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16.07.2018 09:10:31
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Börse Frankfurt News

Wochenausblick: Zollstreit bleibt Sorgenfaktor



Gute Quartalszahlen auf der einen Seite, Konjunkturrisiken durch den Handelsstreit auf der anderen - Analysten sind uneins, welcher Einfluss sich durchsetzen wird.
16. Juli 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Der Handelsstreit zwischen den USA und China sowie Europa bleibt beherrschendes Thema auf dem Parkett. Zuletzt hatten sich die Wogen wieder etwas geglättet. Der DAX, der am Freitag mit 12.540,73 Punkten aus dem Handel gegangen war, steht am Montagmorgen bei 12.530 Punkten. Die US-Aktienmärkte hatten am Freitag mit leichten Gewinnen geschlossen, an der Nasdaq wurde im Tagesverlauf sogar wieder ein neues Allzeithoch erreicht, angetrieben von neuen Rekordständen bei Alphabet, Amazon, Microsoft und Facebook.

Risiken im Auge behalten

Die Kurserholung wurde auch mit der bislang ausbleibenden Reaktion der Chinesen auf die neue Liste der US-Regierung mit möglichen Strafzöllen gegen China begründet. "Immer wenn es zum Handelsstreit keine oder wenig bedeutende Nachrichten gibt, gelingt es den Märkten häufig, sich auf positivem Terrain zu bewegen", stellt Christian Schmidt von der Helaba fest. Allerdings seien derartige Phasen meist deutlich schwächer ausgeprägt als die Bewegungsimpulse in die andere Richtung. Insofern gelte es, Risiken höher zu gewichten. Dies könne sich auch mit Blick auf die US-Quartalsberichtssaison als richtig erweisen. "Insgesamt sind die Erwartungen an gute Unternehmensergebnisse sehr hoch, aber bereits eingepreist." Negative Überraschungen könnten für größere Kursreaktionen sorgen.

Aktienbewertungen attraktiver

Nach Ansicht der DekaBank waren die Kursrückgänge am deutschen Aktienmarkt im Juni überraschend schwachen Konjunkturdaten geschuldet. Und sie waren Folge der politischen Streitereien in Deutschland und des Handelskonflikts, der auch die deutschen Automobilhersteller bedrohe. "Sollte es bei diesen Themen zu keiner weiteren Eskalation kommen, dürfte sich der Markt zunächst einmal etwas erholen", heißt es. Der Gewinnausblick der Unternehmen sei trotz der Handelsstreitigkeiten und vereinzelter Gewinnwarnungen stabil, und die Aktienmarktbewertungen hätten sich spürbar reduziert. "Die fundamentalen Rahmenbedingungen begünstigen somit eine Bodenbildung der Aktienkurse, die zwar von hohen Schwankungen begleitet sein dürfte, an deren Ende es aber zu einer moderaten Wertaufholung kommen sollte." Die Bank sieht den DAX in sechs Monaten bei 13.500 Punkten.



Charttechnik zeigt Unsicherheit
 

Trotz jüngster Kursgewinne: Charttechnisch gibt es einige Warnhinweise. Wie Christoph Geyer von der Commerzbank erläutert, ist der DAX mit einem kurzfristigen Aufwärtstrend zwar in die Widerstandszone zwischen 12.500 und 12.600 Punkte gestiegen und hat sich dort etabliert. Allerdings sei ein Doji - dabei finden sich Eröffnungs- und Schlusskurs in etwa auf einem Niveau - hinterlassen worden. "Dies ist ein Zeichen für Unsicherheit bei den Marktteilnehmern", erklärt Geyer. Der MACD-Indikator habe zuletzt ein Kaufsignal generiert, das noch Bestand habe, allerdings seien in der jüngsten Anstiegsbewegung die Umsätze klar rückläufig gewesen. Die anstehende Saisonalität spreche eher gegen einen Ausbruch nach oben.

GeyerGeyer
 
Häufige "Dojis" mahnen
 

Christian Schmidt von der Helaba argumentiert ähnlich: So habe der DAX am Freitag unterhalb des 200-Tage-EMA (Exponential Moving Average) bei 12.593 Punkten, jedoch oberhalb der 100-Tagelinie bei 12.527 geschlossen. "Auch konnte sich der Index ein Stück weit von der 21-Tagelinie bei 12.481 Zählern nach oben abzusetzen." Zudem sei der Rutsch unter eine Strukturprojektion bei 12.523 zunächst vermieden worden. "Dennoch zeigen die zuletzt häufig auftretenden Dojis, die schwachen Handelsumsätze bei steigenden Kursen sowie verstärkt in den Short-Modus wechselnde Trendfolger, beispielsweise der DMI (Directional Movement Index), dass noch lange nicht alles Gold ist, was glänzt." Die mehrheitlich zur Schwäche neigenden DAX-Komponenten untermauern diesen Eindruck.

SchmidtSchmidt
 
Am Freitag ging es schon los, in dieser Woche nimmt die US-Berichtssaison richtig an Fahrt auf. Aus dem S&P 500 werden in den kommenden Tagen insgesamt 61 Unternehmen ihre Zahlen zum zweiten Quartal vorlegen, wie die DekaBank feststellt. Der Schwerpunkt der Berichterstattung liegt bei Unternehmen aus der Finanzbranche (23 Werte), gefolgt von Industrieunternehmen (16 Werte). Hierzulande präsentiert unter anderem SAP am Donnerstag aktuelle Zahlen.

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Montag, 16. Juli

4.00 Uhr. China: BIP zweites Quartal. Das chinesische BIP stieg im zweiten Quartal um 6,7 Prozent nach 6,8 Prozent im ersten. Die Rate für das erste Halbjahr liegt mit 6,8 Prozent aber immer noch deutlich über der Zielvorgabe für das Gesamtjahr von rund 6,5 Prozent.

14.30 Uhr. USA: Einzelhandelsumsatz Juni. Die Commerzbank erwartet einen Anstieg um 0,5 Prozent gegenüber dem Vormonat (Konsens 0,6 Prozent). Beispielsweise habe die Automobilbranche ihren Absatz im Juni spürbar erhöht.

Dienstag, 17. Juli

15.15 Uhr. USA: Industrieproduktion Juni. Für die Industrie dürfte es nach Einschätzung der Commerzbank ebenfalls erneut gute Zahlen geben. Die Analysten rechnen mit einem Anstieg der Produktion um 0,5 Prozent (Konsens 0,6 Prozent). Vor allem die Automobilindustrie habe wohl deutlich mehr produziert, nachdem im Mai ein Brand bei einem wichtigen Zulieferer die Produktion erheblich behindert habe.

von: Anna Maria Borse
16. Juli 2018, © Deutsche Börse AG

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