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02.07.2018 09:30:09
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Wochenausblick

Wochenausblick: Schwächeln am runden Geburtstag



Die Regierungskrise hierzulande verunsichert die Märkte. Außerdem setzen sich die Handelsstreitigkeiten fort.
2. Juli 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Am gestrigen Sonntag feierte der DAX einen runden Geburtstag: Vor 30 Jahren, am 1. Juli 1988, wurden erstmals die aktuellen Notierungen der 30 größten und liquidesten Unternehmen am deutschen Aktienmarkt veröffentlicht. Auf die lange Sicht ist der DAX eine große Erfolgsgeschichte: Wer von Anfang an dabei war, kommt auf eine Rendite von rund 8 Prozent pro Jahr. Aktuell schwächelt der Index allerdings: Neben den handelspolitischen Problemen machen dem deutschen Leitindex nun auch noch die innenpolitischen Streitigkeiten zu schaffen.

So steht der DAX, der in den vergangenen zwei Wochen schon fast 1.000 Punkte verloren hat, am Montagmorgen bei 12.12.217 Punkten immerhin 0,7 Prozent im Minus nach 12.306 Zählern zum Handelsschluss am Freitag. "Der zwischen CDU und CSU herrschende Asylstreit setzte sich am Wochenende fort und steuert auf einen Höhepunkt zu", erklärt Christian Schmidt von der Helaba. Heute soll es ein Spitzengespräch von CDU und CSU geben, das auch über das politische Schicksal von Bundesinnenminister Horst Seehofer entscheiden soll. Misslingt die Einigung, will Seehofer zurücktreten, die Regierung würde nach nur 100 Tagen im Amt auseinander brechen.

Schwierige Gemengelage

Dazu kommt der Handelskonflikt zwischen den USA und den anderen Industrieländern. "Der Streit, der jederzeit eskalieren kann, sowie die vielfältigen politischen Unsicherheiten halten Anleger in Atem", bemerkt Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank. "An dieser Gemengelage wird sich auch in der neuen Woche kaum etwas ändern."



Auch nach Ansicht von Heinz-Gerd Sonnenschein von der Postbank wird der Handelskonflikt das Börsengeschehen kurzfristig weiter belasten, auf Sicht von drei Monaten rechnet er daher mit einer Seitwärtsbewegung unter kräftigen Kursschwankungen. Allerdings wiesen vor allem DAX, Euro Stoxx 50 und der japanische Topix aktuell attraktive KGV-Bewertungen auf. "Langfristig bleiben wir optimistisch. Donald Trump dürfte seinen Schrecken für die Märkte verlieren." Auf Jahressicht böten die steigenden Unternehmensgewinne und -erlöse die Chance auf höhere Notierungen. Die Bank geht davon aus, dass DAX, Euro Stoxx 50, S&P 500 und Topic dann über den aktuellen Niveaus notieren werden - mit einer Outperformance von DAX, Euro Stoxx und Topic gegenüber dem S&P 500.

Auch technisches Bild nicht gut
 

Auch die charttechnische Lage ist laut Christian Henke von IG derzeit schwierig. "Vor wenigen Wochen sah es für den DAX mit Ständen oberhalb der psychologischen Marke bei 13.000 Punkten gar nicht so schlecht aus, doch dann zogen dunkle Wolken auf." Nun steuere der DAX den mittelfristigen und aus dem Jahr 2009 stammenden Aufwärtstrend bei aktuell 11.925 Punkten an. Zuvor sichere allerdings die "runde" Zahl bei 12.000 Punkten nach unten ab. "Diese wichtige charttechnische Unterstützung sollte nach Möglichkeit verteidigt werden, ansonsten drohen weitere Kursverluste bis zur Trendgeraden bei 11.692/11.635 Zählern." Die technischen Indikatoren machen Henke zufolge wenig Mut. "Im Augenblick befinden sich die Bullen in der Defensive. Für eine Wiederaufnahme der Aufwärtsbewegung bedarf es eines wahren Kraftaktes", erklärt Henke. Das mittlere Bollinger Band bei derzeit 12.616 Punkten, der einfache Zehnmonatsdurchschnitt bei 12.722 Zählern und die waagerechte Trendlinie bei 12.872/12.844 Punkten müssten zurückerobert werden.

HenkeHenke
 
Laut Christian Schmidt von der Helaba sind die Trends auf allen Zeitebenen negativ, insofern stehe einem Test des Support-Clusters bei 12.230 Zählern, dort träfen zwei Strukturmarken aufeinander, nichts im Wege. "Wird dieser unterschritten, müsste mit einem zügigen Rücksetzer in Richtung von 12.039/11.960 Punkten gerechnet werden", erklärt der technische Analyst. Allerdings sei zuvor von der Marke bei 12.194 Zählern eine moderate Unterstützung zu erwarten.

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Donnerstag, 5. Juli

8.00 Uhr. Deutschland: Auftragseingänge der Industrie Mai. Der Commerzbank zufolge dürfte die geringere Anzahl an Arbeitstagen ihre Spuren hinterlassen haben. Die Kerngröße ohne den sonstigen Fahrzeugbau sei gegenüber dem Vormonat wohl gefallen - das fünfte Minus in Folge.

Freitag, 6. Juli

8.00 Uhr. Deutschland: Produktion im produzierenden Gewerbe Mai. Nachdem schon der April mit schwachen Zahlen aufgewartet hatte, hat nach Ansicht der DekaBank auch der Mai keinen positiven Impuls gebracht. Die Sorgenfalten bei den Unternehmen würden tiefer, Investitionsentscheidungen würden aufgrund der Gemengelage verzögert und müssten neu überdacht werden. Die Analysten erwarten im Monatsvergleich lediglich eine Stagnation.

14.30 Uhr. USA: Arbeitslosenzahlen Juni. Nach Einschätzung der DekaBank werden die Zahlen erneut recht gut ausfallen. Die Frühindikatoren deuteten einen Beschäftigungsaufbau von knapp 200.000 Stellen an, was nahezu der durchschnittlichen Entwicklung in den vergangenen Monaten entspreche. Die Analysten rechnen mit einer unveränderten Arbeitslosenquote.

2. Juli 2018, Anna-Maria Borse © Deutsche Börse AG

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