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28.09.2018 13:42:29
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Börse Frankfurt News

Anleihen: Im Wechselbad der Gefühle



Wirtschaft und Politik sorgen für einen Zickzack-Kurs am Rentenmarkt. Nach den Gewinnen Mitte der Woche setzt Italiens großzügige Haushaltsplanung den Bund-Future unter Druck.
28. September 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Unterm Strich wenig verändert, dennoch spiegeln die Bewegungen des Euro-Bund-Future auf Wochensicht Wechselbäder der Gefühle wider. Anlegern an den internationalen Finanzmärkten fällt es nach Auffassung der Helaba schwer, Konjunkturdaten, Geldpolitik und geopolitische Entwicklungen unter einen Hut zu bringen. Einerseits deute die mit 2,3 Prozent wesentlich stärker als erwartet gestiegene Inflation in Deutschland auch für den Euroraum auf zunehmenden Preisdruck. Auf der anderen Seite verschlechtere sich die Stimmung in der Wirtschaft und Industrie. Zusammen mit dem enttäuschenden Geldmengenwachstum und der schwachen Kreditvergabe an den privaten Sektor spreche nach wie vor wenig für einen schnellen Kurswechsel der Europäischen Zentralbank.

Dennoch müssen sich Investoren laut Klaus Stopp von der Baader Bank langsam aber sicher auch im Euroraum auf die Zinswende einstellen. Denn das Deflationsgespenst gelte als verscheucht. Nach den jüngsten Auslassungen von EZB-Chef Mario Draghi hinsichtlich der "relativ starken" anziehenden Teuerung rechneten Marktbeobachter im gemeinsamen Währungsraum nun im September 2019 mit der ersten Zinsanhebung seit 2011. Danach werde es nach Ansicht von Stopp allenfalls in Trippelschritten weiter nach oben gehen.

Die künftige geldpolitische Ausrichtung der Europäischen Zentralbank würde allerdings von Draghis noch nicht nominiertem Nachfolger gesteuert, der im Oktober kommenden Jahres das Amt antreten wird. Sollte ein Österreicher künftig die EZB anführen, erwartet der Rentenhändler eine eher restriktivere Geldpolitik. EZB-Ratsmitglied und Österreichs Notenbankchef Ewald Nowotny habe sich vor Kurzem erneut für einen schnelleren Ausstieg der Zentralbank aus der ultralockeren Geldpolitik ausgesprochen.



Italienische Staatsanleihen unter Druck
 

Die Festlegung des Haushaltsdefizits der italienischen Regierung auf 2,4 Prozent für die kommenden drei Jahre sorgt laut Arthur Brunner derzeit im Rentenhandel für Unruhe. Investoren trennten sich verstärkt von italienischen Staatsanleihen. Die Rendite zehnjähriger Bonds stieg dem Händler der ICF Bank zufolge am Morgen um 22 Basispunkte auf 3,1 Prozent und damit so stark wie seit Juni nicht mehr. "Die höhere Neuverschuldung gilt als Sieg der Populisten", begründet Brunner die Reaktionen am Markt. Der parteilose Finanzminister Giovanni Tria habe sich mit einer Begrenzung der Neuverschuldung auf unter 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts offenbar nicht durchsetzen können.

Damit verabschiedet sich Italien vom Ziel eines ausgeglichenen Haushalts in 2020 und einer Reduzierung des strukturellen Defizits, wie die HSBC ausführt. Werde der Entwurf vom Parlament gebilligt, drohe dem Defizitsünder neben einer höheren Staatsverschuldung in 2019 die Wiederaufnahme des Verfahrens durch die Europäischen Kommission.

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Anleger setzen auf Neues

Nach der Sommerpause refinanzieren sich Unternehmen und Staaten wieder verstärkt über den Kapitalmarkt, wie Brunner feststellt. Eine siebenjährige Anleihe von Bertelsmann (WKN A2NB9Q) im Volumen von 750 Millionen Euro sei erfolgreich platziert worden und bringe Anlegern jährlich 1,25 Prozent Zinsen.

Mit einer Stückelung von privatanlegerfreundlichen 1.000 Euro käme zudem eine Ungarn-Anleihe (WKN A2RSHP) mit einer Laufzeit bis 2025 und einem Kupon von 1,25 Prozent bei Investoren gut an.

 

Rainer Petz von der Oddo Seydler Bank spricht von reger Nachfrage nach einer neuen, 1,5 Milliarden Euro schweren zehnjährigen Zypern-Anleihe (WKN A2RR4X) mit einem Kupon von 2,375 Prozent. Das Land zahlt die aus Petz Sicht recht ansehnlichen Zinsen einmal im Jahr aus.

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Bei den Kunden der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank steht eine neue Anleihe der DIC Asset AG hoch im Kurs, wie Gregor Daniel berichtet. Der auf Gewerbeimmobilien fokussierte Konzern refinanzierte in dieser Woche 150 Millionen Euro und bietet Anlegern dafür 3,5 Prozent Zinsen pro Jahr. "Für ein börsengehandeltes Unternehmen ist das ein attraktiver Kupon", findet Daniel.

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Ferratum gefragt

Im Handel mit bestehenden Unternehmensanleihen verzeichnet Brunner regen Zuspruch für eine bis Mai 2022 laufende und mit jährlich 5,177 Prozent verzinste Ferratum-Anleihe (WKN A2LQLF). "Hier greifen Anleger immer mal wieder zu."

Von: Iris Merker
28. September 2018, © Deutsche Börse AG

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