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25.06.2018 09:14:50
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Börse Frankfurt News

Wochenausblick: Schwieriges Fahrwasser



Politische Risiken dominieren nach wie vor das Bild am Aktienmarkt. Nach dem Bruch wichtiger Unterstützungen ist es aus charttechnischer Sicht offen, ob der DAX wieder zurück in die Spur findet.
25. Juni 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Der Handelskrieg und erste wirtschaftliche Auswirkungen bestimmen zu Beginn der Ferienzeit das Geschehen am Aktienmarkt. "Angesichts eines mittlerweile nahezu unberechenbaren US-Präsidenten, der gezeigt hat, dass er auf seine markigen Worte durchaus Taten folgen lässt, halten sich viele Investoren aktuell mit Käufen eher zurück", beschreibt Thomas Metzger vom Bankhaus Bauer die aktuelle Lage.

Der deutsche Aktienindex büßte in den vergangenen fünf Handelstagen rund 3,3 Prozent ein und ist mit 12.488 Punkten nochmals schwächer in die neue Woche gestartet. Extreme Panik komme am Markt allerdings nicht auf, da durchaus die Chance bestehe, dass die jüngsten Drohungen Donald Trumps lediglich Teil einer aggressiven Verhandlungsstrategie seien.

Vor diesem Hintergrund könnte der DAX nach Ansicht von Metzger durchaus seinen Stabilisierungsversuch zumindest bis zum nächsten verbalen Schlagabtausch in Sachen Handelsstreit fortsetzen. "Vieles dürfte nach den deutlichen Kursverlusten der letzten Tage mittlerweile zudem eingepreist sein."



Volatiler Sommer

"Massive Aktieneinbrüche sind insgesamt trotz vorhandener Krisen nicht gerechtfertigt", schätzt Robert Halver, der mit robusten Aktienmärkten rechnet, solange es nicht zum finalen Systemzusammenbruch kommt. Zwar lege der Citigroup Macro Risk Index mit 0,7 Prozent zunehmende Risikoaversion nahe. Darin sieht der Baader Bank Analyst aber durchaus Positives. Insgesamt habe mit der Zurückhaltung am Markt die übertriebene Aktieneuphorie nachgelassen. "Die Aktien-Fallhöhe hat sich verkleinert." Über den Sommer erwartet Halver an den Märkten einen volatileren Seitwärtstrend. "Danach wird man erfahren, dass auch der Herbst sehr schöne Tage haben kann."

Sicherheit bleibt vorrangig
 

Der Asylstreit in Deutschland wird nach Ansicht Halvers vermutlich keine Regierungskrise, sprich Neuwahlen, auslösen. Sollte sich die Union trennen, könnten FDP oder die Grünen einspringen. Eine wirtschaftliche Traumkombination wäre dies zwar nicht. Für die Finanzmärkte sei allerdings nur wichtig, dass Deutschland eine Regierung hat, die Europa irgendwie zusammenhält.

HalverHalver
 
Eine Einigung hinsichtlich der Flüchtlingspolitik auf dem anstehenden EU-Gipfel würde Claudia Windt von der Helaba allerdings überraschen. Die Länder der Europäischen Gemeinschaft hätten unterschiedliche Interessenslagen, daher gebe es in dieser Woche vermutlich eine erneute nervliche Belastungsprobe für Anleger. Kaum Unterstützung böten die deutschen Konjunkturindikatoren. "Sicherheit bleibt wohl weiter Trumpf."

Wichtige Unterstützungen gerissen
 

Aus technischer Perspektive stand die vergangene Handelswoche laut Karen Szola klar im Zeichen der Bären. Diese hätten mit ihrem kräftigen Verkaufsdruck erheblichen charttechnischen Schaden beim deutschen Börsenbarometer verursacht. So habe der DAX nicht nur seine wichtige 200-Tage-Linie bei aktuell 12.783 Punkten preisgeben müssen, auch die horizontale Haltezone um 12.600 Zähler habe der Bärenattacke nicht standhalten können. "Wird der Bereich nicht rasch zurückerobert, droht mit den beiden Bewegungsgipfeln vom Mai und Juni, die bis auf rund 13.200 Punkten führten, eine Trendwende in Form eines Doppeltops", meint die technische Analystin von Euro am Sonntag und Börse Online. Aus dieser bearishen Formation lasse sich ein Abwärtskursziel bis auf 12.000 Zähler herleiten.

SzolaSzola
 
Gerate in diesem Szenario dann auch die 12.000-Punkte-Marke unter Druck, böte sich auf Wochenbasis eine gefährliche Konstellation. "Mit den Reaktionshochs seit Mai 2017 könnte sich eine bearishe Schulter-Kopf-Schulter-Formation geformt haben, die bei Ihrer Aktivierung - ein Kursabfall unter den Bereich um etwa 12.000 bzw. 11.900 Zähler - weiteres kräftiges Abwärtspotenzial bereithielte."

Entwarnung gibt es für Szola, wenn sich der DAX wieder über der Region um 12.800 Punkte nachhaltig stabilisiert und damit auch seine 200er-Linie zurückerobert. "Ein neues übergeordnetes Kaufsignal entsteht aber erst, wenn das im Januar bei knapp 13.597 Zählern markierte Allzeithoch überwunden wird."

Mit dem blauen Auge davongekommen
 

Auch für Christoph Geyer von der Commerzbank bleibt die Lage angespannt. Der DAX habe nach dem Scheitern kurz vor der Widerstandslinie bei etwa 13.200 Punkten in sehr kurzer Zeit starke Kursverluste verkraften müssen und sei jüngst in den Bereich der Unterstützungslinie um 12.500 Punkte gefallen. "Diese konnte am Freitag nur mit Mühe gehalten werden."

GeyerGeyer
 
Langfristig sei der Aufwärtstrend beim hiesigen Bluechip-Index weiterhin intakt, wenngleich die Aufwärtsdynamik nachgelassen habe. "Zuletzt konnte der Topbereich vom Anfang dieses Jahres nicht mehr erreicht werden." Dies hätte die Divergenz beim MACD-Indikator bereits angedeutet. Der Stochastik-Indikator habe ein neues Verkaufssignal generiert. "Mit dieser Gesamtlage steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Markt die langfristige Aufwärtstrendlinie testen will." Ein Erreichen der wichtigen Unterstützungszone um 12.000 Punkte sei nicht ausgeschlossen. Für die anstehende Woche rät Geyer Anlegern, aufmerksam zu bleiben und die Zeichen der Märkte zu erkennen.

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Donnerstag, 28. Juni

Europäische Union: Zweitägiges Gipfeltreffen. Die Erwartungen an politische Durchbrüche beim EU-Gipfel in Brüssel sind nach Ansicht der DekaBank niedrig. Nennenswerte Fortschritte dürften demnach weder im Fall der Brexit-Verhandlungen noch mit Blick auf die Asylproblematik und die weitere Integration der Staatengemeinschaft gemacht werden. Zudem begrenze der innenpolitische Streit mit der Schwesterpartei CSU den Verhandlungsspielraum von Kanzlerin Merkel. Selbst wenn es am Ende für ein gemeinsames Lippenbekenntnis reiche, bleibe das Marktvertrauen auf eine Umsetzung der Punkte voraussichtlich gering.

Freitag, 29 Juni

9.00 Uhr. Frankfurt: Börsengang von Akasol. 11.00 Uhr. Euroraum: Verbraucherpreise Juni. Die Inflationsrate in der Währungsgemeinschaft dürfte laut DekaBank im Juni zum ersten Mal seit 2012 über die Marke von 2,0 Prozent geklettert sein. Ursächlich hierfür seien zum einen Preisanstiege bei Benzin und Diesel, die sich trotz des wieder rückläufigen Ölpreises auch im Juni weiter fortgesetzt haben. Zum anderen seien saisonal übliche Preisrückgänge bei Obst und Gemüse in diesem Frühjahr bislang vollständig ausgeblieben. Demgegenüber halte sich der Preisauftrieb in den übrigen Bereichen in Grenzen. Die DekaBank Analysten rechnen mit einem Rückgang der Kerninflation auf 1,0 Prozent. Die ungewöhnliche Häufung von Feiertagen im Mai habe zu starken Preissteigerungen bei Pauschalreisen, Hotelübernachtungen und Transportdienstleistungen geführt. Diese saisonalen Störungen hätten sich mittlerweile aufgelöst.

von: Iris Merker
25. Juni 2018 © Deutsche Börse AG

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