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02.03.2018 14:23:28
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Börse Frankfurt News

Anleihen: Deutsche Anleihen wieder gefragt



Nach einer Phase steigender Zinsen fallen die Renditen seit drei Wochen wieder. Anleger gehen auf Nummer sicher.
2. März 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, in der nächsten Woche Strafzölle für Stahl- und Aluminiumimporte zu verhängen, sorgt für Verunsicherung an den Kapitalmärkten. Aktien verlieren, als sicher geltende Anleihen gewinnen. "Es herrscht wieder Risk-off-Modus", stellt Arthur Brunner von der ICF Bank fest. Anleger setzten auf Anleihen von als solide geltenden Schuldnern wie Deutschland und den USA. "Die europäischen Peripheriestaaten profitieren nicht."

Der Euro-Bund-Future liegt am Freitagmittag bei 160,06 Prozent nach 159,16 vor einer Woche und im Tief 157 im Februar. Zehnjährige Bundesanleihen werfen wieder nur 0,61 Prozent ab nach 0,70 Prozent am vergangenen Freitag und über 0,80 im Februar. Die Rendite zehnjähriger US-Treasuries, die in der Spitze auf fast 3 Prozent geklettert war, liegt aktuell bei 2,81 Prozent.

Drei oder vier US-Leitzinsanhebungen?
 

Mit Spannung erwartet worden war in dieser Woche die Anhörung des neuen US-Notenbankchefs Jerome Powell vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses. "Der Hinweis Powells, die Zinsen bei einem Heißlaufen der Konjunktur auch schneller anheben zu wollen, wurde von vielen Marktbeobachtern als Indiz für vier Zinsanhebungen in diesem Jahr interpretiert", erklärt Klaus Stopp von der Baader Bank. Er sieht das aber nicht so: "Die Ausführungen lassen den Eindruck entstehen, dass die von seiner Vorgängerin eingeleitete behutsame Normalisierung der Geldpolitik auch weiterhin Bestand haben wird."

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EZB-Sitzung: noch kein neues Signal erwartet

Am kommenden Donnerstag steht eine EZB-Sitzung an. "Der EZB-Rat dürfte über seine Sprachregelung zur künftigen Geldpolitik, der Forward Guidance, diskutieren", erläutert Michael Schubert von der Commerzbank. "Er könnte auf die Aussage verzichten, notfalls seine Anleihekäufe zu erhöhen." Angesichts von Aussagen einiger EZB-Ratsmitglieder sowie der bisherigen Inflationsentwicklung hält Schubert es aber für etwas wahrscheinlicher, dass der Rat seine Entscheidungen nochmals aufschiebt.

 

"Auch in Japan wird der Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik offenbar Thema", berichtet Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank. Der Bank of Japan-Gouverneur Haruhiko Kuroda hat am heutigen Freitag während einer Anhörung zur Verlängerung seiner Amtszeit erklärt, dass mit dem Erreichen der 2 Prozent-Inflationsmarke etwa im Fiskaljahr 2019 der logische Zeitpunkt erreicht sei, um einen Ausstieg in Betracht zu ziehen.

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Italienwahl wird ignoriert
 

Keine Auswirkungen hat bislang die am Sonntag anstehende Wahl in Italien. "Politik in Europa ist für Anleger derzeit kein Thema", stellt Brunner fest.

Nach Ansicht von Sintje Boie, HSH Nordbank, wird die Marktreaktion aber nach der Wahl nicht ausbleiben. "Ganz gleich, welche Partei oder welches Bündnis gewinnt, für die Beziehungen zwischen Europa und Rom wird es ungemütlicher." Denn fast alle Parteien hätten Steuererleichterungen und höhere Sozialleistungen in Aussicht gestellt, was die Einhaltung des Defizitkriteriums bei der jährlichen Neuverschuldung erschwere. "Das Vertrauen der Investoren in die Eurozone dürfte mit diesem Störfeuer aus Italien wieder Risse erhalten."

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Außerdem wird am Sonntag das Ergebnis des SPD-Mitgliederentscheids über eine Fortsetzung der Großen Koalition veröffentlicht. "Im Fall einer überraschenden Ablehnung dürften die Renditen kräftig sinken", meint Boie.

Hybridanleihen auf Verkaufslisten

Der Renditeaufschlag für Unternehmensanleihen weitete sich unterdessen wieder aus. "Das ist typisch für den Risk-off-Modus", bemerkt Brunner. Zudem wurden Hybridanleihen verkauft, wie der Händler berichtet, etwa von VW oder Baywa. Gute Umsätze hat Brunner in der Wandelanleihe von SeniVita (WKN A13SHL) beobachtet.

Unter Druck gerieten auch Nachranganleihen der HSH Nordbank (WKN 542696, A0EY63), wie Daniel meldet. Am Mittwoch war der Verkauf der Bank an die angelsächsischen Investoren Cerberus und J.C. Flowers besiegelt worden. "Im HGB-Ergebnis der Bank wird nun ein deutlich höherer Verlust vor Steuern als nach IFRS erwartet, der zu einer weiteren Verlustpartizipation der Hybridkapitalgläubiger führt", erklärt Daniel.

Kaufinteresse gibt es dem Händler zufolge an einer Hella-Anleihe (WKN A19HBR) mit Laufzeit bis 2024 und Kupon von 1 Prozent. Abgeflaut sei hingegen die Nachfrage nach der in der vergangenen Woche noch sehr gesuchten neuen Sixt-Anleihe mit Kupon vom 1,5 Prozent und Laufzeit von sechs Jahren (WKN A2G9HU).

von: Anna-Maria Borse
2. März 2018, © Deutsche Börse AG
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