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27.07.2018 13:40:26
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Börse Frankfurt News

Anleihen: Gegensätzliche Signale



Eine mögliche Einigung bei den Zöllen und die unverändert expansive EZB-Geldpolitik schieben den Euro-Bund-Future mal nach oben, mal nach unten.
27. Juli 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die Gespräche zwischen den USA und der EU, künftig über den Abbau von Handelshemmnissen statt zusätzlichen Zöllen zu verhandeln, prägte in dieser Woche das Bild an den Finanzmärkten.

"Der Angstfaktor ist durch die Vermeidung einer Eskalation etwas raus", meint Arthur Brunner von der ICF Bank. Nun müsse man schauen, wie es weitergeht. Von den Ereignissen profitiert hätten Bonds hiesiger Autobauer. Unter anderem deckten sich Anleger Brunner zufolge mit VW-Hybridanleihen (WKNs A1ZE21) ein. Der mit jährlich 4,625 Prozent verzinste Wert legte in den vergangenen Tagen von 105 auf deutlich über 106 Prozent zu.

Niemand vermag zu prognostizieren, wie lange die gegenseitigen Provokationen ausbleiben, wie Klaus Stopp feststellt. Zumindest bis zu den Zwischen-Wahlen am 6. November müssen Anleger nach Ansicht des Rentenexperten der Baader Bank damit rechnen, dass sich Donald Trump seinen Wählern gegenüber als starker Präsident aufspielen wird. Für Börsianer gestalte sich die Meinungsbildung deshalb trotz aktuell positiver Signale schwierig.



EZB weiterhin freizügig

Die gestrige Sitzung der Europäischen Zentralbank ohne geldpolitische Beschlüsse habe die Rentenmärkte etwas gestützt. Der Kurs des Euro-Bund-Future legte zum Handelsstart leicht auf 162,09 Prozent, zehnjährige Bundesanleihen erreichten damit eine Rendite von 0,40 Prozent. "Vieles deutet auf eine Zinserhöhung erst nach dem Sommer 2019", begründet Brunner. Die Wertpapier-Käufe würden erwartungsgemäß ab Oktober von monatlich 30 auf 15 Milliarden Euro reduziert. Wie die Wiederanlage fälliger Wertpapiere organisiert werde, sei offen.

 

Für Folker Hellmeyer von Solvecon Invest liefert der EZB-Rat mit seinem aktuellen Fahrplan nach wie vor eine Vollkaskoversicherung für die Realwirtschaft und die Finanzmärkte. Bis zum Spätsommer 2019 würden Preisentwicklungen oder die Kreditvergabe in der Entscheidungsfindung keine oder eine nur untergeordnete Rolle spielen. Immerhin habe die Teuerung mit knapp 2 Prozent längst die EZB-Zielmarke erreicht. Zudem hätten Unternehmen im Juni mit einem Plus von 4,1 Prozent in einem Umfang Kredite aufgenommen wie seit Mai 2009 nicht mehr.

HellmeyerHellmeyer
 

Abwärtsrisiken bleiben

Trotz leichter Erholungstendenzen dominieren laut Helaba beim Euro-Bund-Future aus technischer Perspektive nach wie vor die Abwärtsrisiken. MACD und Stochastic Indikatoren würden weiter sinken. Zudem scheine sich der hiesige Indikator für die langfristigen Zinserwartungen unterhalb der 21-Tagelinie festzusetzen. Der niedrige ADX weise jedoch auf die trendlose Verfassung der letzten sechs Wochen hin, sodass ein nachhaltiger Impuls noch ausstehe. Die ersten Haltemarken erkennt die Helaba bei 161,85 und 161,75 Prozent. Hier finde sich auch das 38,2 Prozent-Retracement des Anstiegs seit Juni. Die nächste Hürde bestehe im Bereich um 162,33 bzw. 162,47 Prozent.

Höhere Zinsen in Großbritannien
 

Die Bank of England wird nach Ansicht von Christian Apelt von der Helaba nun doch zuschlagen. Auf der anstehenden Sitzung plane die Notenbank wohl erstmals in diesem Jahr, ihren Leitzins auf dann 0,75 Prozent anzuheben - Brexit-Chaos hin oder her. Nach schwächeren Konjunkturdaten insbesondere aus dem ersten Quartal helle sich die wirtschaftliche Lage mittlerweile wieder auf, so dass höhere Zinsen im Notenbankgremium aller Voraussicht nach eine Mehrheit erhalten werden. Mit weiteren Zinsschritten wäre dann aber frühesten nach dem EU-Austritt Ende März 2019 zu rechnen - und nur, wenn mit dem Brexit alles glatt laufe.

ApeltApelt
 

Türkische Lira leidet

Auf das Ausbleiben einer geldpolitischen Straffung der türkischen Zentralbank reagierten Anleger Brunner zufolge durch die Bank mit Verkäufen von Währungsanleihen in türkischer Lira. "Bei einer Teuerungsrate von annähernd 15 Prozent und einem Leitzins von 17,75 Prozent waren die meisten Beobachter von einer Anhebung um 1,25 Prozent ausgegangen", begründet Stopp den Schwächeanfall der türkischen Währung und den massiven Rückgang türkischer Aktiennotierungen. Zwischenzeitlich notierte der Euro mit 5,7823 türkische Lira so hoch wie nie. Marktbeobachter sehen in der größeren Einflussnahme Erdogans auf die heimische Geldpolitik eine Unsicherheit hinsichtlich der künftigen finanzpolitischen Haltung des Landes.

Die sich zuspitzenden Querelen zwischen Donald Trump und dem türkischen Präsidenten über den in der Türkei unter Hausarrest stehenden amerikanischen Pastor Andrew Brunson nehmen Investoren laut Gregor Daniel bislang kaum zur Kenntnis. "Das überrascht etwas", meint der Händler der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank. Immerhin stünden Sanktionen vonseiten der USA im Raum, solle Brunson nicht freigelassen werden.

Otto-Bonds gefragt

Im Handel mit Unternehmensanleihen registriert Daniel Nachfrage nach einer neuen, mit jährlich 4 Prozent verzinsten, nachrangigen Otto-Anleihe (WKN A2LQ0B). "Hier gab es fast ausschließlich Käufe.". Das gelte auch für einen gesuchten zu Beginn des Monats emittierten Bond von Semper idem Underberg (WKN A2LQQ4), der ebenfalls einen Kupon von 4 Prozent biete.

von: Iris Merker
27. Juli 2018, © Deutsche Börse AG
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