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21.09.2018 11:40:30
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Börse Frankfurt News

Anleihen: Die Zinsen steigen



Mit Spekulationen über eine noch straffere Geldpolitik in den USA und der allgemeinen Beruhigung an den Märkten sinkt die Nachfrage nach Bundesanleihen, die Rendite zehnjähriger Papiere nähert sich den 0,5 Prozent.
21. September 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Eventuell noch stärker ansteigende Zinsen in den USA und die ausbleibende Emerging Markets-Krise bremst die Nachfrage nach Bundesanleihen. Der Euro-Bund-Future als wichtiges Rentenbarometer zeigt sich schwächer und liegt am heutigen Freitagmittag bei 158,88 nach 159,47 Punkten vor einer Woche. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten am Mittwoch mit 0,49 Prozent, aktuell sind es 0,46 Prozent nach 0,42 am vergangenen Freitag.

Die Rendite für US-Treasuries mit zehnjähriger Laufzeit ist in dieser Woche wieder über die 3-Prozent-Marke geklettert - zum ersten Mal seit Mai dieses Jahres. Aktuell sind es 3,07 Prozent. "Die Diskussion um eine stärkere Straffung der US-Geldpolitik dürfte Bundesanleihen angesichts der anstehenden Fed-Sitzung auch in der kommenden Woche belasten", meint Markus Koch von der Commerzbank. Die Bank hält es allerdings für unwahrscheinlich, dass die Rendite zehnjähriger Bunds die Widerstandslinie bei 0,5 Prozent nachhaltig überschreiten wird.

Drei statt zwei US-Zinsschritte 2019?

Für die Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch wird am Markt fest von einer Anhebung der Fed Funds Rate um 25 Basispunkte auf dann 2 bis 2,25 Prozent ausgegangen. Mit einer weiteren Leitzinsanhebung wird für die Sitzung Ende des Jahres gerechnet, für das kommenden Jahr wird nun zunehmend über drei statt zwei Zinsanhebungen spekuliert.



Die Commerzbank geht davon aus, dass die Leitzinsen bei etwa 3 Prozent ihren Gipfel erreichen werden. "Eine Rede von Lael Brainard, Mitglied des Fed Board, sät daran allerdings Zweifel", berichtet Analyst Bernd Weidensteiner. Schwäche sich der Arbeitsmarkt nicht bald ab, könne die Fed durchaus stärker bremsen. "Dies würde die US- Wirtschaft belasten, den US-Dollar stärken und die Gefahr einer Emerging-Market-Krise erhöhen."

Kaum noch Umsatz in Türkei-Anleihen
 

Die deutliche Zinserhöhung in der Türkei in der vergangenen Woche kam zwar an den Märkten gut an, die Krise ist aber nicht ausgestanden. In dieser Woche senkte das Land die Wachstumsprognosen für 2019. Während man für das laufende Jahr noch von einem Wirtschaftswachstum von 3,8 Prozent ausgeht, wird 2019 nur noch mit einem Plus von 2,3 Prozent gerechnet.
"Die Türkei interessiert hier aber niemanden mehr", kommentiert Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank. Auch Brunner zufolge sind die Umsätze in türkischen Anleihen deutlich zurückgegangen. "Es ist gar nichts mehr los."

BrunnerBrunner
 
 

Für Klaus Stopp von der Baader Bank hat die Leitzinserhöhung nur eine kurze Atempause verschafft. "Für die Zentralbank war die Zinsentscheidung zwar ein wichtiger Schritt, ob sie sich auf Dauer unabhängig von Erdogan halten kann, muss sich erst noch zeigen", meint Stopp. Die Probleme der Türkei seien nicht allein der Zentralbank geschuldet. Eine große Rolle spiele die hohe Auslandsverschuldung und das schwache Wirtschaftswachstum.

StoppStopp
 
Um Italien ist es ruhig geworden. Die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen ist auf 2,87 Prozent gefallen, Ende August waren es noch 3,24 Prozent. "Das liegt daran, dass die Regierung nun doch Haushaltsdisziplin zeigt", meint Brunner.

Viel Bewegung bei Unternehmensanleihen

Im Handel mit Corporate Bonds bleibt laut Brunner die Anleihe von Ferratum Capital Germany (WKN A2LQLF), die bis 2022 läuft und einen Kupon von 5,5 Prozent bietet, gut nachgefragt. Ein großen Kurssprung nach oben machten Rallye SA-Papiere (WKN A19HW2). "Das Unternehmen hat einen Kredit von 500 Millionen Euro erhalten", erklärt Brunner. Mittlerweile werde darüber hinaus die Douglas-Anleihe wieder nachgefragt (WKN A161MW), die zuvor unter schlechten Geschäftszahlen gelitten hatte. "Jetzt finden sich wieder Käufer."

Daniel meldet gute Umsätze in einer Stada-Anleihe (WKN A14KJP) - in beide Richtungen. Viel gekauft wurde dem Händler zufolge unterdessen ein Lufthansa-Langläufer, der 5,125 Prozent bietet und 2075 fällig wird (WKN A161YP). Deutlich Federn lassen muss am heutigen Freitag ein Bond von Nyrstar Netherlands mit Kupon von 8,5 Prozent, der im September 2019 zurückgezahlt wird. "Nystar hat eine Gewinnwarnung herausgegeben und wurde von Moody`s zurückgestuft, die Aktie ist im Sinkflug." Die Anleihe des Bergbaukonzerns kostete am gestrigen Donnerstag noch 102 Prozent, heute sind es unter 90 Prozent.

Neues von Deutscher Bahn und CA Immobilien

Derzeit gibt es viele Neuemissionen, allerdings vor allem mit Stückelung von 100.000 Euro. Ausnahme bildet die Deutsche Bahn mit einer Anleihe mit Kupon von 1,375 Prozent und Laufzeit bis 2028 (ISIN XS1885608817), die anfangs zu 98,80 Prozent angeboten wurde und aktuell bei 99,3 zu 99,5 Prozent gehandelt wird, wie Brunner meldet. "Die Nachfrage ist gut."

Daniel berichtet von einer Neuemission von CA Immobilien (WKN A2RRR9) mit 1.000 Euro-Stückelung, Kupon von 1,875 Prozent und Laufzeit bis 2026.

von: Anna-Maria Borse
21. September 2018, © Deutsche Börse AG

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