punkte.

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Freitag, 10. August

1.50 Uhr. Japan: Bruttoinlandsprodukt 2. Quartal. Die japanische Volkswirtschaft dürfte sich nach Ansicht der DekaBank in den Monaten April bis Juni etwas besser als zum Jahresbeginn entwickelt haben. Nach einer Schrumpfung erwarten die Analysten der Bank einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,4 Prozent. Verhalten entwickelten sich aber weiterhin die wichtigsten Investitionsindikatoren, sodass für die gewerblichen Investitionen aller Voraussicht nach nur ein leichter Anstieg erwartet werde. Monatliche Handelsdaten deuteten auf nur marginal höhere Exporte und Importe. Zusammen genommen komme damit vom Außenhandel zum zweiten Mal in Folge ein positiver Wachstumsbeitrag.

von: Iris Merker
6. August 2018, © Deutsche Börse AG

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