Bitte warten...

20.07.2018 13:36:26
A A | Drucken

Börse Frankfurt News

Anleihen: Weiter in der Seitwärtsspanne



Der geldpolitische Kurs von EZB und Fed steht nach Ansicht der meisten Analysten fest, Probleme wie der eskalierende Handelskonflikt werden ignoriert. Daher tut sich nicht viel an den Anleihemärkten, allenfalls Italien sorgt für leichte Irritationen.
20. Juli 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die Seitwärtsbewegung an den Anleihemärkten setzt sich fort. "Die Impulse fehlen", kommentiert Arthur Brunner von der ICF Bank. "Der Markt ist im Urlaubsmodus." Zehnjährige Bundesanleihen werfen weiter 0,33 Prozent ab - wie vergangenen Freitag. Etwas gestiegen ist der Euro-Bund-Future gegenüber der Vorwoche: Der Indikator für die langfristigen Zinserwartungen liegt am Freitagmorgen bei 163,08 Punkten nach 162,85 vor einer Woche.

Unruhe um möglichen Rücktritt von Tria

Zurückzuführen ist das kleine Plus mit Nervosität bezüglich Italien am heutigen Freitag. "Es gibt Spekulationen um den Rücktritt des Finanzministers Tria", berichtet Brunner. Zeitungsberichten zufolge haben der Chef der Fünf-Sterne-Bewegung Luigi Di Maio und Lega-Chef Matteo Salvini einen Rücktritt des als vernünftig geltenden Giovanni Tria ins Spiel gebracht. "Das könnte der Beginn einer neuen Regierungskrise sein", stellt Brunner fest. Die Rendite für zehnjährige italienische Papiere ist wieder auf 2,55 Prozent gestiegen. Allerdings lag sie zum Höhenpunkt der Regierungsturbulenzen in Rom Ende Mai/Anfang Juni bei 3,16 Prozent, vor den Turbulenzen Anfang Mai waren es aber nur 1,76 Prozent.

Inverse US-Renditekurve befürchtet

Stark beachtet wurde in dieser Woche die Anhörung des US-Notenbankchefs Jerome Powell vor dem US-Senat. Doch gab es wenig Neues: Powell sieht die US-Wirtschaft im Aufwind - trotz der Gefahren durch den Handelsstreit. Außerdem betonte er das vorläufige Beibehalten gradueller Zinserhöhungen.



Kritisch diskutiert wird am Markt die Verflachung der US-Renditekurve: Der Renditeabstand zwischen zehn- und zweijährigen US-Treasuries ist auf 0,25 Prozent und damit ein Elfmonatstief gefallen, wie Klaus Stopp von der Baader Bank feststellt. Inverse Zinsstrukturkurven, bei denen also der Zins für lang laufende Anleihen unter dem kurz laufender Papiere liegt, haben in der Vergangenheit häufig eine Rezession angekündigt. "Es könnte allerdings auch sein, dass eine inverse Zinsstruktur durch die Geldpolitik der Fed ‚hausgemacht‘ ist und nicht zwingend eine Rezession zur Folge hat", meint Stopp.

Viel Aufmerksamkeit erhält ein Interview des US-Präsidenten Trump mit dem Fernsehsender CNBC, Marktreaktionen blieben aber aus. Trump hatte gesagt, er sei "nicht begeistert"" von steigenden Zinsen. Ihm gefalle es nicht, dass "wir all die Arbeit in die Wirtschaft stecken, und dann sehe ich, wie die Zinsen steigen". Allerdings lasse er die Notenbanker machen, was sie für das Beste hielten und bezeichnete Jerome Powell als einen "sehr guten Mann"".

Kein Schwenk in EZB-Politik erwartet

In der Eurozone richten sich die Blicke auf die EZB-Sitzung am kommenden Donnerstag. Nach Ansicht von Christoph Balz von der Commerzbank werden sich die Notenbanker noch "alle Türen offen halten". Bislang habe der EZB-Rat nur erklärt, er gehe davon aus, dass die Nettoanleihekäufe im vierten Quartal von 30 auf 15 Milliarden Euro gesenkt werden und das Programm dann auslaufen wird, einen formalen Beschluss gebe es nicht. "Allerdings zeichnet sich eine Verlängerung nur für den Fall eines größeren Schocks ab", erklärt Balz. "Wir rechnen mit einem formellen Beschluss zum Ausstieg auf der Sitzung im September."

Mit einer ersten Zinsanhebung rechnen die meisten Ökonomen laut einer Bloomberg-Umfrage übrigens erst im September 2019 - einen Monat vor Ende der Amtszeit von Mario Draghi. Damit hätten die meisten Befragten ihre Erwartungen für einen Zinsschritt nach hinten verschoben.

Otto-Anleihe stark gesucht
 

"Nur gekauft" wurde eine Anleihe der argentinischen Provinz Neuquen mit Laufzeit bis 2025 und Zins von 7,5 Prozent (WKN A19GPQ), wie Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank meldet. Allerdings liegt der Kurs derzeit nur noch bei 81,90 Prozent, im November 2017 waren es noch über 107 Prozent.

Auch im Handel mit Unternehmensanleihen bleibt es ruhig. Die neue Nachranganleihe der Otto GmbH & Co. KG (WKN A2LQ0B) mit unendlicher Laufzeit und einer Mindeststückelung von 1.000 Euro kommt weiter sehr gut an. "Die Anleihe ist sehr beliebt", berichtet Daniel. "Allerdings ist der Kurs auch schon entsprechend gestiegen." Aktuell notiert das Papier bei 102 Prozent. Der Hamburger Versandhändler kann die Anleihe frühestens nach sieben Jahren kündigen. Bis dahin liegt der Zins fest bei 4 Prozent, danach ist er variabel.

DanielDaniel
 
Kaufinteresse sieht Brunner an der zuvor etwas schwächelnden Hybridanleihe von UBM Development mit Zins von 5,5 Prozent (WKN A19W3Z). "Auf dem niedrigeren Niveau ist das für einige Anleger wieder interessant." Bei einem Kurs von aktuell 98,35 Prozent liegt die Rendite bei 5,91 Prozent.

von: Anna-Maria Borse
20. Juli 2018, © Deutsche Börse AG
pagehit

Die nachfolgenden Hinweise und Informationen wurden von der VOLTABOX AG (die  “Emittentin”) für die Zwecke der Veröffentlichung des Wertpapierprospekts der Emittentin erstellt. Die Deutsche Börse AG übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der von der Emittentin zur Verfügung gestellten Hinweise und Informationen.

 

Wichtiger Hinweis



Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen sind ausschließlich für Personen bestimmt, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland („Deutschland“) oder im Großherzogtum Luxemburg („Luxemburg“) haben. Die nachfolgenden Informationen stellen weder ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren dar. Ein öffentliches Angebot von Wertpapieren der Emittentin außerhalb Deutschlands und Luxemburgs findet nicht statt und ist auch nicht geplant. Das Angebot in Deutschland und Luxemburg erfolgt ausschließlich auf der Grundlage des von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligten und auf der Website der Emittentin veröffentlichten Wertpapierprospekts (einschließlich etwaiger Nachträge dazu). Eine Anlageentscheidung hinsichtlich der öffentlich angebotenen Wertpapiere der Emittentin sollte nur auf Grundlage des Wertpapierprospekts erfolgen. Der Wertpapierprospekt ist bei der Emittentin (Artegastraße 1, 33129 Delbrück, Deutschland; Tel.: +49 (0)5250 9930-900; Fax: +49 (0)5250 9762-102) und auf der Website der Emittentin (www.voltabox.ag) kostenfrei erhältlich.

Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen stellen kein Angebot zum Verkauf oder eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf für Wertpapiere in den Vereinigten Staaten von Amerika („Vereinigte Staaten“), Kanada, Australien oder Japan dar. Die Aktien der Emittentin sowie die Wertpapiere, die Gegenstand des Angebots sind, sind und werden nicht gemäß dem U.S. Securities Act von 1933 in der derzeit gültigen Fassung (der „Securities Act“) oder bei der Wertpapieraufsichtsbehörde eines US-Bundesstaates oder einer anderen Rechtsordnung der Vereinigten Staaten registriert und dürfen in den Vereinigten Staaten nur aufgrund einer Ausnahmeregelung von der Registrierungspflicht gemäß dem Securities Act oder anwendbarer Wertpapierrechte von US-Bundesstaaten oder in einer Transaktion verkauft oder zum Kauf angeboten oder geliefert werden, die diesen Bestimmungen nicht unterfällt. Die Emittentin beabsichtigt nicht, das Angebot oder einen Teil davon in den USA zu registrieren oder ein öffentliches Angebot von Wertpapieren in den USA, Kanada, Australien oder Japan durchzuführen.

Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen sind nicht zur Weitergabe an Personen in bzw. innerhalb der USA, Kanada, Australien oder Japan oder anderen Ländern vorgesehen, in denen kein öffentliches Angebot stattfindet. Jede Verletzung dieser Beschränkung kann einen Verstoß gegen wertpapierrechtliche Bestimmungen dieser Länder begründen. Das Kopieren, Weiterleiten oder sonstige Übermitteln der auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen ist nicht gestattet.

Durch Drücken des „Ich stimme zu“-Buttons versichern Sie, dass Sie (i) diesen Hinweis und die darin enthaltenen Beschränkungen vollständig gelesen und akzeptiert haben, (ii) sich Ihr Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland oder Luxemburg befindet, und (iii) dass Sie die auf diesen Internetseiten enthaltenen Informationen nicht an Personen übermitteln oder weiterleiten, deren Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt sich nicht in Deutschland oder Luxemburg befindet.


Wir bedauern, dass wir Ihnen aufgrund gesetzlicher Beschränkungen keinen Zugang zu den nachfolgenden Internetseiten gewähren können.