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01.04.2019 10:50:09
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Kolumne

Aus dem ETF Magazin: "Starker Markt trotz Krise"



Der anhaltende ETF-Boom lockt weiter neue Anbieter auf die hiesigen Marktplätze. Smart-Beta-ETFs bleiben gefragt.
1. April 2019. MÜNCHEN (ETF Magazin). Auf den ersten Blick war 2018 kein Jubel-Jahr. Erstmals seit vielen Jahren konnten sich die ETF-Anbieter nicht über flotte Zuwächse beim Fondsvermögen freuen. Im Gegenteil: Das ETF-Vermögen schrumpfte sogar minimal. Doch wer genauer hinschaut, stellt fest: Relativ gesehen, war 2018 kein schlechtes Jahr für die Branche. Erneut floss nämlich viel frisches Geld in ETFs. Der Vermögensabbau war in erster Linie den massiven Kursrückgängen an den Börsen geschuldet. Wer die ETF-Statistik noch genauer analysiert, entdeckt weitere bemerkenswerte Trends.

Nach Berechnungen der Londoner ETF-Marktforscher von ETFGI steckten Ende 2018 weltweit 4,79 Billionen US-Dollar in ETFs und börsennotierten Zertifikaten. Ende 2017 lag das Vermögen nach ETFGI-Berechnungen rund 1 Prozent höher, bei 4,84 Billionen Dollar. Deutlich besser fiel die Bilanz bei den Mittelzuflüssen aus. Rund 516 Milliarden US-Dollar neues Investorengeld flossen weltweit in börsengehandelte Fonds und Zertifikate. Das waren zwar gut 20 Prozent weniger als im Rekordjahr 2017, doch der Zufluss 2018 war noch immer der zweithöchste seit Beginn des Jahrtausends.

Etwas weniger dynamisch war das Interesse der Anleger im europäischen ETF-Geschäft. Bei den in Europa registrierten ETFs mussten sich die meisten Fondsgesellschaften mit wesentlich geringeren Wachstumsraten zufriedengeben. Mit 45 Milliarden Euro fielen die Zuflüsse in europäische ETFs 2018 nur halb so hoch aus wie im Vorjahr, berichten die Analysten des französischen ETF-Anbieters Lyxor. Im Jahr 2017 hätten die Netto-Mittelzuflüsse bei 94 Milliarden Euro gelegen.



Vielleicht ein Trost für manchen ETF-Anbieter: Trotz des starken Rückgangs bei den Zuflüssen lief das Geschäft der ETF-Branche noch immer besser als bei Fondsgesellschaften, die auf aktive Strategien fokussieren. Insgesamt konnten europäische Investmentfonds im vergangenen Jahr nur noch 187 Milliarden frisches Anlegergeld anziehen, berechnete Lyxor. Das sei ein Rückgang der Zuflüsse um rund 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewesen. Im Jahr 2017 habe der Zufluss in alle Fonds noch 770 Milliarden Euro betragen.

Viele Neulinge

Wohl auch deshalb drängen weiterhin neue Anbieter auf den ETF-Markt. "Weltweit haben wir 47 Gesellschaften gezählt, die 2018 erstmals am ETF-Markt aktiv waren", berichtet ETFGI-Chefin Deborah Fuhr. Auch die schon aktiven ETF-Anbieter ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus: Im vergangenen Jahr legten fast 200 Gesellschaften knapp 900 neue ETFs auf, zählte ETFGI. Insgesamt seien damit nun 7.657 ETFs von 401 Anbietern an 71 Börsen gelistet. Am europäischen ETF-Markt hätten zum Jahresende genau 1.704 ETFs von 70 Anbietern notiert.

Angesichts dieser Produktvielfalt müssen die Gesellschaften schon einiges an Kreativität aufbringen, um neue Fonds an den Investor zu bringen. Zwei Bereiche scheinen dabei besonders chancenreich zu sein: Faktor-Strategien und ETFs, die bei der Indexzusammensetzung auf nachhaltige Aspekte fokussieren. Entgegen dem Markttrend stiegen 2018 die Zuflüsse in Smart-Beta-ETFs, berichtet ETFGI. 78 Milliarden Dollar seien weltweit in entsprechende ETFs geflossen, gut zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. 145 Anbieter hätten 500 neue Smart-Beta-ETFs an die Börse gebracht, mehr als die Hälfte aller neuen ETF-Listings. Bemerkenswerterweise waren es dabei nicht in erster Linie kleinere Gesellschaften oder ETF-Newcomer, die mit Smart-Beta-ETFs Gelder anlockten. Mehr als 70 Prozent der Zuflüsse in diese ETFs vereinnahmten die drei größten ETF-Anbieter Blackrock (iShares), Vanguard und State Street (SPDR).

Noch dynamischer entwickelte sich 2018 das Geschäft mit ESG-ETFs, also mit Indexfonds, die ökologische und soziale Aspekte bei der Zusammenstellung des Fondsportfolios berücksichtigen. Weltweit stecken nach Angaben von ETFGI am Ende des Jahres zwar nur etwas mehr als 22 Milliarden US-Dollar in solchen ETFs, doch das waren immerhin 30 Prozent mehr als Ende 2017. Rund 7,6 Milliarden frisches Geld floss 2018 in ESG-ETFs. Viele dieser ETFs sind dabei noch nicht sehr lange am Markt: Von den am Jahresende verfügbaren 208 ESG-ETFs wurde ein knappes Drittel im Jahr 2018 aufgelegt.

von Uli Kühn, © März 2019, ETF Magazin


Dieser Artikel stammt aus dem aktuellen ETF Magazin.

Das ETF Magazin erscheint quartalsweise in Zusammenarbeit mit Focus Money und richtet sich an Berater, Vermögensverwalter und Portfoliomanager, ist aber sicher auch für informierte Anleger interessant.

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