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10.12.2018 09:12:27
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Börse Frankfurt News

Wochenausblick: Neue Jahrestiefs erwartet



Während Charttechniker ein tiefschwarzes Bild zeichnen, sind fundamental orientierte Analysten über den Tag hinaus zuversichtlicher.
10. Dezember 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Der Handelskonflikt zwischen den USA und China lastet weiter auf den Märkten, für viel Unruhe sorgt außerdem die am morgigen Dienstag anstehende Abstimmung im britischen Parlament über den Brexit-Vertrag. Zu den gestiegenen Sorgen um den Handelskonflikt hatte die Festnahme von Huaweis Finanzchefin Meng Wanzhou beigetragen, der Brexit-Vertrag wird allen Prognosen zufolge keine Zustimmung bekommen. Wie es dann weitergeht, ist noch unklar. Bei einer knappen Niederlage werden Nachjustierungen erwartet, um den harten Brexit zu vermeiden. Bei einer klaren Ablehnung wird es schwierig für Premierministerin May.

An den Börsen geht die Eiszeit weiter: Der DAX hatte vergangene Woche um 4,2 Prozent nachgegeben und damit den tiefsten Stand seit zwei Jahren erreicht. Der Dow Jones fiel sogar um 4,5 Prozent, seit Jahresanfang fallen die Verluste im Vergleich zu den europäischen Aktienmärkten aber immer noch klein aus. Nach 10.788,09 Punkte zum Wochenschluss steht der DAX am Montagmorgen bei 10.700 Punkten wieder tiefer.

Keine Rezession befürchtet

Anlass für großen Pessimismus gibt es laut Commerzbank aber nicht. "Wir erwarten, dass die global weniger expansive Geldpolitik das Wirtschaftswachstum bremsen, aber nicht in eine Rezession führen wird", erklärt Markus Wallner. Aus diesem Grund werde der DAX Ende 2019 wohl einen Stand von 12.500 Punkten erreichen. Themen wie Zinssensitivität, Brexit, Restrukturierung, Übernahmen und US-Geschäft würden dabei weiter im Fokus der Anleger stehen.



Versöhnung USA und China?

Auch nach Ansicht von Claudia Windt von der Helaba sind die USA von einer Rezession weit entfernt. "Die jüngsten Einkaufsmanagerumfragen lassen sich mit einer Rezession ebenso wenig in Einklang bringen wie der von Fed-Chef Powell hervorgehobene robuste US-Arbeitsmarkt", erklärt die Analystin. Eine Eskalation der chinesisch-amerikanischen Handelsstreitigkeiten hält die Bank derzeit für wenig wahrscheinlich. "Es gehört wohl zum Kalkül von Donald Trump, die US-Technologieführerschaft mit allen Mitteln zu verteidigen." China werde hier auch mangels Alternativen nicht den offenen Konflikt suchen wollen.

Gleichzeitig verdichteten sich die Anzeichen, dass Deutschland und die Eurozone allmählich aus der konjunkturellen Schwächephase herausfänden. "Zumindest sind die deutschen Fahrzeugzulassungen nach dem Einbruch infolge des neuen WLTO-Prüfverfahrens im November im Vormonatsvergleich wieder gestiegen", stellt Windt fest. Wieder anziehende Einkaufsmanagerindizes sollten für positive Impulse an den Aktienmärkten sorgen.

Charttechnik: Weiter Kursverluste

Das technische Bild hat sich mit dem unter die psychologisch wichtige Marke von 11.000 Punkte gefallenen DAX nochmals verdüstert. "Die Betrachtung des Charts verdeutlicht die Unsicherheit der Marktteilnehmer in der vergangenen Handelswoche", erklärt die DZ Bank. Trotz der überverkauften Marktlage gehen die Analysten von weiteren Kursverlusten aus - bis hin zur Unterstützung von 10.403 Punkten, dem Tagestief vom 2. Dezember 2016, das die damalige Jahresendrallye einleitete. "Sollte die Support-Zone nachhaltig unterschritten werden, könnte der Verkaufsdruck den DAX bis zum Verlaufstief des 9. November 2016 bei 10.170 Punkten leiten." Das Short-Szenario sei erst hinfällig, wenn der DAX nachhaltig über die Barriere bei 11.247 Punkte steige.

Abwärtstrend verstärkt sich

"Mit Blick auf den Wochenchart ist festzuhalten, dass die Verkaufssignale des DMI und des MACD intakt sind und von einem steigenden ADX begleitet werden, der auf die zunehmende Stärke des Abwärtstrends hinweist", erklärt Ralf Umlauf von der Helaba. Der Stochastic liege im überverkauften Bereich, dieses Signal sei angesichts des übergeordneten Abwärtstrends aber zu ignorieren. "Das heute zu erwartende neue Verlaufstief ist prozyklisch zu werten, zudem liefern MACD und DMI auf Tagesbasis neue Verkaufssignale." Entsprechend rückten die Supports bei 10.490 und 10.284 Zählern in den Fokus. Um das Bild wieder aufzuhellen, bedürfe es einer schnellen Zurückeroberung der Schwelle von 10.822 und 10.988 Punkten.

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten



Dienstag, 11. Dezember

Abstimmung über den Brexit-Vertrag im britischen Parlament

Mittwoch, 12. Dezember

14.30 Uhr. USA: Verbraucherpreise November. In den USA hält sich der Inflationsdruck trotz ausgezeichneter Konjunktur weiterhin sehr in Grenzen, erklärt die Commerzbank. Die alle Güter umfassende Inflationsrate sei wohl von 2,5 auf 2,2 Prozent gesunken.

Donnerstag, 13. Dezember

13.45 Uhr. Eurozone: EZB-Sitzung mit anschließender Pressekonferenz. Am Markt wird fest davon ausgegangen, dass die EZB das Auslaufen des Anleihekaufprogramms per Ende Dezember auch formal beschließen wird. Außerdem stehen neue makroökonomische Projektionen an: Nach Ansicht der DekaBank werden die EZB-Volkswirte allein aufgrund des gesunkenen Ölpreises die für 2019 erwartete Inflationsrate nach unten korrigieren. Auch beim Wirtschaftswachstum sei mit leichten Abwärtsrevisionen zu rechnen.

Freitag, 14. Dezember

10.00 Uhr. Eurozone: Einkaufsmanagerindizes Dezember. Die Commerzbank geht davon aus, dass die Einkaufsmanagerindizes nicht weiter gefallen sind. Dies sei eine Bestätigung dafür, dass die Euro-Wirtschaft nicht auf dem Weg in eine Rezession sei.

14.30 Uhr. USA: Einzelhandelsumsatz November. Am Markt wird mit einem kleinen Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat gerechnet.

10. Dezember 2018, © Deutsche Börse AG

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