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01.03.2019 13:49:01
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Börse Frankfurt News

Anleihen: Renditen steigen wieder



Konjunkturelle Lichtblicke aus den USA und China schüren die Hoffnung auf eine Erholung der Weltwirtschaft. Mit der Bereitschaft zu mehr Risiko stehen Bundesanleihen zum Verkauf.
1. März 2019. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Mit der Hoffnung auf eine wieder anziehende weltweite Konjunktur stehen Staatsanleihen auf dem Prüfstand. "Es sieht so aus, als würde die Wirtschaft nicht ganz so stark einbrechen wie vermutet", begründet Arthur Brunner von der ICF Bank. Damit gehe die Bereitschaft zu mehr Risiko einher. "Der Euro-Bund-Future verabschiedete sich von den hohen Niveaus." Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen erreichten am Morgen 0,186 Prozent, nach 0,1 Prozent am Montag.

Neben besser als erwarteten Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt und Chicagoer Einkaufsmanager-Indizes erhöhe der positiv ausgefallene Caixin Einkaufsmanagerindex für das chinesische verarbeitende Gewerbe den Optimismus am Markt. Nach Ansicht von Goldman Sachs könnte die Weltwirtschaft möglicherweise bereits ihren Tiefpunkt erreicht haben und nun wieder anziehen - wenngleich mit weniger Kraft. Bewahrheite sich das Szenario, würden die Anleiherenditen weiter steigen.

Von den wichtigsten Wirtschaftsregionen sieht die Bank die größten Probleme in Europa. Italien befinde sich bereits in einer Rezession, Deutschland sei nahe dran. Die Europäische Zentralbank werde deshalb die erste Zinserhöhung vermutlich weiter nach hinten verschieben. Goldman geht derzeit von Mitte 2020 aus.



Keine Rückkehr zu ehemaligen Zinsniveaus

Nach Ansicht Thorsten Polleits von Degussa Goldhandel werden unter anderem die angehäuften Schulden von Privatpersonen und Unternehmen die Zentralbanken auch künftig in ihrem Zinseifer bremsen. Die Politik des billigen Geldes habe beispielsweise die Nachfrage nach Hochzinsanleihen beflügelt und gleichzeitig Kreditausfälle in der Breite verhindert. Nicht nur in den USA hänge das Wohl der Wirtschaft mittlerweile am Fortbestand des billigen Zentralbankgeldes. Das rücke ehemals "normale" Zinsniveaus in sehr weite Ferne.

 

Eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, OECD, untermauert die Expansion von Anleihen niedriger Qualität unterhalb des Investment Grade-Rating und beziffert den Anteil mit rekordhohen 54 Prozent. Klaus Stopp von der Baader Bank sieht die Entwicklung auch deshalb kritisch, weil der Verlust eines Investment-Grades wahrscheinlich eine Verkaufswelle auslösen würde, da viele institutionelle Investoren sich von diesen Werten trennen müssten. Das gesamte ausstehende Corporate Bond-Volumen in entwickelten Volkswirtschaften legte laut OECD in den Jahren 2008 bis 2018 von 5,97 auf 10,18 Billionen US-Dollar und damit um rund 70 Prozent zu.

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Bonds von Automobilherstellern gefragt

Im Handel mit Unternehmensanleihen sieht Brunner Nachfrage nach Autowerten. Die relative Gelassenheit der Automobilbosse hinsichtlich der US-Zolldrohungen nähmen Anleger zum Anlass, sich querbeet mit Papieren von Daimler, VW oder BMW einzudecken. "Noch rechnen Exporteure laut Umfrage des ifo-Instituts nicht mit einem Einbruch."

Solide Nachfrage nach Hybridanleihen
 

Gefallen fänden Investoren zudem an Hybridanleihen. Brunner nennt beispielhaft für den gesamten Sektor eine mit jährlich 5,5 Prozent verzinste UBM-Anleihe (WKN A19W3Z) sowie ein Papier von Porr (WKN A19CTJ), ebenfalls mit einem Kupon von 5,5 Prozent.

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Basisinformationsblatt für bestimmte Bonds verpflichtend
 

Gregor Daniel verbucht nach wie vor Interesse an einer neuen ThyssenKrupp-Anleihe (WKN A2TEDB) mit einem Kupon von 2,875 Prozent. Das spiegele sich am Kurs wider, am Morgen kostet der Wert 100,125 Prozent. Mit einem optionalen Kündigungsrecht ab 22. November 2023 zähle die Anleihe des in Essen ansässigen Konzern übrigens für die Behörden zu den strukturierten Produkten, für das vom Emittenten ein Basisinformationsblatt für Privatanleger zur Verfügung gestellt werden müsse. Weil nicht alle Unternehmen dieser seit Anfang 2018 geltenden Verpflichtung bislang nachgekommen seien, könne es durchaus vorkommen, dass der Kauf einer bestehenden Anleihe systemisch verweigert wird. Als Beispiel nennt Daniel einen beliebte Lufthansa-Hybridanleihe (WKN A161YP) und eine Merck-Papier (WKN A13R96). "Verkaufen können auch Privatinvestoren aber immer", ergänzt Daniel.

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Raus aus Senvion-Anleihe

Davon machen Besitzer einer Senvion-Anleihe (WKN A2E4E2) mit einem Kupon von 3,875 Prozent derzeit besonders häufig Gebrauch, wie Brunner anmerkt. Nach einem enttäuschenden Jahr kämpfe der Windanlagenbauer ums Überleben und wolle anhand eines Gutachtens klären lassen, wie die Verluste eingedämmt werden können. Moody’s habe gestern die Kreditwürdigkeit für das deutsch-luxemburgischen Unternehmen von B3 auf Caa1 gesenkt. Damit stuft die Ratingagentur das Papier als substanziell risikogefährdet ein.

von: Iris Merker, 1. März 2019,
© Deutsche Börse AG
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