Bitte warten...

13.09.2017 13:56:56
A A | Drucken

Börse Frankfurt News

Devisen: Trendwende für Euro?



Nach dem Erstarken des Euro rechnen Währungsanalysten mittelfristig mit einer Gegenbewegung insbesondere zum US-Dollar.
13. September 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Auf hohem Niveau von knapp 1,20 tritt der Euro im Vergleich zum US-Dollar auf Monatssicht mehr oder weniger auf der Stelle. Dabei erreichte der Wechselkurs mit 1,20 vor dem Hintergrund überzeugender Konjunkturdaten und einer unerwartet hohen Teuerungsrate im Euroraum bei gleichzeitig enttäuschenden US-Marktdaten zwischenzeitlich den höchsten Stand seit 2015.

Dieses Kursverhältnis ist nach Auffassung von Martin Arnold nicht von Dauer. Der Analyst von ETF Securities erkennt deutliches Abwärtsrisiko für den Euro und Aufwärtspotenzial für die US-Währung. Mangelndes Verständnis der Notenbank-Positionierung berge vor allem im Währungssegment das Risiko von Fehlbewertungen. Anleger unterschätzten die Bestrebungen der Europäischen Zentralbank EZB, bei gleichzeitiger Unterstützung der Wirtschaft die Inflation ankurbeln zu wollen. Die Euro-Stärke gefährde das solidere ökonomische Fundament, was die Notenbanker vor Herausforderungen stelle. "Entgegenkommende Stellungnahmen seitens der EZB könnten dazu führen, dass die Long-Futures-Positionen, die beinahe Rekordniveaus verzeichnen, rasch aufgelöst werden."

Volatilität bleibt

Dem gegenüber erwartet Christian Melzer von der DekaBank eine eher moderate Abwertung des Euro zum US-Dollar. Hinweise aus der Federal Reserve, sich mehr Zeit bei der geldpolitischen Normalisierung nehmen zu wollen, werden nach Ansicht der Analysten des Instituts nur kurzzeitig wirken.



Aktuell würden die erfreulich wachsende Weltwirtschaft, europaweit fallende Arbeitslosigkeit sowie eine prächtige Stimmung in den Unternehmen und privaten Haushalten zwar von Geschehnissen etwa um den Konflikt mit Nordkorea und der Hurrikan-Saison überschattet. Melzer rechnet allerdings damit, dass es gelingt, aus dem "Ping-Pong des sich stärker Bedrohtfühlens" herauszukommen. "Wir sehen gute Chancen, dass die Störfaktoren in den kommenden Wochen etwas abklingen." Übrig bleibe dann eine ordentliche Weltkonjunktur bei immer noch faktischer Inflationsfreiheit. Das nervöse Warten auf Preissteigerungen und damit höhere Zinsen halte aller Voraussicht nach allerdings an. Diese Quelle für Marktschwankungen bestehe somit fort.

Yen-Stärke nur vorübergehend
 

Auch für die japanische Währung zum US-Dollar erwartet ETF Securities einen Schwächeanfall. Der Greenback werde im zweiten Halbjahr auch gegen andere wichtige Währungen allgemein an Boden gewinnen. "Bei geringerer Volatilität sollten wir einen japanischen Yen sehen, der sich scharf nach unten bewegt, da die Notenbank weiterhin ihre versorgende Rolle einnimmt und Investoren außerhalb des Landes nach Rendite suchen", begründet Arnold.

ArnoldArnold
 
Auch die DekaBank rechnet mit Yen-Verlusten. Die japanische Währung habe zwar 2016 an Stärke gewonnen, der Ausblick sei jedoch trübe. Es fehlten nachhaltig bessere Wachstumsperspektiven für die japanische Wirtschaft. Premierminister Abe zögere, echte Strukturreformen im Rahmen seines Programms "Abenomics" anzugehen. Mittlerweile sei die Notenbank mit ihrer expansiven Geldpolitik ein wesentlicher Anker der Volkswirtschaft. "Je länger die Strukturreformen und die Schuldenkonsolidierung hinausgeschoben werden, desto größer wird die Abhängigkeit von der lockeren Geldpolitik und desto schwerer wird der Ausstieg aus diesem monetären Umfeld", urteilt Melzer. Die Normalisierung der Geldpolitik sei für eine Gesundung der Volkswirtschaft indes unerlässlich.

Britisches Pfund sucht neue Mitte

Das weitere Schicksal für die Währung des britischen Königreichs wird nach Ansicht von Analysten naturgemäß stark von den möglichen Scheidungsmodalitäten mit der Europäischen Union bestimmt. "Die Unsicherheiten rund um die Brexit-Verhandlungen werden den zunehmenden Willen der Bank of England überschatten, ihre Politik gegenüber einer relativ stabilen Binnenwirtschaft zu straffen", meint Arnold. In dem Maße, wie die Verhandlungen gewisse Klarheit zu einem konstruktiven ökonomischen Ergebnis schafften, werde der Sterling an Kraft gewinnen - speziell gegenüber dem Euro."

Für die kommenden zwei Jahre sieht die DekaBank je nach Verlauf der Austrittsgespräche einen Pfundkurs zwischen 0,85 und 0,95 zum Euro. Nun, im Brexit-Prozess, sei die Währung auf der Suche nach einem neuen Gleichgewicht. "Hohe Schwankungen und ein Abwertungsrisiko bleiben seine ständigen Begleiter", bemerkt Nikola Stephan.

Druck bleibt hoch

Die leichte Erholung des Pfund zu Beginn des Monats war nach Meinung von Folker Hellmeyer im Übrigen eher der Erwartung einer vorsichtigeren EZB geschuldet, die durch die Euro-Stärke um das Erreichen des Inflationsziels fürchten müsse. Der Analyst der Bremer Landesbank sieht genügend Belastungen für das Pfund. Daten zum Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal hätten eine Schwäche des privaten Konsums und der Unternehmensinvestitionen bestätigt. Damit dürften Hellmeyer zufolge auch die preistreibenden Effekte des schwachen Pfunds für die Bank of England weiterhin zweitrangig bleiben. Zu groß sei die Unsicherheit hinsichtlich des EU-Austritts. "Mit der Parteikonferenz der Konservativen sowie dem EU-Gipfel dürfte das Pfund auch im Oktober unter Druck bleiben."

von: Iris Merker
13. September 2017, © Deutsche Börse AG

Devisenkurse

Name Letzter Stand Wert %
Dollarkurs 1,1933 0,0082 0,69
Japanischer Yen 133,0535 1,2535 0,95
Britische Pfund 0,8947 0,0044 0,49
Schweizer Franken 1,1636 0,0004 0,03
Hongkong-Dollar 9,3174 0,0613 0,66

Die nachfolgenden Hinweise und Informationen wurden von der VOLTABOX AG (die  “Emittentin”) für die Zwecke der Veröffentlichung des Wertpapierprospekts der Emittentin erstellt. Die Deutsche Börse AG übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der von der Emittentin zur Verfügung gestellten Hinweise und Informationen.

 

Wichtiger Hinweis



Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen sind ausschließlich für Personen bestimmt, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland („Deutschland“) oder im Großherzogtum Luxemburg („Luxemburg“) haben. Die nachfolgenden Informationen stellen weder ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren dar. Ein öffentliches Angebot von Wertpapieren der Emittentin außerhalb Deutschlands und Luxemburgs findet nicht statt und ist auch nicht geplant. Das Angebot in Deutschland und Luxemburg erfolgt ausschließlich auf der Grundlage des von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligten und auf der Website der Emittentin veröffentlichten Wertpapierprospekts (einschließlich etwaiger Nachträge dazu). Eine Anlageentscheidung hinsichtlich der öffentlich angebotenen Wertpapiere der Emittentin sollte nur auf Grundlage des Wertpapierprospekts erfolgen. Der Wertpapierprospekt ist bei der Emittentin (Artegastraße 1, 33129 Delbrück, Deutschland; Tel.: +49 (0)5250 9930-900; Fax: +49 (0)5250 9762-102) und auf der Website der Emittentin (www.voltabox.ag) kostenfrei erhältlich.

Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen stellen kein Angebot zum Verkauf oder eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf für Wertpapiere in den Vereinigten Staaten von Amerika („Vereinigte Staaten“), Kanada, Australien oder Japan dar. Die Aktien der Emittentin sowie die Wertpapiere, die Gegenstand des Angebots sind, sind und werden nicht gemäß dem U.S. Securities Act von 1933 in der derzeit gültigen Fassung (der „Securities Act“) oder bei der Wertpapieraufsichtsbehörde eines US-Bundesstaates oder einer anderen Rechtsordnung der Vereinigten Staaten registriert und dürfen in den Vereinigten Staaten nur aufgrund einer Ausnahmeregelung von der Registrierungspflicht gemäß dem Securities Act oder anwendbarer Wertpapierrechte von US-Bundesstaaten oder in einer Transaktion verkauft oder zum Kauf angeboten oder geliefert werden, die diesen Bestimmungen nicht unterfällt. Die Emittentin beabsichtigt nicht, das Angebot oder einen Teil davon in den USA zu registrieren oder ein öffentliches Angebot von Wertpapieren in den USA, Kanada, Australien oder Japan durchzuführen.

Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen sind nicht zur Weitergabe an Personen in bzw. innerhalb der USA, Kanada, Australien oder Japan oder anderen Ländern vorgesehen, in denen kein öffentliches Angebot stattfindet. Jede Verletzung dieser Beschränkung kann einen Verstoß gegen wertpapierrechtliche Bestimmungen dieser Länder begründen. Das Kopieren, Weiterleiten oder sonstige Übermitteln der auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen ist nicht gestattet.

Durch Drücken des „Ich stimme zu“-Buttons versichern Sie, dass Sie (i) diesen Hinweis und die darin enthaltenen Beschränkungen vollständig gelesen und akzeptiert haben, (ii) sich Ihr Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland oder Luxemburg befindet, und (iii) dass Sie die auf diesen Internetseiten enthaltenen Informationen nicht an Personen übermitteln oder weiterleiten, deren Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt sich nicht in Deutschland oder Luxemburg befindet.


Wir bedauern, dass wir Ihnen aufgrund gesetzlicher Beschränkungen keinen Zugang zu den nachfolgenden Internetseiten gewähren können.