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12.09.2017 13:20:31
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Börse Frankfurt News

ETFs: Irma wird abgehakt



Der DAX steigt auf den höchsten Stand seit Mitte Juli - das hebt auch die Kauflaune der ETF-Anleger. Vergangene Woche sah es zum Teil noch anders aus.
12. September 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Nach den von Verlusten geprägten Monaten Juli und August weisen die Aktienkurse ausgerechnet seit Anfang des "bösen" Börsenmonats September wieder nach oben: Am Dienstag steigt der DAX über die 12.500 Punkte-Marke, aktuell sind es 12.536 Zähler. Ende August war der Index noch kurz unter 12.000 Punkte gerutscht. Auslöser für den Optimismus in dieser Woche ist die Erleichterung darüber, dass die Schäden durch Hurrikan Irma in Florida nicht ganz so groß wie befürchtet ausgefallen sind.

Anleger positionieren sich daher auch am ETF-Markt. Die vergangene Woche war noch durch Sorgen wegen des Wasserstoffbombentests der Nordkoreaner und Irma geprägt, das Bild daher gemischt: "Anleger trennten sich von Aktien- und setzten stattdessen auf Anleihe-Indexfonds", erklärt Florian Lenhart von der Unicredit Group. Carsten Schröder von der Commerzbank meldet hingegen einen Käuferüberhang bei Aktien-ETFs. "Das Umfeld wurde schon vergangene Woche etwas freundlicher: Zweimal testete der DAX die 200-Tage-Linie, die halten konnte." Schröder berichtet von einer ruhigeren Woche mit insgesamt 26.000 Trades, Lenhart zufolge waren die Umsätze gut.

Keine klare Richtung

Kunden der Commerzbank griffen zu bei MSCI World-ETFs wie dem iShares MSCI World (WKN A0HGV0) und Stoxx Europe 600-Indexfonds wie dem iShares Stoxx Europe 600 (WKN 263530). Verkauft worden seien hingegen S&P 500-Tracker wie der währungsgesicherte iShares S&P 500 EUR Hedged (WKN A1C5E9) und MSCI Japan-ETFs (WKN A0DK60).



Bei der Unicredit trennten sich Anleger hingegen von DAX-, Euro Stoxx 50, MSCI Europe und Stoxx 600-Trackern, aber auch von S&P 500- und Russell 2000-ETFs, die US-amerikanische Smallcaps abbilden. Abgestoßen wurden zudem Schweizer Aktien (WKN DBX1SM), gekauft lediglich britische. Vergleichsweise viel gehandelt wurden auch Short DAX-ETFs (WKN DBX1DS), wie die Umsatzliste der Börse Frankfurt für die vergangenen fünf Handelstage zeigt.

Unbeliebte Grundstoff-ETFs

Hohe Umsätze unter den Branchen-ETFs gab es den Händlern zufolge vor allem mit Anteilen an Grundstoff-ETFs - und zwar Abflüsse. Lenhart berichtet zum Beispiel von Verkäufen des iShares Stoxx Europe 600 Basic Resources (WKN A0F5UK). Anleger positionierten sich stattdessen in der Autobranche. "Da wird offenbar wieder ein bisschen Vertrauen geschöpft."

Schröder meldet noch Zukäufe bei Technologie- und Finanztitel. Automobil-ETFs wie der Lyxor Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts (WKN LYX0AN) konnten zuletzt wieder zulegen, seit Sommer 2016 kommt der ETF mittlerweile auf ein Plus von 42 Prozent.

LenhartLenhart
Auf der Umsatzliste der Börse Frankfurt stehen allerdings - wie üblich - Banken-ETFs in den Reihen der Branchen-Tracker ganz oben. Am umsatzstärksten sind der iShares Euro Stoxx Banks (WKN 628930), der iShares Stoxx Europe 600 Banks (WKN A0F5UJ) und der Source Euro Stoxx Optimised Banks (WKN A1JFG7). Auffällig viel um ging in den vergangenen Tagen auch im Handel mit Versicherungs-ETFs wie dem iShares Stoxx Europe 600 Insurance (WKN A0H08K).

Staatsanleihen gesucht

Anleihen statt Aktien - das war Lenhart zufolge der Trend vergangene Woche: "Im Handel mit Anleihen-ETFs war bei uns richtig viel los." Gekauft worden seien zum Beispiel britische Staatsanleihen, ebenso globale Staatsanleihen mit kurzen Laufzeiten in Pfund oder US-Dollar. Viel Umsatz sei auch bei Geldmarkt-ETFs zu beobachten gewesen - in beide Richtungen. Schröder meldet noch Zuflüsse in ETFs, die High Yield-Anleihen abbilden und Abflüsse aus Indexfonds, die an europäische Unternehmensanleihen gekoppelt sind.

von: Anna-Maria Borse
12. September 2017, © Deutsche Börse AG

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