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23.10.2018 13:08:07
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Börse Frankfurt News

ETFs: Die Nervosität steigt



Auf die Schwäche an den Börsen reagieren Anleger mit Abflüssen aus europäischen Bluechips. Besonders betroffen sind Banken. Überwiegenden Zuspruch gibt es für ETFs mit japanischen und US-Aktien. Bei Festverzinslichem punkten Unternehmensanleihen mit höherer Rendite.
23. Oktober 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Italien und zum Teil enttäuschende Konzernergebnisse prägen laut Händler das Geschäft mit börsengehandelten Indexfonds. "Es ist viel Druck auf dem Kessel, das spüren wir verstärkt auch im ETF-Handel", berichtet Frank Mohr von der Commerzbank. Mit rund 51.000 ETF-Transaktionen sei die vergangene Woche schon überdurchschnittlich gut gelaufen, wobei über alle Anlageklassen hinweg mit 56 Prozent noch die Zuflüsse vor allem zu marktbreiten Portfolios basiert auf dem MSCI World, S&P 500, MSCI Europe und Euro Stoxx 50 dominiert hätten. Das große Interesse an ETFs setze sich gegenwärtig mit umgekehrten Vorzeichen fort. Abgestoßen würden vor allem Tracker großer Indizes. Hinsichtlich der Abflüsse aus DAX-Produkten bemüht Mohr die technische Analyse. "Die Lage hat sich verschlechtert, der Trend zeigt gen Süden."

Banken unter Druck

Italienische Banken sind laut Rick van Leeuwen besonders stark unter Druck. Die Finanzhäuser hielten fast die Hälfte der Verbindlichkeiten des Landes in ihren Büchern. Die jüngste Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Landes durch die Ratingagentur Moody’s könne die Finanzhäuser empfindlich treffen. Seit einigen Tagen verbucht der Händler von IMC Abflüsse von Fixed Income-Produkten im Allgemeinen sowie Schwellenländer-Bonds und in Euro geführten Unternehmensanleihen im Besonderen. Marktbreite Produkte, die sich am MSCI World, MSCI Japan, Euro Stoxx 50 und MSCI Emerging Markets orientieren, landeten bei den IMC-Kunden unterm Strich in den Depots.

ETFs mit europäischen Banken gehören auch bei der UniCredit zu den Verlierern. Oliver Kilian berichtet von eindeutigen Abflüssen etwa aus Stoxx Europe 600 Banks- (WKNs A0F5UJ, LYX0AP) und Euro Stoxx Banks-Produkten (WKNs LYX0RL, 628930). Nicht nur Italien spielt Analysten zufolge dabei eine Rolle, ein Urteil des obersten spanischen Gerichtshofs zugunsten der Bankkunden hinsichtlich anfallender Kreditgebühren habe in den vergangenen Tagen die Aktien zahlreicher Geldhäuser des Landes belastet.



Europäische Aktien gehen raus

Generell verabschiedeten sich ETF-Anleger laut Kilian unterm Strich von ihren europäischen Positionen. MSCI Europe-ETFs (WKN A2DR4R) würden ebenso häufig abgestoßen wie Euro Stoxx 50- (WKN 935927) und MSCI Europe-Tracker (WKN A0X97P).

Japanische Unternehmen gefragt
 

Die Bewegungen am japanischen Markt schüren laut UniCredit das Interesse an entsprechenden Exchange Traded Funds. Bei den Aktien-ETFs asiatischer Industrieländer verbucht Lenhart insgesamt Kaufüberhänge, wobei sich Anleger vor allem mit Topix-Produkten (WKN A0ESMK), gern auch mit Währungsabsicherung zum Euro (WKN A2H58W), und MSCI Japan-ETFs (WKNs A0DK60, A1C5E6) eindeckten. Japanische Aktien profitieren Analysten zufolge von der aktuell günstigen Bewertung und Gewinnentwicklung, die unter anderem durch die Abwertung des Yen befördert würde.

LenhartLenhart
 

US-Werte nach wie vor beliebt

Der Trend hin zu US-Aktien setzt sich Kilian zufolge fort, wenngleich die Zuflüsse nicht mehr ganz so üppig ausfielen. "S&P 500- (WKNs A14Z68, A0YEDG, 622391, A1JX53), MSCI USA- (WKNs A1XB5V, DBX1MU) and MSCI North America (WKNs A0J201, A2ATYS) würden trotz Phasen größerer Abflüsse mit leichtem Kaufüberhang gehandelt. Tracker breit aufgestellter Indizes wie der MSCI World (WKNs A0RPWH, A0HGV0) seien gesucht. "Die Zuflüsse verteilten sich auf viele Produkte."

Anleger verabschieden sich von europäischen Technologieaktien
 

Mit Blick auf die Branchen führten europäische Technologieaktien bei der UniCredit die Liste der meist verkauften Werte an. Zumeist verkauft würden TecDAX- (WKN 593397) und Stoxx Europe 600 Technology-ETFs (WKN A0H08Q). "Die europäische Technologiebranche besteht überwiegend aus Netzwerk- und Hardware-Anbietern", erklärt Kilian. Von europäischen Versicherern im Stoxx Europe 600 Insurance Index (WKN A0H08K) scheinen sich Anleger mehr zu versprechen. "Hier verbuchen wir überwiegend Käufe." Ebenso setze sich die Tendenz hin zu Energiewerten fort. Gefragt seien Indexfonds, die sich am Stoxx Europe 600 Oil & Gas Index (WKN A0H08M) orientieren.

KilianKilian
 

Hochverzinste Anleihen gefragt

Die Umsätze mit Rentenwerten beschreibt Kilian als eher durchschnittlich. Auffällig häufig trennten sich die UniCredit-Kunden von britischen Guilts im FTSE Actuaries Government Securities UK Gilts All Stock Index (WKNs A0LGP9, LYX0VW) und italienischen Staatsanleihen im Barclays Italy Treasury Bond Index (WKN A1JXZH). Auch von Kurzläufern des Landes (WKN DBX0HH) verabschiedeten sich Anleger zumeist. Positionen mit Euro-Papieren (WKN A1W40U) und im Deutsche Börse Eurogov Germany enthaltene deutsche Staatsanleihen (WKN ETFL17) gingen ebenfalls überwiegend raus.

Hochverzinsliche Unternehmensanleihen im Markit iBoxx Euro Liquid High Yield Index (WKN A1C3NE) kommen Kilian zufolge auf der Kaufseite zum Tragen. Gleichzeitig stünden Tracker des Barclays Capital Euro Corporate 1-5 Year Bond Index (WKN A0RPWQ) vermehrt zur Disposition.

von: Iris Merker,
23. Oktober 2018, © Deutsche Börse AG

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