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15.02.2019 13:27:17
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Börse Frankfurt News

Anleihen: Anleger steuern sichere Häfen an



Nach dem Hin und Her am Rentenmarkt entscheiden sich Anleger zunehmend für Anleihen bonitätsstarker Länder, die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen fällt auf 0,9 Prozent.
15. Februar 2019. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Eine Weitere Schlappe von Theresa May bei der gestrigen Brexit-Abstimmung vor dem Unterhaus, mögliche Neuwahlen in Spanien, eine etwaige Fristverlängerung für China im Handelspoker mit den USA - aber noch keine Einigung - sowie die Beilegung des Streits um den US-Haushalt: die Liste der politischen Themen ist lang. Zu allem Überfluss hielten sich US-Verbraucher im Dezember auch noch mit ihren Weihnachtsausgaben zurück.

In dieser Gemengelage bewegte sich der Euro-Bund-Future mal in die eine und mal in die andere Richtung. Unterm Strich notiert das Barometer für die Zinserwartung nach wie vor um 166 Prozent. Seit Mitte der Woche stehen Arthur Brunner zufolge Staatspapiere guter Bonität wieder stärker im Fokus. Bundesanleihen profitierten, zehnjährige Laufzeiten rentierten am Morgen um 0,09 Prozent und tendierten damit Richtung null. "US-Staatsanleihen waren ebenfalls gesucht", registriert der Händler der ICF Bank. Die Nachfrage habe die Rendite für vergleichbare US-Treasuries auf 2,65 Prozent gedrückt.

Tendenziell steigende Renditen

Trotz der gefallenen Erträge für Staatspapiere erwarten die Analysten der Helaba für das Gesamtjahr eine positive Renditeentwicklung. Zehnjährige Bundesanleihen könnten demnach Ende 2019 um 0,7 Prozent und Mitte des Jahres um 0,4 Prozent liegen. Der jüngste Renditerückgang war nach Ansicht der Helaba sowohl unter Berücksichtigung der Zinserwartungen an den Terminmärkten als auch im Vergleich zu US-Staatsanleihen außergewöhnlich stark. Möglicherweise spiele die ungelöste Brexit-Frage sicheren Anlagen in die Karten.



Lösung in letzter Minute?
 

Denn der EU-Austritt der Briten befinde sich in einer Sackgasse. "Die Deadline rückt näher, das erhöht die Spannung", meint Brunner. Theresa May scheine auf Zeit zu spielen und den entscheidenden Parlamentsbeschluss auf Ende März und damit kurz vor den Austrittstermin zu verlegen, wie die Helaba ergänzt. Mit der Pistole auf der Brust der Parlamentarier spekuliere die Premierministerin darauf, vielleicht doch noch eine Mehrheit zu bekommen. Folker Hellmeyer von Solvecon nennt das britische Parlament ein "Tollhaus". Viele im Parlament votierten für den ungeregelten Brexit, dessen Folgen dann von den UK-Bürgern ausgebadet werden müsste.

BrunnerBrunner
 

Schöne Douglas-Zahlen kommen an

Im Handel mit Unternehmensanleihen informiert Rainer Petz von der Oddo Seydler Bank über gestiegenes Interesse an Douglas. Anleger deckten sich etwa mit einem bis 2022 laufenden Wert der größten deutschen Parfümeriekette (WKN A161MW) ein, die mit einem Kupon von 6,25 Prozent ausgestattet ist. Die Anleihe war seit geraumer Zeit unter Druck, konnte sich aber seit Anfang Januar von 73 auf aktuell 87 Prozent wieder erholen. Auf einen ähnlichen Verlauf kommt eine laut Petz ebenfalls gefragte in 2023 fällige Douglas-Anleihe (WKN A161WQ) mit einer jährlichen Verzinsung von 8,750 Prozent. Beim aktuellen Kurs von gut 61 Prozent bringt das Papier eine Rendite von über 21 Prozent. Douglas überzeugte dem Händler zufolge im ersten Geschäftsquartal mit einem Umsatzrekord.

Ferratum überzeugt
 

Interesse registriert Brunner für eine bis Mai 2022 laufende Anleihe von Ferratum- (WKN A2LQLF) mit einer jährlichen Verzinsung von 5,177 Prozent, die unterm Strich in den Depots lande. "Unternehmensanleihen sind insgesamt stark gesucht, werden aber überwiegend von Profianlegern genutzt", beschreibt der Händler die allgemeine Lage im Geschäft mit Corporate Bonds.

HellmeyerHellmeyer
 

Hertha BSC-Anhänger aktiv

Die Nachfrage nach einer Hertha BSC-Anleihe (WKN A2NBK3) mit einem Kupon von 6,5 Prozent und einem Volumen von 40 Millionen Euro reißt Brunner zufolge unter anderem aufgrund der sportlichen Erfolge des Bundesligisten nicht ab. "Der Verein ist für Anleger irgendwie greifbar", begründet der Händler das große Interesse. Aktuell notiert der Wert bei 107,25 Prozent, was immer noch einer Rendite von 4,527 Prozent entspreche.

SeniVita gesucht

Das vermehrte Kaufinteresse an einer mit 6,5 Prozent verzinsten Wandelanleihe der SeniVita Social Estate (WKN A13SHL) steht nach Meinung von Brunner im Zusammenhang mit dem geplanten Börsengang. Um womöglich den Anreiz für eine Ausübung der Wandlungsrechte erhöhen zu können, habe der Entwickler von Senioren-Pflegeheimen die Herabsetzung des Grundkapital im Verhältnis fünf zu eins beschlossen. Damit könnten Anleihegläubiger bei Umtausch anteilig mehr Aktien beziehen. Der SeniVita-Vorstand habe die Genehmigung, in 2019 ein Wandlungsfenster festzulegen. Im Wochenverlauf legte der Bond von 76 auf 82 Prozent zu.

Überwiegende Käufe verbucht Brunner zudem in einer gemeinnützigen SeniVita-Anleihe (WKN A1XFUZ). Das Unternehmen hat eine Kündigungsoption zum 27. Mai 2019. Bei Ausübung beträgt die Rückzahlung 100 Prozent.

Vorschusslorbeeren für Hapag Lloyd

Die jüngsten Pläne zum Schuldenabbau könnten nach Auffassung von Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank die Kaufnachfrage nach einer 450 Millionen Euro schweren Hapag Lloyd-Anleihe (WKN A2GSC0) mit einem jährlichen Kupon von 5,125 Prozent getrieben haben. Die Konzernspitze von Deutschlands größter Reederei verkündete eine Reihe von Maßnahmen zur Reduzierung der Außenstände, die insgesamt Einsparungen in Höhe von 350 bis 400 Millionen US-Dollar jährlich bringen sollen. Anleger scheinen von den Plänen angetan. Der im Juli 2024 fällige Wert stieg seit Montag von 101,4 auf fast 103 Prozent.

Lufthansa gefragt

Eine in 2075 zur Rückzahlung anstehende Anleihe der Lufthansa (WKN A161YP) mit jährlich 5,125 Prozent Zinsen stünde bei Daniels Kunden ebenfalls hoch im Kurs. "Hier überwogen die Zuflüsse." Der Kurs des Bonds bewegte sich im Wochenverlauf um 106 Prozent eher auf der Stelle.

von: Iris Merker 15. Februar 2019,
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